Bachelorarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Interkulturelle Sensibilisierung
2.1 Der Kulturbegriff
2.2 Kulturelles Selbstverständnis
2.3 Interkulturelle Kompetenz
2.3.1 Grundlagen
2.3.2 Interkulturelle Kompetenz im Rahmen des 7-S-Modells
2.3.2.1 Die „harten“ Elemente des 7-S-Modells
2.3.2.2 Die „weichen“ Elemente des 7-S-Modells
2.3.3 Das Fallbeispiel BMW
2.4 Kulturmodelle im Vergleich
2.4.1 Das Kulturmodell von Hall
2.4.2 Das 5-Dimensionen-Modell von Hofstede
2.4.3 Das 7-Dimensionen-Modell von Trompenaars
2.5 Kulturstandards
2.5.1 Definition Kulturstandards
2.5.2 Deutsche Kulturstandards
2.5.2.1 Sachorientierung
2.5.2.2 Wertschätzung von Strukturen und Regeln
2.5.2.3 Regelorientierte, internalisierte Kontrolle
2.5.2.4 Zeitplanung
2.5.2.5 Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereiche
2.5.2.6 Schwacher Kontext als Kommunikationsstil
2.5.2.7 Individualismus
2.5.3 Möglichkeiten und Grenzen der Kulturstandardmethode
3 Internationales Projektmanagement
3.1 Grundlagen des Internationalen Projektmanagements
3.1.1 Definition Internationales Projektmanagement
3.1.2 Projektarten
3.1.3 Nutzen internationaler Projekte
3.2 Internationale Teams
3.2.1 Definition Team
3.2.2 Herausforderung an internationale Teams
3.2.3 Zusammenstellung eines internationalen Teams
3.2.4 Vorteile einer interkulturellen Teambesetzung
3.2.5 Diversität nutzen und Erfolgspotentiale erschließen
3.3 Teamentwicklung
3.3.1 Interkulturelle Vorbereitung
3.3.1.1 Eigene Recherche
3.3.1.2 Gespräche mit erfahrenen Arbeitskollegen
3.3.1.3 Fremdsprachentraining
3.3.1.4 Interkulturelle Seminare/Workshops
3.3.1.5 Interkulturelles Coaching
3.3.1.6 Gastlandbesuch
3.3.2 Start-up Workshop (Projekt-Kick-off)
3.3.3 Phasen der Teamentwicklung
3.3.3.1 Forming
3.3.3.2 Storming
3.3.3.3 Norming
3.3.3.4 Performing
3.3.3.5 Adjourning
3.3.4 Trainingsmaßnahmen im Gastland
3.3.4.1 Einarbeitungstraining
3.3.4.2 Begleittraining
3.4 Konfliktmanagement in internationalen Projekten
3.4.1 Konflikterkenntnis
3.4.2 Konfliktarten und Lösungsansätze
3.4.3 Konfliktbewältigungsmethoden
4 Empirische Untersuchung „Internationale Projekte und Kultur – Harmonie oder Konflikt?“
4.1 Zielsetzung
4.2 Teilnehmer
4.3 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4.3.1 Interkulturelle Vorbereitung
4.3.2 Bedeutung von Kultur im Projektteam
4.3.3 Erfolg und Nutzen internationaler Projekte
4.3.4 Deutsche Kulturstandards
4.3.5 Konfliktarten und Konfliktbewältigungsmethoden
4.4 Zusammenfassung der Kulturstandardauswertung
5 Handlungsempfehlungen
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Faktoren auf das internationale Projektmanagement, wobei ein besonderer Fokus auf der Validierung spezifischer deutscher Kulturstandards liegt. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern Projektmitarbeiter für interkulturelle Zusammenhänge sensibilisiert sind, welche Konfliktpotentiale aus deutschen Kulturstandards in internationalen Teams resultieren und wie diese durch gezielte Managementstrategien erfolgreich bewältigt werden können.
2.5.2.1 Sachorientierung
Deutsche sind sehr sachorientiert, insbesondere im Berufsleben ist die Sache, um die es geht, die Rolle und die Fachkompetenz entscheidend. In geschäftlichen Besprechungen ist ein sachbezogenes Verhalten erwünscht. Entscheidend für ein professionelles Auftreten ist, dass Daten und Fakten vorliegen und ausschließlich darüber diskutiert wird. Die Argumentation muss logisch aufgebaut sein und mit Fakten unterstützt werden. Eine schriftliche und detaillierte Vorbereitung ist deswegen besonders ratsam, damit in der Diskussion möglichst ausführliche und konkrete Informationen zur Sache vorgelegt werden können. Da die Sache oberste Priorität hat, spielt es keine große Rolle, ob sich die handelnden Personen kennen oder sympathisch finden.
