Masterarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Ethikbasierte Investments
2.1 Grundlagen ethikbasierter Investments
2.1.1 Definition und Begriffserklärung
2.1.2 Überblick über die Entwicklung
2.1.3 Gegenwärtige Marktsituation
2.1.3.1 Ethikbasierte Geldanlagen in Deutschland
2.1.3.2 Ethikbasierte Geldanlagen in der Schweiz
2.1.3.3 Ethikbasierte Geldanlagen in Österreich
2.1.3.4 Trends in Deutschland, der Schweiz und Österreich
2.2 Argumente pro und contra ethikbasierte Investments
2.3 Ethikbasierte Geldanlagen - Produkte
2.3.1 Aktien
2.3.2 Anleihen
2.3.3 Direktbeteiligungen
2.3.4 Immobilien
2.3.5 Investmentfonds
2.3.5.1 Indexfonds
2.3.5.2 Nachhaltigkeitsfonds
2.3.5.3 Ökologische Aktienfonds
2.3.5.4 Renten- und Mischfonds
2.3.5.5 Technologiefonds
2.3.5.6 Themenfonds
2.3.6 Lebensversicherungen
2.3.7 Mikrofinanzierungen
2.3.8 Sparanlagen
3 Probleme der Implementierung ethikbasierter Investments
3.1 Mangelnde Kenntnis ethikbasierter Investments
3.2 Unschärfen bei der Bestimmung ethikbasierter Investments
3.3 Erwartung einer schlechteren finanziellen Performance
3.4 Informationsdefizite
3.5 Fehlende Markttransparenz
3.6 Problematik der Datenerhebung
4 Ansätze zur Problemlösung
4.1 Finanzrating
4.2 Nachhaltigkeitsrating
4.2.1 Definition
4.2.2 Anforderungen an nachhaltige Ratings
4.2.2.1 Unabhängigkeit
4.2.2.2 Vollständigkeit
4.2.2.3 Vergleichbarkeit
4.2.3 Der Rating Prozess
4.2.3.1 Kriterienauswahl und Operationalisierung
4.2.3.1.1 Engagement Ansatz
4.2.3.1.2 Negativkriterien
4.2.3.1.3 Positivkriterien
4.2.3.1.4 Best-in-Class-Ansatz
4.2.3.2 Informationsgewinnung und -verarbeitung
4.2.3.3 Standardisierung und Qualitätssicherung
4.2.3.3.1 Frankfurt-Hohenheimer-Leitfaden
4.2.3.3.2 Eurosif Transparenzleitlinien
4.2.3.3.3 Europäisches Transparenzlogo
4.2.3.3.4 CSRR-QS
4.2.4 Nutzen nachhaltiger Ratings
4.2.5 Grenzen nachhaltiger Ratings
4.3 Überblick über Agenturen des Nachhaltigkeitsratings in Europa
4.3.1 Bank Sarasin
4.3.2 EIRis
4.3.3 Imug
4.3.4 Innovest
4.3.5 SAM
4.3.6 SiRi
4.3.7 oekom research AG
4.3.7.1 Untersuchungskriterien
4.3.7.2 Ratingprozess
4.3.8 Fazit
4.4 Nachhaltigkeits Indizes als Orientierungsgröße
4.4.1 Dow Jones Sustainability World Index
4.4.2 Natur-Aktien-Index (NAI)
4.4.3 Fazit
4.5 Nachhaltigkeits-Zertifikate
4.5.1 Das Umweltzeichen für grüne Fonds
4.5.2 Die Australische Responsible Investment Certification
4.5.3 Ethibel European Quality Label
4.5.4 Panda WWF
4.5.5 Fazit
5 Resümee
5.1 Kritische Würdigungen
5.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die umfassende Analyse ethikbasierter Investments unter Berücksichtigung ihrer Grundlagen, der damit verbundenen Herausforderungen bei der Implementierung sowie potenzieller Lösungsansätze in der Praxis. Die Forschungsfrage untersucht, welche Ansätze geeignet sind, um die Hemmnisse bei der Umsetzung ethischer Geldanlagen zu überwinden und Markttransparenz zu fördern.
3.4 Informationsdefizite
In repräsentativen Anlegerbefragungen zu ethikbasierten Geldanlagen wurde deutlich, dass eine große Unsicherheit dahingehend besteht, wo nachhaltige Finanzprodukte erworben werden können und wo Informationen über ethikbasierte Geldanlagen zu beziehen sind.
