Diplomarbeit, 2010
147 Seiten, Note: 1,3
A. Theoretischer Teil
1. Einführung in die Fragestellung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Untersuchungsgegenstand
2. Unternehmensgründung
2.1 Begriffe
2.2 Gründungsformen
2.2.1 Neugründung
2.2.2 Andere Gründungsformen zum Vergleich
2.3 Gründungsmanagement
2.4 Gründungsprozess
3. Unternehmerischer Erfolg
3.1 Begriffe
3.2 Forschungslandschaft
3.3 Erfolgskriterien im Überblick
3.3.1 Theoretische Grundlagen
3.3.2 Ableitung der Forschungsfragen
3.4 Erfolgsbestimmende Faktoren im Überblick
3.4.1 Theoretische Grundlagen
3.4.2 Ableitung der Forschungsfragen
4. Zwischenfazit und Forschungsfragen im Überblick
B. Empirischer Teil
5. Qualitative Forschung: Interview
5.1 Methode
5.1.1 Auswahl der Untersuchungsobjekte
5.1.2 Erhebungsinstrumente
5.1.3 Datenerhebung
5.2 Analyseschritte
5.3 Datenauswertung
5.3.1 Erfolgsbegriff und Erfolgskriterien
5.3.2 Zeitraumbezug der Erfolgskriterien
5.3.3 Erfolgsbestimmende Faktoren
5.4 Diskussion der Ergebnisse
5.4.1 Erfolgsbegriff und Erfolgskriterien
5.4.2 Zeitraumbezug der Erfolgskriterien
5.4.3 Erfolgsbestimmende Faktoren
5.4.4 Limitationen
6. Handlungsempfehlungen
6.1 Weiterführende Forschung
6.2 Nutzergruppen
7. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Inkonsistenz bei der Verwendung des Erfolgsbegriffs in der Gründungsforschung zu überwinden, um ein fundiertes Globalurteil über den unternehmerischen Erfolg von Neugründungen fällen zu können. Dabei wird untersucht, wie Erfolgskriterien in der Praxis kombiniert werden und welche endogenen sowie exogenen Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen.
1.1 Ausgangslage
„Theory is an essential part of what we teach because we do not know any other way to help (…) which is a key to entrepreneurial success, unless we counsel them to rely on luck or intuition” (Fiet, 2000, p. 1).
Ein wesentlicher Bestandteil der Entrepreneurshipforschung ist die Beurteilung des unternehmerischen Erfolges (Bögenhold, Fink, & Kraus, 2009, S. 23). Die Theorie kann als Grundlagenforschung genutzt werden, um eine erfolgreiche Gründung zu lehren, doch wie betrachten die UnternehmerInnen in der Praxis den unternehmerischen Erfolg? Legen sie die gleichen Messstäbe an und verwenden sie die gleichen Kriterien, um über Unternehmensneugründungen und dessen Erfolge zu urteilen, wie es die Theorie vermittelt?
Es stellt sich die Frage, wovon gesprochen wird, wenn „Erfolg“ gemeint ist. Bei der Untersuchung von Unternehmenserfolg treten bereits bei der Definition erste Ungenauigkeiten auf (Schulte, 2004, S. 203). Durch die unterschiedlich angestrebten Ziele, die UnternehmerInnen verfolgen, können Inkonsistenzen bei dem Gebrauch des Erfolgsbegriffes auftreten. Diese müssen im Vorfeld aufgedeckt und beseitigt werden; es braucht eine Begriffsdefinition sowie eine Modellierung der Erfolgsfaktoren, um im Rahmen der Entrepreneurshipforschung über unternehmerischen Erfolg ein Globalurteil fällen zu können (Schulte, 2004, S. 203/204).
1. Einführung in die Fragestellung: Das Kapitel erläutert die Problematik der Erfolgsdefinition in der Gründungsforschung und setzt das Ziel, durch eine qualitative Analyse ein konsistentes Globalurteil über unternehmerischen Erfolg zu ermöglichen.
2. Unternehmensgründung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Gründungsforschung, differenziert zwischen verschiedenen Gründungsformen und erläutert den Gründungsprozess sowie die Notwendigkeit des Gründungsmanagements.
3. Unternehmerischer Erfolg: Es erfolgt eine Aufarbeitung der Forschungslandschaft sowie eine theoretische Herleitung von Erfolgskriterien und erfolgsbestimmenden Faktoren, die als Basis für die empirische Arbeit dienen.
4. Zwischenfazit und Forschungsfragen im Überblick: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse und Definition der zentralen Forschungsfragen für den empirischen Teil der Arbeit.
5. Qualitative Forschung: Interview: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Auswahl der Untersuchungsobjekte und der Durchführung der Experteninterviews zur Gewinnung primärqualitativer Daten.
6. Handlungsempfehlungen: Ableitung von Arbeitshypothesen für zukünftige quantitative Forschungsprojekte sowie Empfehlungen für verschiedene Nutzergruppen im Entrepreneurship-Bereich.
7. Fazit: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Bedeutung der Verknüpfung von Theorie und Praxis für eine erfolgreiche Unternehmensgründung.
Unternehmenserfolg, Neugründung, Gründungsprozess, Erfolgskriterien, Gründungsmanagement, Humankapital, qualitative Forschung, Experteninterviews, Existenzgründung, Erfolgsfaktoren, Unternehmensführung, Zielerreichung, Kundenzufriedenheit, Teamgründung, Gründungsperson.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Messbarkeit des „unternehmerischen Erfolgs“ bei Neugründungen und analysiert, wie verschiedene Erfolgskriterien in der unternehmerischen Praxis kombiniert und bewertet werden.
Die zentralen Themen umfassen die Gründungsforschung, das Gründungsmanagement, die theoretische Operationalisierung von Erfolg sowie die qualitative Untersuchung von Gründerpersönlichkeiten und ihren individuellen Erfolgsmaßstäben.
Das Ziel ist es, Verständnislücken und Inkonsistenzen in der bisherigen Entrepreneurshipforschung zu schließen, um ein umfassendes, praxisnahes Globalurteil über den Erfolg von Unternehmensneugründungen fällen zu können.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz. Es werden Experteninterviews mit Gründern von sieben verschiedenen Unternehmen geführt, um deren individuelle Ansichten und Strategien zur Erfolgsbeurteilung zu erfassen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Unternehmenserfolgs und die Einflussfaktoren (endogen/exogen) dargestellt, gefolgt von einer detaillierten empirischen Auswertung der geführten Interviews und einer Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie unternehmerischer Erfolg, Gründungsprozess, Erfolgsfaktoren, Humankapital, qualitative Forschung und Gründungsmanagement charakterisiert.
Der Arbeit zufolge nimmt die Gründungsperson eine zentrale Rolle ein. Ihre individuellen Fähigkeiten, Qualifikationen und ihre persönliche Zufriedenheit wirken als maßgebliche „Stellschrauben“ für den unternehmerischen Erfolg.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da objektive Daten wie Gewinn oder Umsatz allein oft nicht ausreichen, um die Komplexität einer Gründung abzubilden. Subjektive Kriterien, wie die persönliche Zufriedenheit der Gründer, sind essenziell, um das „Globalurteil“ über den Erfolg in der Praxis zu vervollständigen.
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