Examensarbeit, 2007
134 Seiten, Note: 1,0
1. Die Problemstellung
2. Die Einbettung in die Didaktik: Von der Handlungsorientierung zum Konstruktivismus
2.1 Handlungsorientierung
2.2 Berufliche Handlungskompetenz
2.3 Konstruktivismus
3. Die Grundlagen der Fallstudie: Von der Begrifflichkeit zum Problem
3.1 Der Fall
3.2 Die Studie
3.3 Die vielen Bedeutungen des Begriffs Fallstudie
3.3.1 Fallstudie = Empirische Untersuchungsmethode (wissenschaftliche Dimension)
3.3.2 Fallstudie = Didaktische Methode (praktische Dimension)
3.4 Historische Betrachtung der Fallstudie
3.5 Historischer Ursprung der Fallstudiendidaktik
3.5.1 BWL und Kasuistik
3.5.2 Entscheidungstheorien
3.5.3 Reformpädagogik
3.5.4 Situationstheoretischer Ansatz der Didaktik
3.5.5 Emanzipatorische Pädagogik
3.6 Varianten der Fallstudie
3.6.1 Case-Study-Method
3.6.2 Case-Problem-Method
3.6.3 Case-Incident-Method
3.6.4 Stated-Problem-Method
3.6.5 Komplexitätsgrad: „Offene“ und „enge“ Fallstudien
3.7 Kriterien für die Fallstudienkonstruktion
3.7.1 Situative Repräsentation
3.7.2 Wissenschaftliche Repräsentation
3.7.3 Subjektive Bedeutsamkeit
3.7.4 Subjektive Adäquanz (Fasslichkeit)
3.7.5 Handlungsbezug
3.7.6 Anschaulichkeit
3.8 Idealtypischer Unterrichtsverlauf der Fallstudie
3.8.1 Konfrontation
3.8.2 Information
3.8.3 Exploration
3.8.4 Resolution
3.8.5 Disputation
3.8.6 Kollation
3.9 Rolle des Lehrenden
3.10 Argumente für die Fallstudie
3.10.1 Realitätsbezug
3.10.2 Entsprechung der Handlungsorientierung
3.10.3 Entsprechung des Konstruktivismus
3.10.4 Förderung der Handlungskompetenz
3.11 Probleme der Fallstudie
3.11.1 Hoher Anspruch an die Lehrenden bei fehlender Erfahrung
3.11.2 Materialmängel und mangelnde Materialien
3.11.3 Geringe Akzeptanz der Lernenden
3.12 Zusammenfassende Betrachtung der Fallstudie
4. Die Untersuchung: Von der Planung über die Durchführung zu den Ergebnissen
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Untersuchungsinstrument: Schriftliche Befragung
4.3 Allgemeine Aspekte der Fragebogenkonstruktion
4.4 Datenauswertung
4.5 Fragebogen für Lehrende im kaufmännischen Unterricht
4.5.1 Auswahl der Schulen
4.5.2 Ablauf vor Ort
4.5.3 Berufliche Schule des Kreises Segeberg in Norderstedt (BS Norderstedt)
4.5.4 Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Schlankreye (H3)
4.5.5 Maßnahmen zur Rücklaufquotenerhöhung
4.5.6 Spezielle Aspekte der Fragebogenkonstruktion des Lehrendenfragebogens
4.6 Ergebnisse des Lehrendenfragebogens
4.6.1 Rücklaufquote
4.6.2 Allgemeine Daten der Lehrenden
4.6.3 Problembereich: „Hoher Anspruch an die Lehrenden bei fehlender Erfahrung“
4.6.4 Problembereich: „Materialmängel und mangelnde Materialien“
4.6.5 Problembereich: „Geringe Akzeptanz der Lernenden“
4.7 Fragebogen für Studierende der Fachrichtung Diplom Handelslehramt
4.7.1 Auswahl der Studierenden
4.7.2 Ablauf vor Ort
4.7.3 Maßnahmen zur Rücklaufquotenerhöhung
4.7.4 Spezielle Aspekte der Fragebogenkonstruktion des Studentenfragebogens
4.8 Ergebnisse des Studentenfragebogens
4.8.1 Rücklaufquote
4.8.2 Allgemeine Daten der Studierenden
4.8.3 Problembereich: „Hoher Anspruch an die Lehrenden bei fehlender Erfahrung“
4.9 Gütekriterien der Befragungen
4.9.1 Objektivität
4.9.2 Reliabilität
4.9.3 Validität
4.10 Grenzen der Untersuchung
5. Die Abschlussbetrachtung: Von der zusammenfassenden Problembereichsanalyse über Anregungen zur Schlussbemerkung
5.1 Analyse: „Hoher Anspruch an die Lehrenden bei fehlender Erfahrung“
5.1.1 Anregungen: „Hoher Anspruch an die Lehrenden bei fehlender Erfahrung“
5.2 Analyse: „Materialmängel und mangelnde Materialien“
5.2.1 Anregungen: „Materialmängel und mangelnde Materialien“
5.3 Analyse: „Geringe Akzeptanz der Lernenden“
5.3.1 Anregungen: „Geringe Akzeptanz der Lernenden“
5.4 Schlussbemerkung
Die Diplomarbeit analysiert die vorherrschenden Probleme, die den verstärkten Einsatz der Fallstudienmethode im kaufmännischen Unterricht an Berufsschulen verhindern, mit dem Ziel, Barrieren für eine breitere Verbreitung dieser didaktischen Methode aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln.
