Forschungsarbeit, 2010
27 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Basis
2.1. Theologisches Problem der Darstellung
2.2. Rahmenanalyse nach Goffman
2.2.1. Keying
2.2.2. Klammern
2.3. Die Bildinterpretation nach Erwin Panofsky
2.3.1. Die Vor-Ikonographische Beschreibung
2.3.2. Die ,,Ikonographische Analyse"
2.3.2. Die ,,Ikonologische Interpretation"
3. Gottesdarstellung am Beispiel von Christus Imperator
3.1. Bildbeschreibung von Christus Imperator
3.2. Analyse von Christus Imperator
4. Gottesdarstellung am Beispiel Massacio „Die Dreifaltigkeit“
4.1. Bildbeschreibung der „Dreifaltigkeit“
4.2. Analyse der „Dreifaltigkeit“
5. Gottesdarstellung am Beispiel Michelangelos Erschaffung von Adam
5.1. Bildbeschreibung der "Erschaffung Adams"
5.2. Analyse der "Erschaffung Adams"
6. Ergebnisse der Untersuchung
Diese Arbeit untersucht den Umgang der Christenheit mit dem vierten Gebot des Bildnisverbots anhand ausgewählter Gottesdarstellungen, um aufzuzeigen, dass die Deutung dieser religiösen Vorgabe stark von den interpretierenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt.
3.1. Bildbeschreibung von Christus Imperator
In der Cappela Arcivescovile befindet sich im Eingangsatrium diese Ikonographie Christi; der Künstler ist nicht bekannt. Er ist in einer Frontdarstellung in der kaiserlichen Rüstung des oströmischen Reiches dargestellt. In seiner rechten Hand trägt er das Kreuz, in der linken ein Buch mit lateinischer Inschrift und hinter seinem Haupt befindet sich eine kreuzverzierte Aureole.
Er zerdrückt vor einer Felsenlandschaft positioniert mit dem linken Fuß eine Schlange und mit dem Rechten einen Löwen.
Die farbliche Gestaltung ist sehr einseitig gehalten und es dominieren Gold- und Grüntönen. Auffällig ist die großzügige Verwendung von goldfarbenen Mosaiksteinen, die auf Grund ihrer Exklusivität eine Signalwirkung auf den Betrachter haben.
1. Einleitung: Einführung in das Spannungsfeld zwischen dem biblischen Bilderverbot und der tatsächlichen Praxis der Gottesdarstellung in der christlichen Kunst.
2. Theoretische Basis: Darstellung der methodischen Grundlagen durch die Rahmenanalyse nach Goffman sowie die ikonologische Bildinterpretation nach Panofsky.
3. Gottesdarstellung am Beispiel von Christus Imperator: Untersuchung der byzantinischen Mosaikkunst und der dortigen Verknüpfung von religiöser Darstellung und kaiserlichem Machtanspruch.
4. Gottesdarstellung am Beispiel Massacio „Die Dreifaltigkeit“: Analyse der perspektivischen Konstruktion und der humanistischen Züge in der frühen Renaissance.
5. Gottesdarstellung am Beispiel Michelangelos Erschaffung von Adam: Untersuchung der künstlerischen Gestaltung und der sich wandelnden Mensch-Gott-Beziehung im Werk Michelangelos.
6. Ergebnisse der Untersuchung: Fazit über die gesellschaftlich konstruierte Natur von Gottesbildern und deren stetige Reinterpretation.
Gottesdarstellung, Bilderverbot, Ikonographie, Ikonologie, Erving Goffman, Erwin Panofsky, Christus Imperator, Dreifaltigkeit, Erschaffung Adams, Renaissance, Byzanz, Rahmenanalyse, Religion, Kunstgeschichte, christliche Kunst
Die Arbeit untersucht, wie das christliche Bilderverbot in der Kunstgeschichte interpretiert und durch die jeweilige Gesellschaft geformt wurde.
Die Themen umfassen theologische Verbote, soziologische Rahmentheorien und die kunsthistorische Ikonographie.
Es soll geklärt werden, ob die verschiedenen Gottesdarstellungen in einem Widerspruch zum Bilderverbot stehen oder ob ein übergeordneter Rahmen existiert, der diese Deutungen legitimiert.
Der Autor nutzt die Rahmenanalyse von Erving Goffman sowie die dreistufige Bildinterpretation nach Erwin Panofsky.
Der Hauptteil analysiert drei konkrete Beispiele: Christus Imperator, Massacios „Dreifaltigkeit“ und Michelangelos „Erschaffung Adams“.
Die Arbeit fokussiert auf Gottesdarstellung, Ikonographie, Rahmenanalyse, Renaissance, Byzanz und die Bedeutung des gesellschaftlichen Kontextes für die Kunst.
Goffmans Theorie hilft zu verstehen, dass Kunst als Teil eines kommunikativen sozialen Rahmens existiert, der bestimmt, wie wir das Dargestellte als „Gott“ wahrnehmen.
In der Renaissance werden Gottesbilder menschlicher, liebevoller und rücken die Ähnlichkeit zwischen Gott und Mensch stärker in das Zentrum der Darstellung.
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