Der Chef erwartet von seinen Mitarbeitern die Erfüllung der Pläne, Strukturen, Termine und Zuständigkeitsbereiche und übt Druck aus, wenn es sein muss. Ausschlaggebend ist der Erfolg der Sache. Für eine zweckvolle Interaktion ist die persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern nicht entscheidend. Andererseits kann durch die starke Sachorientierung die hierarchische Stellung in der Hintergrund treten und es wird wie unter Gleichgestellten über die Sache diskutiert, so dass alle Argumente gegeneinander abgewogen und bei der Entscheidung berücksichtigt werden können.
Experten haben ein besonders hohes Ansehen. Ihre Meinung wird sehr ernst genommen und dabei ist es nicht wichtig, ob sie über soziale Kompetenz, Kontakte und Charisma verfügen. Der Expertenstatus wird dabei durch akademische Abschlüsse definiert.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik internationaler Projekte ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Interkulturelle Sensibilisierung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kulturbegriffen, interkultureller Kompetenz und etablierten Kulturmodellen vermittelt, ergänzt durch eine detaillierte Betrachtung deutscher Kulturstandards.
3 Internationales Projektmanagement: Dieses Kapitel behandelt operative Aspekte des Projektmanagements, von der Zusammenstellung internationaler Teams über Teamentwicklungsprozesse bis hin zu Strategien für das Konfliktmanagement.
4 Empirische Untersuchung „Internationale Projekte und Kultur – Harmonie oder Konflikt?“: Die empirische Analyse wertet die Erfahrungen von Projektmitarbeitern aus und überprüft die Relevanz der theoretischen Kulturstandards in der praktischen Anwendung.
5 Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den Studienergebnissen werden konkrete Empfehlungen für das Management internationaler Projekte gegeben, um kulturelle Reibungsverluste zu minimieren.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert kritisch die Ergebnisse und bietet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Internationales Projektmanagement, Interkulturelle Kompetenz, Kulturstandards, Sachorientierung, Teamentwicklung, Konfliktmanagement, 7-S-Modell, Globalisierung, Unternehmenskultur, Projektarbeit, interkulturelle Kommunikation, Diversität, kulturelle Sensibilisierung, Wissenspool, Teamkohäsion
Die Bachelorarbeit analysiert die Herausforderungen der interkulturellen Zusammenarbeit in internationalen Projekten und untersucht insbesondere, wie deutsche Kulturstandards das Arbeitsverhalten und mögliche Konfliktfelder in multikulturellen Teams beeinflussen.
Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung durch Kulturmodelle (Hofstede, Hall, Trompenaars), das internationale Projektmanagement, Methoden der Teamentwicklung und die praxisbezogene Analyse von Konfliktarten.
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung mit 80 Teilnehmern zu prüfen, wie verbreitet spezifische deutsche Verhaltensmuster im internationalen Projektalltag sind und wie Unternehmen die interkulturelle Zusammenarbeit durch Vorbereitungsmaßnahmen verbessern können.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Ansatz durch eine Online-Umfrage, bei der Projektmitarbeiter mittels endpunktbenannter Skalen zu ihrer Einstellung gegenüber verschiedenen Kulturstandards und Projektfaktoren befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung kultureller Konzepte, eine detaillierte Darstellung des internationalen Projektmanagements – inklusive Phasenmodell der Teamentwicklung – sowie die Vorstellung und Auswertung der empirischen Daten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sachorientierung, interkulturelle Handlungskompetenz, Konfliktbewältigung, 7-S-Modell, Projekt-Kick-off und kulturelle Diversität.
Die Auswertung zeigt, dass trotz des hohen Stellenwerts, den kulturelle Unterschiede im Projektteam genießen, die tatsächliche Durchführung professioneller Vorbereitungsmaßnahmen durch Unternehmen bisher als eher gering und teilweise unzureichend wahrgenommen wird.
Die Arbeit identifiziert sozio-kulturelle Konflikte als die häufigste Konfliktursache in internationalen Projekten, was die Notwendigkeit von Moderation und interkulturellem Coaching als bevorzugte Bewältigungsmethoden unterstreicht.
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