3.3 Die vielen Bedeutungen des Begriffs Fallstudie
Trotz vieler Publikationen zur Fallstudie besteht kein einheitlicher Begriffsgebrauch: „[...] vielmehr herrscht eine verwirrende Vielfalt: So wird von Fallbericht, Fallanalyse, Fallstudie, Fallmethode, Falldarstellung, Fallgeschichte, Fallbeschreibung u.ä. gesprochen, ohne daß immer genaue Abgrenzungen vorgenommen würden. Desgleichen werden keine klaren Unterschiede zwischen den praktischen und den wissenschaftlichen Dimensionen, die bei der Bearbeitung eines Falls eine Rolle spielen, getroffen.“ (FATKE 1997, S. 58)
Der Versuch, die Bedeutung der Fallstudie über eine Zusammenführung der Begriffe „Fall“ und „Studie“ zu definieren, könnte dementsprechend zu dem Ergebnis führen, dass die Fallstudie der Entwurf eines möglichen Umstandes ist, unter dem etwas geschieht. Die Fallstudie könnte aber ebenso eine wissenschaftliche Darstellung einer zu klärenden Angelegenheit sein. Folglich kann von der Fallstudie in verschiedenen Zusammenhängen gesprochen werden.
1. Die Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Forschungsdefizite bezüglich des Einsatzes von Fallstudien im Wirtschaftsunterricht, wobei die Diskrepanz zwischen der propagierten Wirksamkeit und der tatsächlichen geringen Anwendung im Zentrum steht.
2. Die Einbettung in die Didaktik: Von der Handlungsorientierung zum Konstruktivismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen des handlungsorientierten Unterrichts und des Konstruktivismus dargelegt, die als didaktisches Fundament für die Fallstudienarbeit dienen.
3. Die Grundlagen der Fallstudie: Von der Begrifflichkeit zum Problem: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Fallstudie, beleuchtet deren historische Entwicklung sowie deren Varianten und beschreibt Kriterien für eine effektive Fallstudienkonstruktion sowie den idealtypischen Unterrichtsverlauf.
4. Die Untersuchung: Von der Planung über die Durchführung zu den Ergebnissen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, einschließlich der Befragung von Lehrenden und Studierenden, und präsentiert die erhobenen Daten zu den Problembereichen der Fallstudiendidaktik.
5. Die Abschlussbetrachtung: Von der zusammenfassenden Problembereichsanalyse über Anregungen zur Schlussbemerkung: In diesem abschließenden Teil werden die Ergebnisse analysiert, interpretiert und konkrete Anregungen zur Verbesserung der Fallstudienpraxis sowie der Handelslehrerausbildung unterbreitet.
Fallstudie, Handlungsorientierung, Konstruktivismus, berufliche Handlungskompetenz, Wirtschaftsunterricht, didaktische Methode, Lehr-Lern-Arrangement, Fallstudiendidaktik, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Lehrerbildung, Empirische Untersuchung, Unterrichtsmaterialien, Problembereich, Fallbeispiel.
Die Diplomarbeit untersucht die Gründe für die Diskrepanz zwischen der didaktisch geforderten Nutzung von Fallstudien im kaufmännischen Unterricht und deren tatsächlichem, eher geringem Einsatz in der Schulpraxis.
Zentral sind die didaktische Verortung der Fallstudie, die Fallstudiendidaktik sowie die empirische Erforschung der Probleme, auf die Lehrkräfte bei der Anwendung und Studierende im Rahmen ihrer Ausbildung treffen.
Das Ziel ist die Analyse der Problembereiche (wie fehlende Erfahrung der Lehrenden, Materialmangel und Akzeptanzprobleme bei Lernenden), um Anregungen für eine stärkere Verbreitung der Fallstudie im Unterricht zu liefern.
Es wurde ein empirisch-quantitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer schriftlichen Befragung von Lehrenden an Berufsschulen und angehenden Diplom-Handelslehrern an der Universität Hamburg basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Klärung der Fallstudien-Begrifflichkeit, die Darstellung der didaktischen Prinzipien und Kriterien sowie die Auswertung der durchgeführten Fragebogenuntersuchungen.
Wichtige Begriffe sind Fallstudie, berufliche Handlungskompetenz, didaktische Methode, Konstruktivismus und Handlungsorientierung.
Die Arbeit betont, dass Fallbeispiele oft nur zur Illustration von Gesetzmäßigkeiten dienen, während Fallstudien als komplexe, handlungsorientierte Lehr-Lern-Arrangements zur Entwicklung von Problemlösekompetenz konzipiert sind.
Die Autorin stellt fest, dass Fallstudien im Diplom-Handelslehramtstudium nur unzureichend behandelt werden, was dazu führt, dass angehende Lehrkräfte kaum Methodenkenntnisse erwerben, um diese komplexen Arrangements später sicher im Unterricht einzusetzen.
Die Untersuchung zeigt, dass der Zeitaufwand für Fallstudien als hoch wahrgenommen wird, was insbesondere in Prüfungsvorbereitungsphasen dazu führt, dass der auf Faktenwissen fokussierte Unterricht bevorzugt wird.
Die Arbeit empfiehlt eine stärkere Verankerung der Fallstudienmethodik im Studium und Referendariat, den Ausbau von Fortbildungsangeboten sowie die Schaffung von Tauschbörsen für qualitativ hochwertige Fallstudienmaterialien.
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