Examensarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Das Leben von Agnes Gonxha Bojaxhiu – Mutter Teresa
3. Die Berufung
4. Auf den Spuren Jesu Christi, „unterwegs im Dienste der Liebe“
5. Die Missionarinnen der Nächstenliebe
5.1 Die Schwesternausbildung
5.2 Würdiges Sterben – Das Hospiz Nirmal Hriday
5.3 Sorge um die Verstoßenen und Verwaisten – Die Kinderheime
6. Nächstenliebe oder Eigennutzen? Lob und Kritik an Mutter Teresas Lebenseinstellung
7. „Mutter ist tot!“ Nicht die ganze Welt, aber ganz Indien trauert um ihre „Handfeste Heilige.“
8. Die Seligsprechung des „Engel der Armen“
9 Lady Diana Spencer, „The Princess of Wales“ Der Lebenslauf
10. Vom Landmädchen zur „Königin der Herzen“
10.1 „Ich war krank, und ihr habt mich besucht“ [Mt,25, 36], Dianas Engagement für die Armen und Kranken
11. Die Welt trägt schwarz – ungeahnte Gefühlsausbrüche und Trauer um Diana
12. Dianas Tod – Der Aufstieg vom Popstar zur Heiligen
13. Fazit
14. Nachtrag
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des modernen Personenkults, der sich nach dem Tod von Mutter Teresa und Prinzessin Diana entwickelte. Dabei wird analysiert, inwiefern die öffentliche Verehrung religiöse Züge annimmt, welche Rolle die modernen Medien bei der Stilisierung zu "Heiligen" spielen und ob diese Verehrung angesichts der Lebensleistungen der beiden Frauen gerechtfertigt ist.
4. Auf den Spuren Jesu Christi, „unterwegs im Dienste der Liebe“
„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Joh 13,34-35)
Wie viel glücklicher wären wir, wenn alle Menschen dies in ihrem Leben anwenden würden? In der schnelllebigen Konsumwelt des 20. und 21. Jahrhunderts hat das Wort Liebe jedoch vielfach die eigentliche Bedeutung verloren. Unter „Liebe schenken“ verstehen viele nicht mehr das Schenken von Gefühlen an eine Person, die das Herz berühren und Kraft geben in schwierigen Lebenslagen und Situationen, sondern vielmehr materielle Dinge, die einem das Leben versüßen. Große Geschenke, wie ein Auto zum Geburtstag beispielsweise, von den Eltern geschenkt, wird von vielen Jugendlichen und Erwachsenen als Zeichen der Zuneigung, ja als ein Liebesbeweis von den Eltern verstanden. Die Größe des Geschenkes scheint also heutzutage zum Teil die Liebe und Zuneigung zu einer Person zu beschreiben.
Liebe schenken, das war es, was Mutter Teresa wollte! Aber nicht indem sie den Armen und Ausgestoßenen Kalkuttas Geld schenkte oder andere materielle Dinge, sondern indem sie sich gerade um die kümmerte und sorgte, die wirklich Liebe, Zuneigung und Unterstützung in Form von aufmunternden Worten brauchten, weil materielle Dinge ihr Leben nicht mehr gerettet oder versüßt hätten. Es waren die Sterbenden der Stadt Kalkutta um die sich sonst keiner mehr gekümmert hat, für die es nicht einmal eine Möglichkeit gab würdig zu sterben. Sie lagen Mutter Teresa am meisten am Herzen. „Um Hunde und Katzen kümmert man sich mehr als um seine Mitmenschen!“, beklagte sich Mutter Teresa voller Empörung, als sie eines Tages unweit eines Krankenhauses einen Sterbenden auf der Straße liegen sah. Nachdem Mutter Teresa zu diesem Mitmenschen, nach ihrer Bemühung um einen Krankenhausplatz und erbettelten Arzneimitteln zurückkehrte, dieser jedoch in der Zwischenzeit schon verstorben war, reifte in ihr der Plan für die Errichtung eines Heims für Sterbende in Kalighat.
1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Heiligenverehrung und Vorstellung der beiden zentralen Akteurinnen Mutter Teresa und Lady Diana.
2. Das Leben von Agnes Gonxha Bojaxhiu – Mutter Teresa: Biografischer Abriss über die Herkunft, den Klostereintritt und den Weg der Mutter Teresa zur Ordensgründerin.
3. Die Berufung: Schilderung des spirituellen Erweckungserlebnisses von Mutter Teresa auf der Fahrt nach Darjeeling und ihr Entschluss zur Arbeit in den Slums.
4. Auf den Spuren Jesu Christi, „unterwegs im Dienste der Liebe“: Erläuterung des christlichen Liebesverständnisses und der konkreten Arbeit von Mutter Teresa für die Ärmsten der Armen.
5. Die Missionarinnen der Nächstenliebe: Darstellung des von ihr gegründeten Ordens und dessen weltweiter Ausbreitung.
5.1 Die Schwesternausbildung: Beschreibung der Ausbildungsinhalte und des täglichen Lebens im Orden, geprägt durch Armut und Demut.
