Diplomarbeit, 2010
97 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Motivation und Rahmenbedingungen
1.2. Ziele und Abgrenzungen
1.3. Vorgehen
2. Grundlegende Rahmenbedingungen
2.1. Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft
2.2. Rollenverteilung innerhalb der Wertschöpfungskette
2.2.1. Strommarkt im Ursprung
2.2.2. Öffnung der Märkte
2.2.3. Aktuelle Marktsituation
2.3. Einfluss von Smart Metering als technisch-intelligente Erfassung ressourcenrelevanter Daten
2.3.1. Definition Smart Metering
2.3.2. Betroffene Marktrollen
2.4. Analyse der Marktrollen
2.4.1. Lieferant
2.4.2. Verteilnetzbetreiber
2.4.3. Messstellenbetreiber
2.4.4. Kunde
2.4.5. Übersicht der wichtigsten Marktpartner
3. IST-Analyse der Unternehmen
3.1. Wirkungen von Smart Metering
3.2. Aufbauorganisation
3.2.1. Anforderungen durch Trennung von Netz- und Messstellenbetrieb
3.2.2. Änderungen in der Unternehmensstruktur
3.3. Ablauforganisation
3.3.1. Identifikation potentieller Unternehmensbereiche
3.3.2. Prozessorientierte Potentiale
3.3.2.1. Verbrauchserfassung
3.3.2.2. Abrechnung
3.3.2.3. Forderungsmanagement
3.3.2.4. Entstörung
3.3.2.5. Netzsteuerung
3.3.3. Instrumente des Managements
3.3.3.1. Beschaffungsstrategien
3.3.3.2. Netzplanung
3.3.3.3. Instandhaltungsplanung
3.3.3.4. Kundenmanagement
3.3.3.5. Regulierungsmanagement
3.4. Produktentwicklung
3.4.1. Segmentierung der Kundengruppen
3.4.2. Mehrwertdienste und Bonusprogramme
3.4.3. Folgen der Produktentwicklung
4. Bewertung Effizienzpotentiale
4.1. Herangehensweise
4.2. Auswahl geeigneter Kennzahlen
4.2.1. Qualität
4.2.2. Zeit
4.2.3. Kosten
4.3. Evaluierung der identifizierten Potentiale
4.3.1. SOLL/ IST – Vergleich der Prozesse
4.3.1.1. Verbrauchserfassung
4.3.1.2. Abrechnung
4.3.1.3. Forderungsmanagement
4.3.1.4. Entstörung
4.3.1.5. Zusammenfassung der Prozesspotentiale
4.3.2. Strombeschaffung
4.3.3. Zeit- und lastabhängige Produkte
4.4. Potentialumlage auf die Marktrollen
4.4.1. Potentialübersicht
4.4.2. SWOT-Matrix des Lieferanten
4.4.3. SWOT-Matrix des Verteilnetzbetreibers
4.4.4. SWOT-Matrix des Messstellenbetreibers
5. Erschließung der Potentiale
5.1. Maßnahmen zur Erschließung
5.1.1. Organisationspotentiale
5.1.2. Prozesspotentiale
5.1.3. Produktpotentiale
5.2. Investitionsbedarf
5.2.1. Analyse der Gesamtinvestition
5.2.2. Kostenumlage
5.2.2.1. Fall A – Strukturierung nach Aufgabengebieten
5.2.2.2. Fall B – Strukturierung nach Effizienzpotentialen
5.2.2.3. Fall C – keine Strukturveränderungen
5.3. Beurteilung der Investition
6. Fazit
ANHANG A
Anhang B
Anhang C
Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen und Nutzenpotentiale der Einführung von Smart Metering in der Energiewirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die notwendigen Investitionen der betroffenen Marktrollen.
3.3.2.1. Verbrauchserfassung
Der Prozess, welcher in Verbindung mit Smart Metering am offensichtlichsten betroffen ist, ist der der Ablesung. Die intelligente Messtechnik wurde entwickelt, um die Verbrauchsdatenerfassung automatisch durch IT-Systeme zu ermöglichen.
