Diplomarbeit, 2010
96 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der aktiven Medienarbeit
2.1. Definition der aktiven Medienarbeit
2.2. Zur Entstehung der aktiven Medienarbeit
2.3. Die Leitziele: Authentische Erfahrung und kommunikative Kompetenz
2.4. Zielbereiche der aktiven Medienarbeit
2.5. Symbolischer Interaktionismus als Grundlegung der aktiven Medienarbeit
2.6. Die Lernprinzipien der aktiven Medienarbeit
2.6.1. Handelndes Lernen
2.6.2. Exemplarisches Lernen
2.6.3. Gruppenarbeit
2.7. Inhalte der aktiven Medienarbeit
2.8. Zentrale medienpädagogische Position für die aktive Medienarbeit
2.8.1. Die gesellschaftskritische Position
2.8.2. Die handlungsorientierte Position
2.9. Die Aufgaben einer handlungsorientierten Medienpädagogik
3. Jugend, Gesellschaft, Medien
3.1. Jugend als Lebensphase
3.2. Die Adoleszenz
3.3. Die Betrachtung von Jugend in der Jugendforschung
3.4. Die Probleme in der Lebenswelt von Jugendlichen
3.4.1. Problembereiche in der Lebenswelt Jugendlicher
3.4.1.1. Problembereich Schule und Arbeit
3.4.1.2. Problembereich Ökologie und Frieden
3.4.1.3. Problembereich Politik und politische Partizipation
3.4.1.4. Problembereich Zukunft
3.4.2. Problembewältigungsstrategien Jugendlicher
3.4.2.1. Die Problembewältigungsstrategien des >Anpassen<
3.4.2.2. Die Problembewältigungsstrategien des >Verändern<
3.4.2.3. Die Problembewältigungsstrategien des >Sich zurückziehen<
3.4.3. Konsequenzen für die aktive Medienarbeit
3.5. Jugendliche und die Massenmedien
3.5.1. Zur Mediennutzung Jugendlicher in ihrer Freizeit
3.5.2. Die Funktionen von Massenmedien
3.5.3. Konsequenzen für die aktive Medienarbeit
3.5.4. Jugendmedienschutz
4. Aktive Medienarbeit in der Jugendarbeit
4.1. Definition der Kinder- und Jugendarbeit
4.2. Daten aus der KJH-Statistik zur Kinder- und Jugendarbeit
4.3. Die Kriterien aktiver Medienarbeit in der Jugendarbeit
4.4. Die programmatischen Ziele emanzipatorischer Jugendarbeit
4.5. Aktive Medienarbeit mit Multimedia in der Jugendarbeit
4.5.1. Definition für die aktive Medienarbeit mit Computer und Internet
4.5.2. Ziele und Kriterien für die aktive Medienarbeit mit Multimedia
4.5.3. Die Voraussetzungen für Multimediaprojekte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.5.4. Multimediaprojekte in der Jugendarbeit
