Masterarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. BEWERTUNGSVERFAHREN
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Klassische Verfahren
2.2.1 Substanzwertverfahren
2.2.2 Liquidationswertverfahren
2.2.3 Ertragswertverfahren
2.2.4 Mittelwertverfahren
2.2.5 Multiplikatorverfahren
2.2.6 Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF)
2.2.7 Optionsansatz
2.3 Optionstheorie
2.3.1 Generelle Betrachtung von Optionstheorien
2.3.2 Entwicklung von Realoptionen
2.3.3 Prinzipien der Optionstheorie
2.3.4 Arten von Optionen
2.4 Realoptionen
2.4.1 Charakteristika von IT-Projekten
2.4.2 Potential von Realoptionen
2.4.3 Arten von Realoptionen
2.4.4 Bewertung mittels Realoptionen
2.4.5 Ähnlichkeiten von Finanzoptionen und Realoptionen
2.4.6 Modelle zu Realoptionen
2.4.7 Stärken und Grenzen von Realoptionen
3. PROJEKTBESCHREIBUNG
3.1 Organisatorisches Umfeld
3.2 Technisches Umfeld
3.3 Projektziel und -planung
3.4 Kostenstruktur des Projekts BPR-1
3.4.1 Personalkosten
3.4.2 Gesamte Investitionskosten
3.4.3 Gesamte Projektkosten BPR-1
3.5 Ergebnisse von BPR-1
3.6 Folgeprojekt BPR-2
3.6.1 Phasenbeschreibung zu BPR-2
4. BEWERTUNG DES FOLGEPROJEKTS BPR-2
4.1 Ausgangssituation nach BPR-1
4.2 Bewertung von BPR-2
4.2.1 Ausgangssituation und Annahmen
4.2.2 Rückflüsse und Kapitalwerte des Gesamtprojekts
4.2.3 RO-Ansatz mittels Binomialmodell
4.3 Bewertung des Wissenszuwachses
4.3.1 Bereich Softwareentwicklung
4.3.2 Bereich Business-Analyse
4.3.3 Gesamtsituation und Conclusio
5. RESUMEE DER BEWERTUNG
5.1 Vergleich Kapitalwert und Realoptionsansatz
5.2 Realoptionen und Software Engineering
5.3 Strategische Projekte
5.4 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die Bewertung von Handlungsoptionen mittels des Realoptionsansatzes auf Basis des Binomialmodells, um die Eignung dieser Methode im Vergleich zu klassischen Investitionsrechnungen wie dem Discounted Cash Flow (DCF) für die Bewertung immaterieller Vermögenswerte und IT-Projekte zu untersuchen. Anhand eines praktischen Fallbeispiels (Softwareentwicklungsprojekt BPR) werden die Problematiken der Bewertung sowie die Vorteile und Grenzen der Realoptionen analysiert.
2.4.2 Potential von Realoptionen
Die aktuell gebräuchlichen Bewertungsmethoden wie DCF bewähren sich bei Finanzierungsentscheidungen in Bereichen mit minimalem Risiko. Minimales Risiko entspricht aber heutzutage nicht der Realität. Strategische Entscheidungsträger im Unternehmensmanagement stehen daher oft vor dem Problem, dass die Standardwerkzeuge für die Investitionsbewertung oft nicht gut genug funktionieren. Dadurch entsteht eine Lücke zwischen dem Wissen des Managements und den aktuellen Werkzeugen. Drei der entstehenden Problembereiche seien hier beispielhaft angeführt:
Für strategische Investments leiten Standardwerkzeuge das Management nicht zu den richtigen Fragen. Welche Optionen haben Manager um ein Projekt erfolgreich durchzuführen? Welche Voraussetzungen benötigt eine sinnvolle Folgeinvestition?
Für eine strategische Vision bieten Standardwerkzeuge keinen integrierten Rahmen um die wirtschaftliche Analyse eines Projekts mit dem Unternehmenswert zu verknüpfen. Weiß ein Manager, wann und warum seine Strategie wertsteigernd ist?
