Bachelorarbeit, 2010
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Nachhaltige Entwicklung
2.1. Ursprung und Geschichte
2.1.1. Die Umweltkonferenz der Vereinten Nationen
2.1.2. Der Brundtland-Bericht
2.1.3. Der Rio-Folgeprozess
2.2. Definition von nachhaltiger Entwicklung
2.3. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.3.1. Ökonomische Nachhaltigkeit
2.3.2. Ökologische Nachhaltigkeit
2.3.3. Soziale Nachhaltigkeit
2.4. Starke und schwache Nachhaltigkeit
2.5. Indikatoren und Zielwerte für Nachhaltige Entwicklung in großen Unternehmen
2.6. Nachhaltigkeit als Basis für CSR
3. Corporate Social Responsibility
3.1. Historische Ursprünge
3.2. Definition von Corporate Social Responsibility
3.2.1. Corporate Citizenship
3.3. Die Beziehung von CSR und CC zu nachhaltiger Entwicklung
3.4. Das Stakeholder-Modell
3.5. Standards und Richtlinien
3.5.1. OECD -Richtlinien für multinationale Unternehmen
3.5.2. UN-Global Compact
3.5.3. Global Reporting Initiative
3.5.4. ISO-Standards
4. BP plc – Beyond Petroleum?
4.1. Geschichte des Unternehmens
4.2. Unternehmenswerte und Strategie
4.3. Nachhaltigkeitsberichterstattung bei BP
4.3.1. Sicherheit
4.3.2. Umwelt
4.3.3. Mitarbeiter
4.4. Besondere Umstände am Golf von Mexiko
4.5. Corporate Social Responsibility bei BP
4.5.1. Förderung der Gleichberechtigung: „India: Educate a girl, educate a family”
4.5.2. Finanzielle Unterstützung: “Supporting communities with micro-credits”
4.5.3. Bildung
4.5.4. Umwelt: “Reusing waste in Brazil“
4.5.5. Menschenrechte
5. Genaue Betrachtung der subjektiven Auskünfte von BP
5.1. Einfluss der Stakeholder
6. Bewertung
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Konzept der nachhaltigen Entwicklung als Grundlage für Corporate Social Responsibility (CSR) und bewertet dessen Umsetzung anhand des Ölkonzerns BP. Das Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsbemühungen von BP kritisch zu analysieren, die Effektivität von CSR-Maßnahmen vor dem Hintergrund der Unternehmenspraxis zu hinterfragen und zu prüfen, ob die gewählten Ansätze den Anforderungen an eine echte nachhaltige Entwicklung gerecht werden.
4.3.2. Umwelt
Seit 2005 investierte BP vier Billionen USD in erneuerbare Energien. Ziel ist es bis 2015 weitere acht Billionen USD zu investieren. In den USA betreibt das Unternehmen heute mehrere Windparks, die 1.237 Megawatt produzieren. Ein weiteres neues Geschäftsfeld ist die Solarenergie. BP stellt Solarsysteme her und vermarktet diese. So befindet sich eine dieser Anlagen beispielsweise auf dem Münchner Flughafen. Nach eigenen Angaben wurde dies durch die Politik der BRD begünstigt und subventioniert. Des Weiteren stellt das Unternehmen Biokraftstoffe her (BP plc, 2010h, S. 17-19).
Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Indikatoren anhand derer BP den Nachhaltigkeitserfolg beim Thema Umwelt misst.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Nachhaltigkeit und CSR für Konzerne ein und definiert das Ziel, die Maßnahmen von BP sowie das Prinzip CSR kritisch zu bewerten.
2. Nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung, stellt das Drei-Säulen-Modell vor und differenziert zwischen starker und schwacher Nachhaltigkeit.
3. Corporate Social Responsibility: Es werden die historischen Ursprünge und Definitionen von CSR beleuchtet, das Stakeholder-Modell eingeführt sowie internationale Standards wie der Global Compact und die GRI vorgestellt.
4. BP plc – Beyond Petroleum?: Dieses Hauptkapitel bietet eine Unternehmensvorstellung, analysiert die Nachhaltigkeitsberichterstattung von BP, diskutiert das Unglück am Golf von Mexiko und stellt exemplarisch soziale CSR-Initiativen vor.
5. Genaue Betrachtung der subjektiven Auskünfte von BP: Das Kapitel hinterfragt die Eigendarstellung des Konzerns und analysiert den Einfluss verschiedener Stakeholder auf die strategische Ausrichtung und das Handeln des Unternehmens.
6. Bewertung: Hier erfolgt die kritische Synthese, in der die CSR-Aktivitäten von BP vor dem Hintergrund der verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen und der realen Unternehmenspraxis bewertet werden.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass BP zwar bemüht ist, die praktizierte Nachhaltigkeit jedoch aufgrund der Auswirkungen des Kerngeschäfts und der Ereignisse am Golf von Mexiko mangelhaft bleibt.
Nachhaltige Entwicklung, Corporate Social Responsibility, CSR, BP, Beyond Petroleum, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Stakeholder-Modell, Global Reporting Initiative, Global Compact, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Verantwortung, Deepwater Horizon, Umweltindikatoren, Unternehmensethik, Umweltschutz
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von nachhaltiger Entwicklung und dem Prinzip Corporate Social Responsibility (CSR) und untersucht diese anhand einer Fallstudie über den Ölkonzern BP.
Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung nachhaltiger Entwicklung, die Anwendung von CSR-Standards, die Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die kritische Prüfung der Unternehmenspraxis eines globalen Energiekonzerns.
Das Ziel ist die Bewertung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen von BP sowie die Beantwortung der Frage, ob ein Ölkonzern unter den gegebenen Voraussetzungen wirklich nachhaltig agieren kann.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse und eine fallstudienbasierte Untersuchung, bei der publizierte Unternehmensberichte, Richtlinien und externe Studien kritisch analysiert werden.
Der Hauptteil umfasst die historischen Grundlagen, die CSR-Konzepte, die detaillierte Vorstellung der BP-Strategie sowie die Analyse von Sicherheits-, Umwelt- und Sozialindikatoren und spezifischer Fallbeispiele wie der Deepwater-Horizon-Katastrophe.
Wichtige Begriffe sind CSR, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Stakeholder-Modell, Umweltindikatoren und Unternehmensverantwortung.
Das Unglück wird als Indiz dafür gewertet, dass das Sicherheitskonzept von BP Lücken aufweist und die CSR-Bemühungen bei einer schweren Krise hinter den wirtschaftlichen Interessen zurückstehen, was den Anspruch „Beyond Petroleum“ infrage stellt.
Die Autorin stellt fest, dass Stakeholder einen bedeutenden Einfluss ausüben, der sowohl zu positiven Engagements (z.B. Mikrokredite in Trinidad) als auch zu negativen Abhängigkeiten (z.B. politischer Einfluss in den USA) führen kann.
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