4.5.4.1. Aller Anfang ist leicht: Web-Design für Einsteiger
4.5.4.2. Der Fotoaktionstag - Digitale Fotos und Bilder verfremden
4.5.4.3. Mp3 und Musikbearbeitung in der Jugendarbeit
4.5.4.4. Online-Radio
4.5.4.5. Video im Internet - Eine Fiktion!?
4.5.4.6. NetGrandPrix - Ein Internet-Musikcontest
5. Aktive Medienarbeit in der Schule
5.1. Die Situation aktiver Medienarbeit in der Schule
5.2. Beispiele von aktiver Medienarbeit an Schulen
5.2.1. Projekt: Gründung einer Schülerzeitungsredaktion und Erstellung einer Schülerzeitung
5.2.2. Projekt: >Zeitung in der Schule<
5.2.3. Praxisbezogene Beispiele für den Beitrag einzelner Fächer zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.1. Beitrag des Fachs Deutsch zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.2. Beitrag des Fachs Kunsterziehung zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.3. Beitrag des Fachs Musik zur aktiven Medienarbeit
6. Aktive Medienarbeit in nicht-institutionellen Formen
6.1. Die Jugendpresse Deutschland
6.1.1. Zur Entstehung der Jugendpresse Deutschland
6.1.2. Das Leitbild der Jugendpresse Deutschland
6.1.3. Die Projektgruppen der Jugendpresse Deutschland
6.1.4. Medienwettbewerbe
6.2. Die Jugendfilmszene
6.2.1. Die Jugendfilmszene in Bayern
6.2.2. Ein bundesweites Forum für die Jugendfilmszene: Das Bundesfestival Video
7. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht den Ansatz der aktiven Medienarbeit mit Jugendlichen als handlungsorientiertes Konzept der Medienpädagogik. Das primäre Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie Jugendliche durch den aktiven Umgang mit Medien – von der Produktion eigener Inhalte bis zur kritischen Reflexion der Medienwelt – in ihrer Mündigkeit und Emanzipation gestärkt werden können, um so zu kompetenten Akteuren in ihrer sozialen Realität zu werden.
2.1. Definition der aktiven Medienarbeit
„Aktive Medienarbeit ist ein wesentlicher methodischer Ansatz einer handlungsorientierten Medienpädagogik. Sie bedeutet die Be- und Erarbeitung von Gegenstandsbereichen sozialer Realität mit Hilfe von Medien wie Druck, Foto, Ton, Video, Computer, Multimedia und Internet. Die Medien werden von ihren Nutzern >in Dienst genommen<, das heißt selbsttätig gehandhabt und als Mittel der Kommunikation gebraucht.“1 Dies kann heißen, dass die Medien zu Recherchen eingesetzt werden (z.B. durch das Medium Internet mit Hilfe einer Suchmaschine), anderseits die Heranziehung von Medien als Mittel der Kommunikation zu Informationszwecken (z.B. durch die Vergabe oder Beschaffung von Flyern, Broschüren usw.), weiterhin die Verwendung von Medien zur Klärung von Sachverhalten, Interessen, Einstellungen, Sicht- und Verhaltensweisen und/oder zur Darstellung und Vermittlung eigener Meinungen, Absichten, Problemsichtweisen usw. (wie z.B. der Einsatz des Mediums Video als Mittel der Exploration, die Verwendung von Medien als Mittel zur Kommunikation und letztlich zu Demonstrationszwecken.2
In Hinblick auf den Fachbegriff „aktive Medienarbeit“ liegt in Bezug auf die Bedeutung, nach Palme, ein „zielgerichtetes aktives Handeln“3 nahe. Dieses zielgerichtete Handeln läuft auf die Erstellung eines medialen Produkts hinaus, wie z.B. eine Schülerzeitung, eine Fotogeschichte, ein Hörspiel, ein Film, eine Webseite usw.. Im Unterschied zum Musikkonsum, wie z.B. beim Musik hören und Fernsehen gucken, wird dieses Medienhandeln als aktiv beschrieben.4 Medienkonsumenten sollen zu Medienproduzenten werden.
Grundlegende Ziele aktiver Medienarbeit sind Mündigkeit und Emanzipation, bzw. die Herstellung von authentischer Erfahrung, sowie die Entwicklung und Steigerung von kommunikativer Kompetenz.5
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Medien für die Lebenswelt Jugendlicher ein und erläutert den methodischen Fokus auf handlungsorientierte Medienpädagogik sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen der aktiven Medienarbeit: Das Kapitel definiert den Begriff der aktiven Medienarbeit, beleuchtet ihre historische Entstehung, die Leitziele sowie die pädagogische Grundlegung durch den symbolischen Interaktionismus und die zentralen Lernprinzipien.
3. Jugend, Gesellschaft, Medien: Dieser Abschnitt analysiert die Lebensphase Jugend, die Problemlagen in der heutigen Lebenswelt von Jugendlichen und deren unterschiedliche Bewältigungsstrategien im Kontext der massenmedialen Einflüsse.
