Bachelorarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 ZIELGRUPPENDEFINITION
2.1 MUSLIME IN DEUTSCHLAND
2.2 MUSLIMISCHE JUNGEN IN DEUTSCHLAND AM BEISPIEL DER MJD UND DER SALAF
3 DIE SITUATION MUSLIMISCHER JUNGEN IN DEUTSCHLAND
3.1 DAS STEREOTYPISCHE MÄNNLICHKEITSBILD MUSLIMISCHER JUNGEN TÜRKISCHER HERKUNFT
3.2 MUSLIMISCHE JUNGEN ALS RISIKOGRUPPE UND DIE DARAUS RESULTIERENDE ETIKETTIERUNG UND DESINTEGRATION
4 DIE IDENTITÄTSFINDUNG MUSLIMISCHER JUNGEN
4.1 IDENTITÄT: BEGRIFFSKLÄRUNG UND DEFINITION
4.2 DIE BIKULTURELLE IDENTITÄT ALS RESSOURCE FÜR BILDUNG UND INTEGRATION
4.3 ANSÄTZE ZUR HERAUSBILDUNG EINER GELUNGENEN- UND GRÜNDE EINER NICHT GELUNGENEN IDENTITÄT
5 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT MIT MUSLIMISCHEN JUNGEN
5.1 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT
5.2 KOMPETENZEN SOZIALER FACHKRÄFTE UND DIE ÖFFNUNG SOZIALER EINRICHTUNGEN FÜR EINE LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss des Integrationsbegriffs auf die Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Bildung und eine bikulturelle Identitätsstrategie als Ressourcen für eine erfolgreiche Integration dienen können, anstatt in einseitige Assimilationsmodelle zu verfallen.
Die bikulturelle Identität als Ressource für Bildung und Integration
Unter bikulturelle Identität versteht man, dass die Identität der Migranten durch zwei unterschiedliche Kulturen geprägt ist, zum einen durch die Kultur aus ihrem Herkunftsland und zum anderen durch die Kultur des Landes, in dem sie leben.
Die Mehrheitsgesellschaft formuliert, vertreten durch die Politik, Integrationsanforderungen an die Migranten, in welchen es unter anderem um die Unterordnung kultureller Ansprüche oder der sozialen Unauffälligkeit geht. Es wird den Migranten eine kulturelle Inkompatibilität an soziale Systeme vorgeworfen und es findet dadurch eine Marginalisierung statt, mit der Etikette „Parallelgesellschaft“.
Eine Lebensbewältigung in Deutschland muss die zukunftsorientierte Jugend meistern, sowohl die Einheimischen müssen dies als auch die Migranten. Dieses erfordert eine Offenheit und einen kreativen Umgang mit dem modernen Alltag in Deutschland. Es muss sich auf ein Deutschland als Wissensgesellschaft, Risikogesellschaft, Arbeitsgesellschaft, demokratische Gesellschaft, Zivilgesellschaft und Einwanderungsgesellschaft eingestellt werden. Durch den Strukturwandel wird die Lebensbewältigung eine Aufgabe aller werden und nicht nur eine der Migranten.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Identitätsfindung muslimischer Jungen, die Relevanz der Fragestellung im Kontext von Bildung und Integration sowie der Aufbau der Bachelorarbeit.
2 ZIELGRUPPENDEFINITION: Überblick über die Heterogenität muslimischer Gemeinschaften in Deutschland und Vorstellung islamisch motivierter Jugendgruppen wie der MJD und der Salaf.
3 DIE SITUATION MUSLIMISCHER JUNGEN IN DEUTSCHLAND: Analyse problembehafteter Aspekte, insbesondere traditioneller Männlichkeitsbilder und der negativen Etikettierung durch die Mehrheitsgesellschaft und Medien.
4 DIE IDENTITÄTSFINDUNG MUSLIMISCHER JUNGEN: Definition des Identitätsbegriffs sowie theoretische Herleitung der bikulturellen Identität als Chance zur Integration und als Ressource für den Bildungserwerb.
5 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT MIT MUSLIMISCHEN JUNGEN: Erläuterung der Theorie nach Hans Thiersch und Ableitung der notwendigen interkulturellen Kompetenzen sowie Anforderungen an die Öffnung sozialer Einrichtungen.
6 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, welche Religion, Bildung und Identität als zentral für gelungene Integration hervorhebt.
Identitätsfindung, Muslimische Jungen, Deutschland, Integration, Bildung, Bikulturelle Identität, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Männlichkeitsbild, Stigmatisierung, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Religiosität, Empowerment, Jugendliche
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland und untersucht, inwiefern Bildung und eine gelungene Identitätsentwicklung Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration sind.
Die zentralen Themen sind die Analyse der Lebenswelten muslimischer Jugendlicher, der Umgang mit traditionellen Männlichkeitsbildern, die Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung sowie die Anwendung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit.
Das Ziel ist es, durch die Theorie der bikulturellen Identität aufzuzeigen, wie muslimische Jugendliche ihre Religion und Kultur als Ressource nutzen können, um sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ohne ihre eigene Identität aufzugeben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale soziologische und pädagogische Diskurse (z.B. von Hans Thiersch und Tarek Badawia) sowie aktuelle Studien zum Thema Integration und Religiosität zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Zielgruppe, die Analyse der Lebenssituation unter Berücksichtigung von Fremd- und Selbstbildern, die theoretische Fundierung der bikulturellen Identität sowie die Konzeption lebensweltorientierter Ansätze für die Soziale Arbeit.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Identitätsfindung, bikulturelle Identität, Integration, muslimische Jugend, Soziale Arbeit und Lebensweltorientierung charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass Religion entgegen mancher Vorurteile kein Hindernis für Bildung darstellt, sondern für viele Jugendliche ein Medium der Selbstreflexion ist, das den Erwerb von Wissen und damit eine erfolgreiche Integration sogar fördern kann.
Die Fachkraft soll als „Brückenbauer“ fungieren, der interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen mitbringt, um den Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen und sie bei der Entfaltung ihrer Identität zu unterstützen.
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