Magisterarbeit, 2009
105 Seiten, Note: 1,00
Die Arbeit untersucht die Position der türkischen Justiz im Machtkampf zwischen der kemalistischen Opposition und der Regierungspartei AKP. Sie analysiert die Rolle des Verfassungsgerichts als Hüter des türkischen Säkularismus und die Auseinandersetzung um die Integration der AKP in die türkische Politik.
Die Einleitung skizziert die Problematik der türkischen Innenpolitik, die durch den Machtkampf zwischen der kemalistischen Opposition und der AKP geprägt ist. Kapitel 2 beleuchtet die Mechanismen, die die Position der Justiz im innenpolitischen Machtkampf bestimmen. Es analysiert die Kompetenzen des Verfassungsgerichts, die Politisierung der Justiz und das institutionelle Design des Gerichts. Kapitel 3 befasst sich mit der Position der Justiz im Machtkampf zwischen der kemalistischen Opposition und der AKP. Es untersucht die Debatte um das Kopftuch an türkischen Universitäten, die Rolle des Verfassungsgerichts als Hüter des türkischen Säkularismus und das Verbotsverfahren gegen die AKP.
Türkische Justiz, Verfassungsgericht, Kemalismus, AKP, Säkularismus, Laizismus, Kopftuchdebatte, Machtkampf, Innenpolitik, politische Ordnung, Rechtsprechung.
Es fungiert oft als Akteur der kemalistischen Opposition und nutzt Kompetenzen wie die Normenkontrolle, um Gesetze der AKP-Regierung zu blockieren.
Es ist die strikte Trennung von Religion und Staat, wie sie von Mustafa Kemal Atatürk begründet wurde und von der Justiz autoritär verteidigt wird.
Das Verfassungsgericht sah in der AKP ein „Zentrum antilaizistischer Aktivitäten“, insbesondere wegen der Bemühungen, das Kopftuchverbot an Universitäten aufzuheben.
Durch das nach dem Militärputsch geschaffene institutionelle Design besteht eine Principal-Agent-Beziehung, die die ideologische Ausrichtung der Richter sichert.
Das Gericht kassierte die von der AKP beschlossene Aufhebung des Kopftuchverbots an Universitäten und wertete sie als Verstoß gegen die säkulare Grundordnung.
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