Bachelorarbeit, 2010
39 Seiten, Note: 1,7
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus als eine Disziplinargesellschaft im Sinne des Foucaultschen Disziplinbegriffs betrachtet werden kann. Dabei wird der Fokus auf die Analyse der Machtstrukturen und die Funktionsweise der Disziplin in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gelegt. Der Autor untersucht, inwieweit die Konzepte von Disziplin und Disziplinargesellschaft nach Foucault eine Erklärung für die verbreitete Gewalt und die verbreitete Unterordnung in der NS-Zeit bieten können.
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar und erklärt die Diskrepanz zwischen Rationalität und irrationaler Gewalt im Nationalsozialismus. Das zweite Kapitel erläutert den Foucaultschen Disziplinbegriff im Detail, wobei auf seine historische Entwicklung und seine Funktionsweise als Macht- und Herrschaftsform eingegangen wird. Das dritte Kapitel untersucht die Anwendung des Disziplinbegriffs auf den Nationalsozialismus, wobei auf verschiedene Bereiche wie Schule, Hitlerjugend und die Wehrmacht eingegangen wird. Das vierte Kapitel widmet sich der Analyse des Konzentrationslagers als spezifische Form der Disziplinarinstitution, die durch ihre Perversion des Disziplinbegriffs gekennzeichnet ist. Das fünfte Kapitel untersucht die deutsche Gesellschaft in der NS-Zeit als Disziplinargesellschaft im Sinne Foucaults.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Disziplin, Disziplinargesellschaft, Macht, Gewalt, Nationalsozialismus, Propaganda, Manipulation, Schule, Hitlerjugend, Wehrmacht, Konzentrationslager, Foucault.
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch und analysiert, inwieweit Foucaults Konzepte von Disziplinarmacht auf die Strukturen des Nationalsozialismus anwendbar sind.
Es ist ein Prinzip der Überwachung, bei dem Individuen das Gefühl haben, ständig beobachtet zu werden, was zur Selbstdisziplinierung führt.
Diese Institutionen fungierten als Disziplinarinstanzen, die durch die Kontrolle der Tätigkeit und die Organisation von Entwicklungen den „gelehrigen Körper“ formen sollten.
Während das Gefängnis auf „Besserung“ zielt, stellt das Konzentrationslager eine Perversion des Disziplinbegriffs dar, bei der irrationale Gewalt und Vernichtung im Vordergrund stehen.
Propaganda allein reicht laut Text nicht aus; erst durch das Eindringen der Ideologie in alle sozialen Felder und Machtgefüge entstand die totale Disziplinargesellschaft.
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