4. Aktive Medienarbeit in der Jugendarbeit: Hier werden Kriterien und programmatische Ziele für die aktive Medienarbeit innerhalb der Jugendarbeit erörtert und spezifische Multimediaprojekte vorgestellt.
5. Aktive Medienarbeit in der Schule: Das Kapitel betrachtet die Situation von Medienarbeit im schulischen Kontext und präsentiert praktische Konzepte für Schülerzeitungen sowie Anregungen für den fachspezifischen Unterricht.
6. Aktive Medienarbeit in nicht-institutionellen Formen: Dieser Teil beschreibt die Szene der Jugendpresse Deutschland und die Jugendfilmszene als selbstorganisierte, nicht-institutionelle Ausdrucksformen von Medienarbeit.
7. Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Medienpädagogik als emanzipatorischen Prozess zu verstehen, während gleichzeitig auf die Grenzen und Herausforderungen in der Praxis hingewiesen wird.
Aktive Medienarbeit, Medienpädagogik, Jugendliche, Emanzipation, Mündigkeit, Handlungsorientierung, Medienkompetenz, Jugendkultur, Medienkonsum, Medienproduktion, Jugendarbeit, Lebenswelt, symbolischer Interaktionismus, Jugendforschung, Medienkritik.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der „aktiven Medienarbeit“ als einem methodischen Ansatz der handlungsorientierten Medienpädagogik. Sie untersucht, wie Jugendliche durch den produktiven Einsatz von Medien in ihrer sozialen Realität unterstützt werden können.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretischen Grundlagen der Medienarbeit, die Analyse der jugendlichen Lebenswelt inklusive ihrer Problemstellungen, sowie die praktische Umsetzung medienpädagogischer Projekte in der Jugendarbeit, der Schule und in nicht-institutionellen Szenen wie der Jugendpresse.
Das Ziel ist es, den Nutzen der aktiven Medienarbeit aufzuzeigen, um Jugendliche von passiven Medienkonsumenten zu mündigen Medienproduzenten zu entwickeln, die gesellschaftliche Strukturen kritisch hinterfragen und ihre eigene Identität stärken.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literatur- und Theorieanalyse bestehender medienpädagogischer Konzepte (insbesondere von Fred Schell) und kombiniert diese mit einer Darstellung praxisbezogener Beispiele und aktueller Jugendstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (inklusive Lernprinzipien), eine Analyse der jugendlichen Problemlagen und deren Bewältigung sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Praxisbeispielen für Medienprojekte in verschiedenen pädagogischen Settings.
Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Aktive Medienarbeit, Medienkompetenz, Emanzipation, handlungsorientierte Pädagogik und jugendliche Lebenswelt charakterisieren.
Der Jugendmedienschutz wird als rechtlicher Rahmen behandelt, der insbesondere die Überwachungs- und Regulierungsmechanismen für elektronische Rundfunk- und Telemedien in Deutschland umfasst und als notwendige Basis für die Arbeit mit Minderjährigen betrachtet wird.
Jugend wird als sozialhistorisch eigenständige Lebensphase betrachtet, die sich durch eine zunehmende Ausdehnung aufgrund verlängerter Ausbildungszeiten und veränderter Erwerbsbiografien auszeichnet und in der die Suche nach Identität und Autonomie im Vordergrund steht.
Wettbewerbe dienen als Anreiz für Jugendliche, sich medienpraktisch zu engagieren, und bieten Plattformen, um qualitativ hochwertige Beiträge zu prämieren und die medienpädagogische Arbeit an Schulen und in anderen Einrichtungen zu fördern.
Die Jugendfilmszene wird als ein bedeutsames Feld gesehen, das durch die zunehmende Verbreitung erschwinglicher Technik entstanden ist und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, ihre eigenen Themen und ästhetischen Vorstellungen fernab professioneller Strukturen zu artikulieren.
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