Die derzeitige Ablesung erfolgt durch einen Mitarbeiter, der jährlich den Zähler abliest. Anhand des ermittelten Zählerstands erfolgt dann eine Abrechnung. Der ursprüngliche Prozess wird in Abbildung 8 dargestellt. Um auf vorgelagerte Prozesse wie die Personalplanung bzw. die Routenplanung der Mitarbeiter, die die Zähler ablesen, zu verzichten, wurde die eigentliche Ablesung in diesem Prozessbeispiel an einen Dienstleister übergeben. Somit fallen die Kosten der Administration zur Ablesung durch einen Festpreis pro abgelesene Verbrauchsstelle an den Dienstleister weg.
Durch Smart Metering wird der Dienstleister durch den Messstellenbetreiber ersetzt und Aufgaben, die der Verteilnetzbetreiber wahrgenommen hat, gehen an den Messstellenbetreiber über. Der Prozess selbst läuft beinahe vollautomatisch ab, so dass Schwierigkeiten beim Zugang zu den Zählern nicht mehr in der Ausprägung auftreten wie bisher. Da dieser Prozess einer der am häufigsten ablaufenden Prozesse ist, ist ein kostenoptimierter Ablauf absolut notwendig.
1. Einleitung: Motivation, Zielsetzung und methodisches Vorgehen bei der Untersuchung von Smart Metering in der Energiewirtschaft.
2. Grundlegende Rahmenbedingungen: Darstellung der Wertschöpfungsstufen, Marktrollen und der betriebswirtschaftlichen Definition von Smart Metering.
3. IST-Analyse der Unternehmen: Untersuchung der Auswirkungen auf Aufbau- und Ablauforganisation in verschiedenen Unternehmensbereichen sowie Produktentwicklung.
4. Bewertung Effizienzpotentiale: Analyse und Quantifizierung der Potentiale anhand von Kennzahlen wie Qualität, Zeit und Kosten für verschiedene Prozesse und Marktrollen.
5. Erschließung der Potentiale: Maßnahmen zur Umsetzung, Investitionsbedarfe und Beurteilung der Wirtschaftlichkeit mittels Kapitalwertberechnung.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder im Kontext intelligenter Energienetze.
Smart Metering, Energiewirtschaft, Prozessoptimierung, Effizienzpotentiale, Marktrollen, Messstellenbetreiber, Netzbetreiber, Strombeschaffung, Investitionsrechnung, Kapitalwert, Prozesskostenrechnung, Endenergieeffizienz, Kundenmanagement, Regulierungsmanagement, Datenkommunikation.
Die Arbeit analysiert die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Einführung von Smart Metering, insbesondere die Verschiebung der Aufbau- und Ablauforganisation bei Energieversorgungsunternehmen.
Im Zentrum stehen die Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft, die Prozessorientierung, das Kundenmanagement sowie die Bewertung der ökonomischen Effizienz und Investitionsnotwendigkeiten.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Unternehmensbereiche durch Smart Metering profitieren können, ob das Gesamtprojekt eine lohnende Investition darstellt und wer die Kosten der Infrastruktur tragen sollte.
Es werden IST-Analysen von Prozessen durchgeführt, diese quantitativ mit Kennzahlen (Qualität, Zeit, Kosten) bewertet und abschließend mittels Kapitalwertmethode auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine IST-Analyse der Unternehmensstrukturen, die Identifikation von Prozesspotentialen, deren Bewertung durch Kennzahlen sowie die Ableitung von Investitionsbedarfen.
Neben Smart Metering sind Begriffe wie Effizienzpotentiale, Marktrollen, Prozesskostenrechnung, Strombeschaffung und Kapitalwert zentral für das Verständnis der Arbeit.
Der Messstellenbetreiber ist für die Wartung und Instandhaltung des Zählers zuständig und ist durch den Wegfall der manuellen Ablesung und die vollautomatische Datenübertragung technologisch stärker in IT-Infrastrukturen eingebunden als bisherige Netzbetreiber.
Da die Investitionen in Smart Metering sehr hoch sind, ist die Frage, ob diese Kosten auf den Endkunden umgelegt werden oder innerhalb der Marktrollen durch Effizienzgewinne kompensiert werden müssen, essentiell für die Akzeptanz und den Markterfolg.
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