Magisterarbeit, 2009
146 Seiten, Note: 1,0
1. Zusammenfassung
2. Einführung
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Rechtsextremismus – Rassismus – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
3.1.1 Rechtsextremismus – Definition und Probleme
3.1.2 Rassismus und Diskriminierun
3.1.3 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
3.1.4 Auswirkungen der Begriffsvielfalt
3.2 Erklärungsansätze
3.2.1 Sozialwissenschaften
3.2.1.1 Modernisierungstheorien
3.2.1.2 Subkulturtheorien
3.2.1.3 Theorien der Politischen Kultur
3.2.1.4 Soziale Konflikttheorien
3.2.1.5 Faschismustheorien
3.2.2 Psychologie
3.2.2.1 Autoritarismustheorie
3.2.2.2 Dogmatismusansatz
3.2.2.3 Sozialisationstheorie
3.3 Allgemeine Lerntheorien
3.4 Differentielle Lerntheorien
3.4.1 Differentielle Assoziation nach SUTHERLAND
3.4.2 Differentielle Verstärkung nach BURGESS & AKERS
3.4.3 weitere Ansätze differentiellen Lernens
3.4.4 Bedeutung für die Erklärung von Rechtsextremismus und Rassismus
4. Die Untersuchung
4.1 Zielsetzungen
4.2 Forschungsdesign
4.2.1 Grundgesamtheit und Stichprobe
4.2.2 Datenerhebungsinstrument
4.2.3 Durchführungsphase
4.3 Datenauswertung
4.3.1 Datenaufbereitung
4.3.2 Datenanalyse – erste deskriptive Befunde
5. Ergebnisse
5.1 Rassismus
5.2 Andere Teilaspekte des Rechtsextremismus
5.3 Differentielle Lernerfahrungen
6. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht das Ausmaß rassistischer und rechtsextremer Einstellungen bei jugendlichen Berufsschülern in Leipzig und analysiert, welche spezifischen Lebensbereiche einen Einfluss auf deren Erlernen ausüben. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welchen Beitrag differentielle Lerntheorien zur Erklärung von Rechtsextremismus leisten können.
3.1.2 Rassismus und Diskriminierung
Im vorliegenden Text wird besonders der Rassismus aus dem vielschichtigen Phänomenbereich des Rechtsextremismus hervorgehoben. Das Konstrukt Rassismus stellt die entscheidende Grundlage meiner Arbeit dar, da in der Untersuchung vor allem nach rassistischen Einstellungen von jugendlichen Auszubildenden gefragt wird. Dazu habe ich mich mit verschiedenen Arbeiten zum Thema Rassismus auseinander gesetzt und versucht, einen gewissen Grundkonsens der Autoren herauszustellen und mir auf dieser Grundlage ein eigenes Begriffsverständnis zu erarbeiten. Da die Fülle der Schriften zum Rassismus stetig zunimmt, sich die meisten Autoren dabei jedoch an die Pioniere dieser Begriffstradition halten, werde ich mich diesem Vorgehen anschließen und lediglich auf die bedeutendsten Vertreter eingehen: Stuart Hall, Robert Miles, Albert Memmi, Étienne Balibar und Nora Räthzel. Diese Autoren haben das heutige Begriffsuniversum des Rassismus entscheidend geprägt, was u.a. daran zu erkennen ist, dass die anderen von mir ausgewählten Schriften, etwa von SIEGFRIED JÄGER oder HELENA FLAM, sich auf mindestens einen der vorgenannten Autoren stützen. Der folgende Definitionsversuch stellt eine Art Essenz der von mir behandelten Texte dar und versucht, das Phänomen möglichst genau zu erfassen, um es für meine Untersuchung nutzbar zu machen.
Rassismus ist ein historisch gewachsener Begriff. Dies impliziert einerseits, dass das Phänomen schon seit Menschengedenken einen funktionalen Bestandteil der Gesellschaft darstellt – und dieser nicht etwa als ein künstliches, abnormes Gebilde gegenüber steht. Es deutet andererseits aber auch auf einen stetigen Bedeutungswandel hin, der sein heutiges Erscheinen grundlegend bestimmt hat. Rassismus war und ist – in seiner jeweiligen Form – deswegen so erfolgreich, weil er den Menschen eine scheinbar einfache und doch logische Lösung für ihre Probleme und Unsicherheiten anbietet. Entsprechende Entwicklungen und Zusammenhänge werden auf pseudowissenschaftlicher Grundlage erklärt, um somit die Privilegien der bedeutungsgebenden Gruppe zu legitimieren.
1. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die inhaltliche Ausrichtung, die theoretische Verankerung in der Lerntheorie und die Untersuchung an Leipziger Berufsschulen.
2. Einführung: Darstellung der Problematik des Rechtsextremismus in Deutschland sowie der speziellen Situation in der Stadt Leipzig.
3. Theoretische Grundlagen: Definitorische Klärung von Rechtsextremismus und Rassismus sowie Herleitung verschiedener Erklärungsansätze, insbesondere der differentiellen Lerntheorien.
4. Die Untersuchung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, des Forschungsdesigns und der Datenerhebung unter 123 Berufsschülern.
5. Ergebnisse: Präsentation der empirischen Befunde zu rassistischen Einstellungen und der Analyse der differentiellen Lernerfahrungen.
6. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse mit der theoretischen Basis und Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für die pädagogische Arbeit.
Rechtsextremismus, Rassismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Differentielle Lerntheorien, Sozialisation, Berufsschüler, Leipzig, Diskriminierung, Ideologie, Sozialwissenschaften, Psychologie, Prävention, Politische Kultur, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit.
Die Magisterarbeit untersucht das Phänomen des Rechtsextremismus und Rassismus mit Fokus auf Jugendliche, insbesondere Auszubildende, und deren Umfeld.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Rechtsextremismus, die Analyse von Sozialisationsprozessen sowie die Rolle von Familie, Peer Groups und Berufsschule beim Erlernen rassistischer Einstellungen.
Das Ziel ist die empirische Ermittlung des Ausmaßes rassistischer Einstellungen bei Berufsschülern und die Identifizierung der Lebensbereiche, in denen diese Einstellungen gelernt werden.
Es wurde eine quantitative Querschnittsanalyse mittels schriftlicher Befragung von 123 Berufsschülern in Leipzig durchgeführt, deren Daten statistisch ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden theoretische Erklärungsansätze (Sozialwissenschaften, Psychologie, Lerntheorien) dargelegt und die eigene empirische Untersuchung sowie deren Ergebnisse ausführlich präsentiert.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Rechtsextremismus, Rassismus, differentielle Lerntheorien, Sozialisation und Prävention beschreiben.
Den Ergebnissen zufolge ist die Familie eine der "Hauptquellen der Verstärkung", da Einstellungen und rassistisches Verhalten hier besonders regelmäßig und mit hoher persönlicher Bedeutung vermittelt werden.
Die Untersuchung zeigt, dass der Berufsschule als Lernort eine geringere Bedeutung zukommt als dem familiären Umfeld oder dem Peer-Group-Verhalten, dennoch gibt es Verflechtungen zwischen diesen Lernorten.
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