Examensarbeit, 2010
17 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Das Modell der Salutogenese nach Antonovsky
Begriffsklärung Salutogenese
Kohärenzgefühl
Salutogenese und Stress
Übergewicht und Adipositas
Definition
Risikogruppen für Übergewicht
Faktoren, die die Entstehung von Übergewicht begünstigen
Übergewicht und das Salutogenese-Modell
Salutogenese und Prävention
Kohärenzgefühl und Gesundheitsverhalten
Kohärenzgefühl und Übergewicht
Konsequenzen für die Praxis der Gesundheits- und Ernährungsberatung
Im Beratungsgespräch
Bei der Ernährungsumstellung
In Bezug auf Sport und Bewegung
Entspannungsmethoden
Spaß, Genuss und Freude
Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendbarkeit des Salutogenese-Modells nach Aaron Antonovsky auf die Beratungspraxis bei Klienten mit Übergewicht und Adipositas zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie eine ressourcenorientierte Begleitung statt einer rein defizitorientierten Diätberatung den langfristigen Erfolg einer Lebensstilveränderung fördern kann.
Kohärenzgefühl, (SOC)
Dieses bezeichnet die Fähigkeiten eines Individuums, mit den Stressoren des Lebens umgehen zu können und wird geprägt durch ein bestimmtes Muster an Lebenserfahrungen. Es setzt sich zusammen aus den drei Teilkomponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit.
Verstehbarkeit meint, dass ein Mensch „seine Umwelt als kognitiv verstehbar einschätzt, sie für geordnet, strukturiert, konsistent und erklärbar hält.“ Unter Handhabbarkeit, oder Bewältigbarkeit wird das Ausmaß erfasst, „in dem ein Mensch annimmt, dass die Anforderungen, die die Umwelt an ihn stellt, durch Ressourcen bewältigt werden können, die ihm zur Verfügung stehen oder durch sein soziales Umfeld geleistet werden können“.
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das epidemische Ausmaß von Übergewicht in Deutschland und kritisiert die geringe Erfolgsquote klassischer Diätprogramme, um einen ganzheitlichen Beratungsansatz einzufordern.
Das Modell der Salutogenese nach Antonovsky: Dieses Kapitel führt in den salutogenetischen Ansatz ein, erklärt das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum sowie das zentrale Kohärenzgefühl mit seinen Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit.
Übergewicht und Adipositas: Hier werden medizinische Definitionen sowie diverse genetische, soziale und wirtschaftliche Einflussfaktoren auf die Entstehung von Übergewicht dargelegt.
Übergewicht und das Salutogenese-Modell: Dieses Kapitel verknüpft wissenschaftliche Studien zum Kohärenzgefühl mit dem Gesundheitsverhalten und dem individuellen Risiko für Adipositas.
Konsequenzen für die Praxis der Gesundheits- und Ernährungsberatung: Der praktische Teil zeigt auf, wie Berater durch eine ressourcenorientierte Haltung, gezielte Kommunikation und die Einbeziehung von Entspannung und Bewegung die Lebensqualität und Selbstwirksamkeit ihrer Klienten steigern können.
Schlussbetrachtung: Die Autorin fasst zusammen, dass das Salutogenese-Modell trotz internationaler Anerkennung in der deutschen Beratungspraxis bisher zu wenig Anwendung findet und fordert ein Umdenken weg von rein pathogenetischen Risikomodellen.
Salutogenese, Antonovsky, Kohärenzgefühl, SOC, Übergewicht, Adipositas, Ernährungsberatung, Gesundheitsförderung, Prävention, Lebensstilveränderung, Ressourcenorientierung, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung, Coping.
Die Arbeit untersucht, wie das gesundheitspsychologische Modell der Salutogenese von Aaron Antonovsky genutzt werden kann, um Menschen mit Übergewicht effektiver und nachhaltiger in der Ernährungsberatung zu begleiten.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verschiebung des Fokus von einem rein medizinisch-pathogenetischen Risikomodell hin zu einem ressourcenorientierten Beratungsansatz, der das Kohärenzgefühl des Klienten stärkt.
Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die Stärkung des Kohärenzgefühls und der Widerstandsressourcen eine notwendige Voraussetzung für eine dauerhafte Ernährungsumstellung und die Verbesserung der Lebensqualität bei Adipositas ist.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem salutogenetischen Konzept unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur, aktueller Studien (z.B. aus der Gesundheitspsychologie) und praxisbezogener Empfehlungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung des Modells, eine Analyse der Ursachen von Übergewicht und einen umfassenden Praxisteil, der konkrete Tipps für Berater zur Kommunikation und Gestaltung von Veränderungsprozessen liefert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere das Kohärenzgefühl (SOC),Salutogenese, Widerstandsressourcen, Adipositas, ressourcenorientierte Beratung und Gesundheitsverhalten.
Viele Programme scheitern an einem restriktiven, problemorientierten Ansatz, der bei den Klienten Stress, Schamgefühle und Selbstabwertung auslöst, anstatt ihre individuellen Ressourcen zu stärken.
Die Arbeit betont, dass das soziale Eingebundensein und der Rückhalt durch eine Gruppe wesentliche Faktoren sind, um das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken und langfristige Lebensstiländerungen zu etablieren.
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