Bei der Bewertung von Projekten versagen die Standardwerkzeuge dabei, den gesamten Wert eines Projektes zu erfassen, da die Fähigkeit des Managements, auf sich ändernde Umstände zu reagieren, vernachlässigt wird.
Eine Möglichkeit, all diesen und noch einigen anderen Schwierigkeiten zu begegnen, kann die Realoptionsmethode sein (=ROM). Das ist auch der Grund dafür, dass ROM eine so interessante Methode mit steigender Bedeutung im Rahmen von Managemententscheidungen darstellt. Eine Realoption stellt die Fähigkeit dar, auf sich ändernde Bedingungen flexibel zu reagieren und diese Flexibilität besitzt einen Wert.
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Thematik der Investitionsbewertung ein und stellt die Forschungsfrage sowie den methodischen Aufbau der Arbeit dar.
2. BEWERTUNGSVERFAHREN: Hier werden klassische Methoden wie DCF und Substanzwertverfahren sowie der theoretische Hintergrund und die Modelle zu Realoptionen detailliert erläutert.
3. PROJEKTBESCHREIBUNG: Dieser Abschnitt beschreibt das IT-Projekt BPR-1, dessen Kostenstruktur und die Umstände, die zu dessen Abbruch und zur Initiierung von BPR-2 führten.
4. BEWERTUNG DES FOLGEPROJEKTS BPR-2: Hier wird das Folgeprojekt unter Anwendung des Realoptionsansatzes bewertet und die Bedeutung von Wissenszuwachs sowie Erfahrung in IT-Projekten quantifiziert.
5. RESUMEE DER BEWERTUNG: Das Kapitel vergleicht den Kapitalwert mit dem Realoptionsansatz und diskutiert den Einsatz von Realoptionen im Software Engineering sowie bei strategischen Projekten.
Realoptionen, Bewertung, immaterielles Vermögen, Discounted Cash Flow, Optionstheorie, Investition unter Unsicherheit, Binomialmodell, IT-Projekte, Management-Flexibilität, Strategische Projekte, Kapitalwert, Unternehmensbewertung, Wissenszuwachs, Handlungsspielraum.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewertung von IT-Projekten und immateriellem Vermögen, indem sie klassische finanzmathematische Methoden kritisch hinterfragt und den Realoptionsansatz als alternative Bewertungsmethode vorstellt.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensbewertung, die Bewertung von Handlungsflexibilitäten (Realoptionen), das Projektmanagement im IT-Bereich und die Quantifizierung von Wissenszuwachs.
Das Ziel ist es, den Realoptionsansatz als Ergänzung zu traditionellen Verfahren wie dem Discounted Cash Flow zu evaluieren und aufzuzeigen, wie Management-Flexibilität bei unsicheren Investitionen bewertet werden kann.
Hauptsächlich wird das Binomialmodell verwendet, um den Wert von Handlungsoptionen zu berechnen, eingebettet in eine vergleichende Analyse mit dem Kapitalwertverfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung gängiger Bewertungsverfahren, die detaillierte Beschreibung eines realen IT-Projekts sowie die konkrete Anwendung und Berechnung von Realoptionen auf dieses Projektbeispiel.
Wesentliche Begriffe sind Realoptionen, Discounted Cash Flow (DCF), Unsicherheit, Management-Flexibilität, IT-Projektbewertung und Wissensmanagement.
Das Projekt wurde aufgrund technischer Probleme mit der gewählten Software, unklarer Zielvorgaben der Muttergesellschaft und hoher Kommunikationsaufwände vorzeitig abgebrochen.
Die Arbeit argumentiert, dass durch gescheiterte Projekte wertvolles Wissen (Wissens- und Erfahrungszuwachs) entsteht, welches für Folgeprojekte nutzbar ist und somit eine positive Rendite durch Kosteneinsparungen in der Zukunft ermöglicht.
Der Autor sieht den Realoptionsansatz als notwendige Ergänzung zum Kapitalwert (NPV), da er Handlungsspielräume quantifiziert, die bei einer rein statischen NPV-Betrachtung oft ignoriert werden und so zu einer zu pessimistischen Bewertung führen.
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