5.2 Würdiges Sterben – Das Hospiz Nirmal Hriday: Fokus auf das erste große Projekt Mutter Teresas: die Einrichtung eines Heims für Sterbende in Kalkutta.
5.3 Sorge um die Verstoßenen und Verwaisten – Die Kinderheime: Behandlung des Engagements von Mutter Teresa für Kinder und ledige Mütter.
6. Nächstenliebe oder Eigennutzen? Lob und Kritik an Mutter Teresas Lebenseinstellung: Auseinandersetzung mit der medialen Rezeption, dem Erfolg und den Vorwürfen gegenüber Mutter Teresas Arbeitsweise.
7. „Mutter ist tot!“ Nicht die ganze Welt, aber ganz Indien trauert um ihre „Handfeste Heilige.“: Vergleich der unterschiedlichen öffentlichen Wahrnehmung des Todes von Mutter Teresa im Gegensatz zu Lady Diana.
8. Die Seligsprechung des „Engel der Armen“: Dokumentation des Verfahrens zur Seligsprechung Mutter Teresas und die Rolle der Wundererzählungen.
9 Lady Diana Spencer, „The Princess of Wales“ Der Lebenslauf: Biografischer Überblick über das Leben von Lady Diana von ihrer Kindheit bis zur Heirat mit Prinz Charles.
10. Vom Landmädchen zur „Königin der Herzen“: Analyse des Bildes von Diana als moderne Märchenfigur und ihrer Rolle in der Öffentlichkeit.
10.1 „Ich war krank, und ihr habt mich besucht“ [Mt,25, 36], Dianas Engagement für die Armen und Kranken: Untersuchung von Dianas wohltätigem Einsatz und ihrer Beziehung zu Bedürftigen.
11. Die Welt trägt schwarz – ungeahnte Gefühlsausbrüche und Trauer um Diana: Darstellung der weltweiten Trauer und der Entstehung eines Diana-Kults nach ihrem Tod.
12. Dianas Tod – Der Aufstieg vom Popstar zur Heiligen: Analyse der Transformation Dianas vom Medienstar zur religiös verehrten Figur.
13. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Frage, ob Mutter Teresa oder Lady Diana als Heilige nach christlichem Verständnis betrachtet werden können.
14. Nachtrag: Ergänzende Beobachtungen über Diana als Reliquienobjekt und neue Aspekte in der Betrachtung Mutter Teresas durch die Veröffentlichung privater Briefe.
Mutter Teresa, Lady Diana, Heiligsprechung, Seligsprechung, Nächstenliebe, Medienkultur, Personenkult, Wohltätigkeit, Trauerkultur, Religion, Armenpflege, Idol, Märtyrium, Reliquienverehrung, christliche Ethik.
Die Arbeit untersucht den modernen Personenkult um Mutter Teresa und Lady Diana und stellt die Frage, inwieweit beide Frauen als Heilige verehrt werden und ob diese Verehrung berechtigt ist.
Die Themenfelder umfassen religiöse Heiligenverehrung, mediale Inszenierung von Prominenten, die Rolle des Wohltätigkeitsengagements und die Psychologie von Massentrauer und Idolkult.
Das Ziel ist ein kritischer Vergleich der Lebenswege und des sozialen Engagements beider Frauen, um zu analysieren, wie gesellschaftliche Bedürfnisse zur Stilisierung von Ikonen führen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von zeitgenössischen Zeitungsartikeln, Biografien und dokumentierten Berichten, um die mediale Wahrnehmung und die Lebensrealität der Personen gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in biografische Kapitel über Mutter Teresa und Lady Diana, Analysen ihres Wohltätigkeitsengagements sowie eine detaillierte Untersuchung ihres Todes und der darauf folgenden Trauerprozesse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Heiligenverehrung, Medienkultur, Personenkult, Wohltätigkeit und öffentliche Wahrnehmung charakterisieren.
Die Arbeit zeigt auf, dass Medien durch Zuspitzungen und emotionale Inszenierung – etwa bei Diana als "Märchenprinzessin" oder "Heilige der Frauen" – ein Bild erschufen, das oft stark von der gelebten Realität abwich.
Die Kritik entzündet sich an ihrer extrem konservativen Haltung, etwa in Fragen der Empfängnisverhütung, der Intransparenz der Spendeneinnahmen und der vermeintlichen Mängel in der medizinischen Versorgung ihrer Einrichtungen.
Der Diana-Kult zeichnet sich durch eine beispiellose Massenhysterie aus, die religiöse Züge annahm, einschließlich visionärer Erlebnisse und der Verehrung von Gedenkorten als Wallfahrtsstätten.
Ja, die Arbeit identifiziert in der Trauer um beide Frauen Elemente der Reliquienverehrung, die Suche nach Identifikationsfiguren und die Transformation der Verstorbenen in Ikonen, die in der populärkulturellen Wahrnehmung "heilig" gesprochen wurden.
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