Diplomarbeit, 2010
67 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Teil A
1. Die aktuelle Diskussion in der Öffentlichkeit und die (sozial-)politische Sichtweise auf die Jugendgewalt
2. Aktuelle Zahlen zur Jugendgewalt
Teil B
1. Aggressions- und Gewalttheorien
Teil C
1. Theoretische Grundlagen für Trainingsmaßnahmen im tertiären Präventionssektor
2. Die Trainingsmaßnahmen
2.1. Anti-Aggressions-Training – AAT
2.1.1. Institutionen
2.1.2. Die theoretische Grundlage
2.1.3. Das Konzept
2.1.4. Die Methoden
2.1.5. Qualitätsstandards
2.1.6. Evaluation
2.2. Anti-Gewalt- und Kompetenztraining – AKT
2.2.1. Institutionen
2.2.2. Die theoretische Grundlage
2.2.3. Das Konzept
2.2.4. Die Methoden
2.2.5. Qualitätsstandards
2.2.6. Evaluation
3. Vergleich der Trainingsmaßnahmen anhand der definierten Kriterien
3.1. Theorierahmen
3.2. Theorie der Interventionsstrategien
3.3. Durchführung
3.4. Qualitätssicherung/Qualifizierung
3.5. Evaluationsmenge/-qualität
Teil D
1. Gemeinsame pädagogische Schnittmengen und Diskussion um die Verbreitung der Maßnahmen
Teil E
Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, zwei im tertiären Präventionssektor angesiedelte Trainingsmaßnahmen für straffällig gewordene Jugendliche – das Anti-Aggressions-Training (AAT) und das Anti-Gewalt- und Kompetenztraining (AKT) – kriterienorientiert miteinander zu vergleichen und deren unterschiedliche pädagogische Ansätze sowie deren Wirksamkeit zu analysieren.
1. Die aktuelle Diskussion in der Öffentlichkeit und die (sozial-)politische Sichtweise auf die Jugendgewalt
Die Gewalt in der Gesellschaft wird besonders nach schweren Straftaten, die durch die mediale Verbreitung an die Öffentlichkeit gelangen, zum Diskussionsthema. Dabei werden mehrere Ansätze diskutiert, wie man der Gewalt begegnen könnte. Zum einen fordert ein Großteil der Bevölkerung eine Eindämmung der Gewalt durch härtere Strafen, andere fordern, die Entstehung von Gewalt zu verhindern. Beide Ansätze verfolgen das Ziel, das Gewaltpotenzial in der Bevölkerung zu verringern. Dennoch sind drakonische Strafen in der Öffentlichkeit weit populärer als eine effektive Präventionsarbeit oder eine qualitative Aufarbeitung der begangenen Taten.
Aggressives Verhalten ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Der schimpfende Autofahrer besitzt genauso wie der Jugendliche, der mit gewaltsamen Handlungen Aufsehen erregt, ein Aggressionspotenzial, jedoch ist das Potenzial sehr unterschiedlich und nur ein geringer Anteil wird straffällig in Verbindung mit einer Gewalttat.
Aktuell erregen in regelmäßigen Abständen spektakuläre Straftaten, wie der Überfall auf Dominik Brunner in München-Solln, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft. Diese geschehen zwar nicht täglich, jedoch häufen sich die Fälle besorgniserregend, den Statistiken nach sind die Zahlen zwar rückläufig, jedoch entwickelt sich in der Öffentlichkeit ein anderes Bild, welches vom persönlichen Eindruck jedes einzelnen Betrachters abhängt. Wie die Gewalt in den unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft wahrgenommen wird, hängt sehr von den sozialen Einflüssen ab. Eine Person aus gehobener Schicht sieht eine Verhaltensweise eher als aggressiv an als eine Person aus niedriger Schicht, denn man kann davon ausgehen, dass Gewalt in unteren Schichten eher vorkommt oder sogar als Mittel zum Zweck anerkannt wird. Fehlende pädagogische und kommunikative Fähigkeiten in niedrigeren Schichten begünstigen die Anerkennung von Gewalt als akzeptable Bewältigungsstrategie.
Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Problem der Jugendgewalt und begründet das Ziel der Arbeit, zwei unterschiedliche Trainingsmaßnahmen im tertiären Präventionssektor zu vergleichen.
Teil A: Hier werden die mediale und politische Debatte zur Jugendgewalt sowie aktuelle Kriminalitätsstatistiken kritisch beleuchtet.
Teil B: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe von Aggression und Gewalt sowie deren Definitionen und Ursprungsfaktoren.
Teil C: Dieser umfangreiche Teil detailliert die theoretischen Grundlagen und die praktischen Konzepte, Methoden und Evaluationsergebnisse des Anti-Aggressions-Trainings (AAT) sowie des Anti-Gewalt- und Kompetenztrainings (AKT).
Teil D: Es werden die pädagogischen Schnittmengen analysiert und eine Diskussion über die Verbreitung und den Vergleich beider Ansätze geführt.
Teil E: Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Notwendigkeit eines differenzierten, an der Zielgruppe orientierten Ansatzes betont.
Jugendgewalt, Anti-Aggressions-Training, AAT, Anti-Gewalt- und Kompetenztraining, AKT, tertiärer Präventionssektor, Konfrontative Pädagogik, Verantwortungspädagogik, Resozialisierung, Gewaltprävention, Aggressionshemmung, Gruppendynamik, Kriminalstatistik.
Die Arbeit untersucht und vergleicht zwei spezifische Trainingsmaßnahmen für straffällig gewordene Jugendliche im tertiären Präventionssektor: das Anti-Aggressions-Training (AAT) und das Anti-Gewalt- und Kompetenztraining (AKT).
Die Arbeit behandelt die Definition und Ursachen von Jugendgewalt, den Vergleich konfrontativer versus akzeptierender Interventionsstrategien sowie die methodische Ausgestaltung und Qualitätssicherung dieser Programme.
Das Ziel ist ein kriterienorientierter Vergleich der beiden Trainingsansätze, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Arbeit mit gewaltaffinen Jugendlichen aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um die Konzepte, Methoden und Evaluationsstudien beider Maßnahmen gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Aggressionstheorien), eine detaillierte Darstellung der beiden Trainingskonzepte (AAT und AKT) und einen systematischen Vergleich dieser anhand von Kriterien wie Durchführung, Qualitätssicherung und Evaluation.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Jugendgewalt, AAT, AKT, Konfrontative Pädagogik, Verantwortungspädagogik, Resozialisierung und Gewaltprävention geprägt.
Während das AAT eine konfrontative, teils provokative Haltung einnimmt, setzt das AKT auf eine akzeptierende, ganzheitliche und demütigungsfreie Haltung, bei der der Jugendliche nicht allein über seine Tat definiert wird.
Der „Heiße Stuhl“ ist eine Methode, bei der ein Teilnehmer in den Mittelpunkt gerückt wird, um ihn direkt mit seinem Verhalten oder der Opferperspektive zu konfrontieren; beim AAT geschieht dies intensiver und umringt von der Gruppe als konfrontatives Element.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