Die Studie des Imug-Instituts aus dem Jahre 2004 zeigt ebenfalls, dass der Mangel an zuverlässigen Informationen oftmals gegen eine solche Anlage spricht. 16% der Befragten meinen, dass es schwierig sei, Informationen zu ethikbasierten Fonds zu erhalten. 13% der Befragten erklären, dass ihnen nicht bekannt sei, wo solche Fonds erhältlich seien und 15% halten das Risiko für zu hoch. Demnach zeigen zahlreiche Anlegerbefragungen zu ethikbasierten Geldanlagen, dass Anleger große Informationsdefizite beim Thema ethikbasierte Geldanlagen orten.
Schoenheit diagnostizierte bereits 2001 ein Kommunikations- und Vertriebsdefizit aufseiten der Banken und Fondsgesellschaften und dies bestätigt sich nun im Jahre 2010 erneut. Das Kommunikations- und Vertriebsdefizit zeigt, dass im Bereich ethikbasierter Geldanlagen zwar eine relevante Zielgruppe vorhanden ist, aber dass diese erst in Ansätzen mit adäquaten Produktangeboten und Produktinformationen bzw. Vertriebsstrategien bedient wird. Das wesentliche Problem liegt demnach in der mangelnden Informationsweitergabe an die Anleger seitens der Banken und in den Schwächen der Bankberatung.
Die Anbieter solcher Produkte müssen eine glaubwürdige Informationspolitik betreiben, um die Anleger von solchen innovativen Anlageprodukten zu überzeugen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Themenstellung und den Gang der Arbeit im Kontext des wachsenden Interesses an nachhaltigen Investments.
2 Ethikbasierte Investments: Hier werden die Grundlagen, Definitionen sowie verschiedene Produktgruppen wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds detailliert beschrieben.
3 Probleme der Implementierung ethikbasierter Investments: Die Arbeit beleuchtet hierbei Hindernisse wie mangelnde Markttransparenz, Informationsdefizite und Herausforderungen bei der Datenerhebung.
4 Ansätze zur Problemlösung: Dieses Kapitel analysiert Finanz- und Nachhaltigkeitsratings, Indizes sowie Zertifikate als strategische Instrumente zur Überwindung der identifizierten Probleme.
5 Resümee: Den Abschluss bildet eine kritische Würdigung der Marktentwicklung sowie ein Ausblick auf das Potenzial ethikbasierter Investments.
Ethikbasierte Investments, Nachhaltigkeitsrating, SRI, Investmentfonds, Markttransparenz, Nachhaltigkeitsindizes, Nachhaltigkeitszertifikate, Oekom Research, Best-in-Class-Ansatz, Finanzrating, Informationsdefizite, Anlegerpräferenzen, Unternehmensverantwortung, soziale Standards, ökologische Kriterien.
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen ethikbasierter Geldanlagen, identifiziert dabei auftretende Implementierungsprobleme und evaluiert Lösungsansätze aus der Praxis.
Die zentralen Themen sind ethische und nachhaltige Anlageformen, Ratingmethodiken zur Bewertung von Unternehmen und die Bedeutung von Markttransparenz.
Ziel ist es, einen Überblick über ethikbasierte Veranlagungen zu geben und aufzuzeigen, wie Praxisansätze wie Ratings und Indizes helfen können, bestehende Informationsdefizite abzubauen.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den aktuellen Stand der Forschung zu ethikbasierten Investments und Ratingprozessen zusammenfasst.
Der Hauptteil analysiert die Produkte ethischer Geldanlagen, diskutiert Probleme der Marktumsetzung und stellt Instrumente wie Nachhaltigkeitsratings sowie Indizes zur Problemlösung vor.
Wesentliche Begriffe sind ethikbasierte Investments, Nachhaltigkeitsrating, Markttransparenz, SRI und ökologische/soziale Kriterien.
Ratingagenturen dienen durch die Bereitstellung standardisierter Analysen als Entscheidungshilfe für Investoren und fördern so die Markttransparenz.
Während er Branchen nicht diskriminiert, wird die Qualität des Ratings oft durch mangelnde Transparenz der Kriterienauswahl in den Ratinginstitutionen eingeschränkt.
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