Magisterarbeit, 1998
101 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG – DAS ZIEL DIESER ARBEIT
2. DIE HANDLUNG DER TRILOGIE
BACK TO THE FUTURE I
BACK TO THE FUTURE II
BACK TO THE FUTURE III
3. DIE ZEITREISE ALS SUBGENRE DER SCIENCE FICTION – URSPRÜNGE, GRUNDREGELN UND THEMEN
4. DIE WERTE EINER NATION – DIE AMERIKANISCHE IDEOLOGIE
5. DER HISTORISCHE KONTEXT DER TRILOGIE – DIE ÄRA REAGAN
6. DIE PROPAGIERUNG DER AUSGESUCHTEN WERTE IN DER TRILOGIE
6.1. BACK TO THE FUTURE I: “IF YOU PUT YOUR MIND TO IT, YOU CAN ACCOMPLISH ANYTHING”
6.2. BACK TO THE FUTURE II: “WAS WÄRE, WENN DAS JEDER TÄTE”
6.3. BACK TO THE FUTURE III: “YOUR FUTURE IS WHATEVER YOU MAKE IT”
7. ZUSAMMENFASSUNG: DIE ZEITREISE ALS TRÄGER DES SPANNUNGSBOGENS – DIE FUNKTIONEN VON KONTINUITÄT UND WANDEL IN DER TRILOGIE
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Erfolg der Filmtrilogie Back to the Future auf eine Spiegelung des Zeitgeistes der 1980er Jahre zurückzuführen ist. Dabei wird analysiert, wie die Trilogie das Motiv der Zeitreise nutzt, um das von Präsident Reagan proklamierte „national renewal“ durch eine Rückbesinnung auf die amerikanische Geschichte zu exemplifizieren und die Ideologie dieser Dekade mittels der Darstellung von Kontinuität und Wandel zentraler Werte zu reflektieren.
Die Zeitreise als Subgenre der Science fiction – Ursprünge, Grundregeln und Themen
Die Idee, sich in andere Epochen zu begeben (und dort in das Geschehen einzugreifen), steht in einer langen Denktradition, denn sie stützt sich auf zwei archetypische Motive: Die Reise und der Traum von anderen, meist früheren Zeitaltern gehören zu den ältesten Themen überhaupt. Viele klassische Epen erzählen von Heldentaten vergangener Jahrhunderte, beschreiben Götterwelten und berichten über die Abstammung von Geschlechtern. Beispiele sind Ilias und Odyssee, die nordischen und germanischen Sagen, die Geschichten um Artus und die Ritter der Tafelrunde, die Legenden um Robin Hood und auch die Bibel. Gemein ist diesen Erzählungen der »Blick zurück« auf ein kulturelles und religiöses Erbe. Oft entstanden sie durch Vermischen von Historie und Dichtung. (Selbst in Shakespeares History Plays verschmelzen Authentizität und Fiktion.) Nicht selten beinhalten sie die Vorstellung eines Goldenen Zeitalters (Camelot, der Garten Eden), in dem die mythischen Figuren gewirkt haben sollen und auf das man voll Nostalgie zurückschaut. Auch handeln viele Erzählungen von Reisen in Sehnsuchtswelten, die auf keiner Karte zu finden sind aber in ein Zeitalter von Unschuld und Sorglosigkeit zurückzuführen scheinen: ob Alice in Wonderland, das Schlaraffenland oder die Inseln der Glückseligkeit.
1. EINLEITUNG – DAS ZIEL DIESER ARBEIT: Hinführung zum Thema, Darstellung des Erfolgs der Filmtrilogie und Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Spiegelung des Zeitgeistes der 80er Jahre.
2. DIE HANDLUNG DER TRILOGIE: Detaillierte Zusammenfassung der inhaltlichen Handlungsstränge von Teil I, II und III der Trilogie.
3. DIE ZEITREISE ALS SUBGENRE DER SCIENCE FICTION – URSPRÜNGE, GRUNDREGELN UND THEMEN: Untersuchung der historischen und literarischen Wurzeln des Zeitreise-Motivs sowie dessen wissenschaftlicher und pseudo-wissenschaftlicher Kontextualisierung.
4. DIE WERTE EINER NATION – DIE AMERIKANISCHE IDEOLOGIE: Herleitung der amerikanischen Ideologie aus dem Zusammenspiel von Protestantismus, Kalvinismus und Aufklärung unter besonderer Berücksichtigung von Individualismus und Wettbewerb.
5. DER HISTORISCHE KONTEXT DER TRILOGIE – DIE ÄRA REAGAN: Analyse des politisch-historischen Hintergrunds der 80er Jahre und dessen Einfluss auf die amerikanische Gesellschaft.
6. DIE PROPAGIERUNG DER AUSGESUCHTEN WERTE IN DER TRILOGIE: Untersuchung der drei ausgewählten Werte (Familie, Wohlstand, Fortschritt) in den drei Einzelfilmen.
7. ZUSAMMENFASSUNG: DIE ZEITREISE ALS TRÄGER DES SPANNUNGSBOGENS – DIE FUNKTIONEN VON KONTINUITÄT UND WANDEL IN DER TRILOGIE: Synthese der Ergebnisse zur Funktion der Zeitreise als Instrument zur ideologischen Konditionierung und Spiegelung gesellschaftlicher Werte.
Back to the Future, Zeitreise, Reagan-Ära, amerikanische Ideologie, Familie, materieller Wohlstand, technologischer Fortschritt, Science Fiction, Popkultur, national renewal, Manifest Destiny, Kontinuität, Wandel, Ideologie, 80er Jahre.
Die Arbeit untersucht die Back to the Future-Trilogie als populärkulturelles Medium, das den Zeitgeist der 1980er Jahre unter der Präsidentschaft Ronald Reagans reflektiert und ideologische Werte vermittelt.
Zentrale Felder sind die US-amerikanische Ideologie (Religion, Individualismus, Marktwirtschaft), das historisch-politische Klima der Reagan-Ära und die mediale Inszenierung dieser Werte in Hollywood-Produktionen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Trilogie durch das Motiv der Zeitreise die amerikanische Geschichte und Ideologie nutzt, um Kontinuität und Wandel zentraler Werte in einer Weise zu propagieren, die den gesellschaftlichen Konsens in den 80er Jahren stärkte.
Die Autorin kombiniert kulturwissenschaftliche Filmanalyse mit historisch-politischer Kontextualisierung, wobei sie auf Theorien zur amerikanischen Identität (z.B. nach Peter Lösche) und medientheoretische Ansätze (z.B. Louis Althusser) zurückgreift.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Zeitreise-Motivs und des amerikanischen Wertesystems sowie in eine spezifische Filmanalyse der drei Teile der Trilogie hinsichtlich ihrer Ideologie-Vermittlung.
Wichtige Begriffe sind American Dream, Manifest Destiny, Reaganomics, Individualismus und Nostalgie.
Die Familie wird als zentraler „Ideological State Apparatus“ identifiziert, in dem nationale Werte von einer Generation zur nächsten weitergegeben und ideologisch überhöht werden.
Die Zeitmaschine dient nicht nur als Handlungsträger, sondern als gedankliches Konstrukt, das es den Charakteren erlaubt, „Fehler“ in der Vergangenheit zu korrigieren und somit den Erfolg des amerikanischen Individuums im Sinne der nationalen Ideologie zu legitimieren.
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