Bachelorarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 1,8
Die Arbeit analysiert die Post-Development-These im Kontext der Entwicklungshilfe. Sie untersucht, ob Post-Development Ansätze ein revolutionierendes Konzept der Entwicklungshilfe darstellen oder lediglich eine Wunschvorstellung bleiben.
Die Einleitung führt in die Thematik der Entwicklungshilfe und die Post-Development-These ein. Kapitel II definiert den Begriff „Entwicklung“ und erläutert seine normativen Aspekte. Kapitel III gibt einen Überblick über die Geschichte der Entwicklungstheorien, wobei die Modernisierungstheorien und Dependenztheorien sowie die „verlorene Entwicklungsdekade“ und alternative Ansätze im Fokus stehen. Kapitel IV stellt die wichtigsten Thesen der Post-Development-Ansätze vor, unter anderem die Ablehnung des konventionellen Entwicklungsparadigmas, die Dekonstruktion des Begriffs „Hilfe“ und die Suche nach Alternativen zur Entwicklung. Es beleuchtet den Einfluss des Poststrukturalismus und der Diskursanalyse nach Foucault auf Post-Development. Kapitel V analysiert kritisch die Post-Development-Thesen. Es werden Argumente pro und contra Post-Development diskutiert. Kapitel VI fasst die Kernaussagen der Arbeit zusammen. Kapitel VII untersucht die praktische Relevanz der Post-Development-Ansätze anhand von Beispielen aus der Praxis. Es werden Initiativen aus der Bevölkerung wie die „Zapatistas“ und Entwicklungshilfeprojekte wie das „Community project Jagna“ und das „EGS Netzwerk“ vorgestellt. Das Fazit bewertet abschließend die Relevanz der Post-Development-Thesen und die Frage, ob Post-Development ein revolutionierendes Konzept der Entwicklungshilfe darstellt.
Post-Development, Entwicklungshilfe, Entwicklungstheorien, Modernisierung, Dependenz, alternative Entwicklung, Diskursanalyse, Foucault, Armut, Hunger, Hybridisierung, Graswurzelbewegungen, „homo comunis“, Gemeinschaftswirtschaft, Jagna, EGS, Dekonstruktion.
Post-Development lehnt das konventionelle Entwicklungsparadigma ab und dekonstruiert "Entwicklung" als einen westlich geprägten Diskurs, der die "Dritte Welt" künstlich erschafft.
Trotz jahrzehntelanger Hilfe und Milliardeninvestitionen ist die Zahl der Armen weltweit nicht gesunken; Kritiker sehen darin oft eine Förderung kapitalistischer Strukturen statt echter Hilfe.
Foucaults Diskursanalyse dient als methodische Grundlage, um zu zeigen, wie Machtverhältnisse durch Sprache und Expertenwissen im Entwicklungssektor zementiert werden.
Ja, die Arbeit nennt unter anderem den Aufstand der Zapatistas in Mexiko und das Community-Projekt Jagna als Beispiele für indigene Basisbewegungen.
Der "homo comunis" steht im Gegensatz zum "homo oeconomicus" und beschreibt Menschen, die in Gemeinschaftswirtschaften und lokalen Netzwerken statt im globalen Kapitalismus agieren.
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