Bachelorarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Die Kurzgeschichte
2.2 Der Episodenfilm
2.3 Weibliches Schreiben und weibliche Filmsprache
3. Doris Dörrie: Bin ich schön?
3.1 Die Ironikerin
3.2 Von der Kurzgeschichte zum Film
4. Fazit
5. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Vorlage von Doris Dörries Film „Bin ich schön?“ und analysiert die Umsetzung der Kurzgeschichten in die Filmsprache. Dabei liegt der Fokus auf der inhaltlichen Auseinandersetzung und der literaturwissenschaftlichen Betrachtung der filmischen Erzählstruktur sowie der geschlechtsspezifischen Ästhetik.
3.1 Die Ironikerin
Doris Dörrie arbeitet seit jeher mit dem Ehrgeiz, Filme über Deutschland drehen zu wollen. Betrachtet man ihre früheren Werke wie Geld oder Paradies, so könnte man ihr vorwerfen, dass sie im Gegensatz zu ihrem großen Erfolg Männer nicht nah genug an ihre Figuren herankommt, um wirklich von ihnen und ihren inneren Vorgängen erzählen zu können und stattdessen in Oberflächlichkeiten stecken bleibt, weil sie nicht wagt, die über den Blick ins Innere eines Einzelnen hinausgehende Sicht auf die Gesellschaft aus den Augen zu verlieren. Sie arbeitet jedoch hochgradig analytisch und beobachtet genau.
Dörrie trifft mit ihren Verfilmungen den Nerv Deutschlands, weil sie Komödien dreht. „Denn es gibt kein Publikum für deutsche Actionfilme, weder in Deutschland noch anderswo. Es gibt nur ein Publikum, das Actionfilme sehen will, egal woher und am liebsten aus Hollywood.“ Komödien aber sind „billig, leicht zu stricken und bei den Gremien beliebt, und sie sehen aus wie das Leben, insofern es die schlechten Illustrierten imitiert“ und gängige Klischees auf immer wieder neue Weise bedient werden. Und Komik entsteht bei Dörrie ganz einfach, zu sehen z.B. an ihrem Erfolgsfilm Männer aus den 1980er Jahren (1986): Wenn Julius an seinem zwölften Hochzeitstag erfährt, dass seine Frau einen Liebhaber hat, er dem Liebhaber Stefan nachjagt und sich schließlich bei diesem einnistet, um herauszufinden, was dieser hat, das er nicht hat und Stefan zum Yuppie umerzieht, ist viel Raum für Komik gegeben.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Figuren- und Beziehungsgeflecht der Literaturverfilmung „Bin ich schön?“ ein und beleuchtet den Entstehungskontext des Films.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Gattung der Kurzgeschichte und das Konzept des Episodenfilms, bevor es sich dem weiblichen Schreiben widmet.
2.1 Die Kurzgeschichte: Hier werden formale und inhaltliche Kriterien der Kurzgeschichte erörtert, insbesondere deren Offenheit und die Funktion als literarische Form.
2.2 Der Episodenfilm: Dieser Abschnitt untersucht die Genre-Theorie und die Besonderheiten des Episodenfilms als lose verstrickte Sammlung von Geschichten.
2.3 Weibliches Schreiben und weibliche Filmsprache: Die Autorin diskutiert hier die Spezifika von durch Frauen verfasster Literatur und die daraus resultierende Ästhetik im Film.
3. Doris Dörrie: Bin ich schön?: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen mit der konkreten Analyse des behandelten Werkes von Doris Dörrie.
3.1 Die Ironikerin: Hier wird der Stil der Regisseurin analysiert, insbesondere ihr Einsatz von Ironie und schwarzem Humor zur Darstellung menschlicher Beziehungen.
3.2 Von der Kurzgeschichte zum Film: Dieser Teil betrachtet die Adaption der elf zugrundeliegenden Kurzgeschichten und die Veränderung der Erzählstränge für den Film.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung der szenischen Anlage der Vorlagen für die filmische Adaption hervor.
5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Doris Dörrie, Bin ich schön?, Kurzgeschichte, Episodenfilm, Literaturverfilmung, Weibliches Schreiben, Ironie, Sehnsucht, Identität, Filmsprache, Adaption, Erzählstruktur, Subversivität, Alltagsleben, Entfremdung.
Die Arbeit analysiert das Verhältnis der Literaturverfilmung „Bin ich schön?“ von Doris Dörrie zu den zugrundeliegenden Kurzgeschichten und untersucht, wie literarische Stoffe in eine filmische Sprache übersetzt werden.
Die Arbeit behandelt Themen wie die Gattungsbestimmung der Kurzgeschichte, die filmische Erzählweise in Episodenfilmen, das Konzept des weiblichen Schreibens und die Darstellung von Identitätssuche und Sehnsucht im Film.
Ziel ist es, die ästhetische und inhaltliche Umsetzung der literarischen Vorlagen in den Film zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Dörrie durch eine spezifische Montage von Erzählungen und den Einsatz von Ironie ein komplexes Gesellschaftsbild entwirft.
Die Analyse folgt einem hermeneutischen Ansatz der Literaturwissenschaft, der sowohl den Film als auch die Kurzgeschichten als literarische Texte auffasst und ihr Sinnverstehen in den Vordergrund stellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kurzgeschichte, Episodenfilm, weibliches Schreiben) sowie eine detaillierte film- und literaturbasierte Analyse des Films „Bin ich schön?“.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Literaturverfilmung, Erzählstruktur, weibliches Schreiben, Ironie und Episodenfilm charakterisieren.
Die „Semana Santa“ dient im Film als Hauptereignis der Spanienhandlung, das alle Figuren zusammenführt, und fungiert zugleich als Mittel zur persönlichen Trauerarbeit der Regisseurin.
Spanien steht im Film als Bild des „Südens“ für die Sehnsucht der Figuren, dem rationalen, deutschen Alltag zu entfliehen und ein „wahres Leben“ zu führen oder eine andere Identität anzunehmen.
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