Examensarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 1,2
Einleitung
1. Die Nachbargemeinden des Flughafens Oberpfaffenhofen
1.1 Die Gemeinde Gilching
1.2 Die Gemeinde Weßling
1.3 Oberpfaffenhofen
2. Voraussetzungen für den Bau des Flughafens Oberpfaffenhofen
2.1 Rüstungsplanungen im Dritten Reich
2.2 Aufbau der Luftwaffe
2.3 Standortfaktoren für Oberpfaffenhofen
3. Geschichte des Flughafens Oberpfaffenhofen
3.1 Die Gründung des Werks
3.2 Der Flughafen im Dritten Reich
3.3 Der Flughafen unter amerikanischer Besatzung
3.4 Dornierwerk wird amerikanische Manöverbasis
3.5 Nach der Rückgabe an Dornier bis heute
4. Die Beziehungen zwischen dem Flughafen Oberpfaffenhofen und den umliegenden Gemeinden
4.1 Der Flughafen als Arbeitgeber
4.2 Auswirkungen auf die Sozialstruktur der Gemeinden
4.2.1 Der Zuzug von Arbeitern
4.2.2 Bereiche mit erkennbaren Veränderungen
4.3 Wohnungsbau und Baulandentwicklung
4.3.1 Der Bau der Dorniersiedlung
4.3.2 Entwicklung der Miet- und Grundstückspreise in der Gemeinde Gilching
4.4. Beeinflussung der Bevölkerung in den Gemeinden durch die amerikanische Präsenz
4.4.1 Beschlagnahmung der Gilchinger Dorniersiedlung
4.4.2 Wirbel um Erweiterungsflächen in Weßling
5. Der geplante Ausbau des Flughafens Oberpfaffenhofen
5.1 Änderungen der Nutzungsregelung für den Flughafen
5.2 EDMO beantragt den Ausbau des Flughafens
5.3 Der Planfeststellungsbeschluss
5.4 Das Landesentwicklungsprogramm 2006
5.5 Antrag der EDMO auf Ergänzung der luftrechtlichen Genehmigung
5.5.1 Reaktionen seitens der Bevölkerung auf den Antrag
5.5.2 Reaktionen seitens der Politiker auf den Antrag
5.6 Satzung der Bürgerinitiative Fluglärm Gilching e.V.
6. Die Flughäfen Fürstenfeldbruck und Jesenwang und deren Auswirkungen auf ihre Nachbargemeinden
6.1 Der Flughafen Fürstenfeldbruck
6.1.1 Truppenreduzierung der Bundeswehr und daraus resultierende Probleme für die Stadt und den Landkreis Fürstenfeldbruck
6.2 Der Flughafen Jesenwang
6.2.1 Bürgervereinigung gegen den Fluglärm
7. Stellenwert des Flughafens Oberpfaffenhofen für den High-Tech Standort Bayern
7.1 Bedeutung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den historisch gewachsenen und gegenwärtigen Einfluss des Flughafens Oberpfaffenhofen auf die umliegenden Gemeinden Gilching und Weßling, analysiert die sozioökonomischen Folgen für die Region und beleuchtet kritisch den geplanten Ausbau zur Förderung des Wirtschaftsstandortes vor dem Hintergrund lokaler Bürgerproteste.
3.3 Der Flughafen unter amerikanischer Besatzung
Die 11. Infanteriedivision marschierte am 30. April 1945, um 9 Uhr morgens, von Alling her kommend in Gilching ein. Die Amerikaner ließen eine kleine Gruppe in Gilching zurück und besetzten den Flughafen. Dieser wurde bereits zwei Wochen vor der Ankunft der Amerikaner aufgegeben und war bis auf eine Hand voll zurückgebliebener Arbeiter verlassen. Einige Tage später landeten in Oberpfaffenhofen die ersten amerikanischen Flugzeuge und lösten die 11. Infanteriedivision dort ab. Somit wurde aus dem Werk der Dornier Metallbau GmbH die US Air Base Oberpfaffenhofen.
Die Amerikaner waren zunächst mit der Beseitigung der Kriegsschäden und der nicht detonierten Bomben auf dem Gelände beschäftigt. Die zerstörten Produktionshallen für die Do17 Bomber wurden abgerissen. An deren Stelle wurden neue Reparatur- und Abstellhallen gebaut und der Flughafen so zur reinen Reparaturwerft umfunktioniert. Mit dem Wechsel der Besitzer änderten sich auch die Aufgaben des Flughafens. War der Flughafen zu Zeiten des Dritten Reiches sowohl Produktionswerk als auch Reparaturwerft, so diente er den amerikanischen Besatzern ausschließlich zur Wartung der US Maschinen. Die Flugzeuge vom Typ Douglas, C-39 Dakota und P-47 Thunderbolts wurden in Oberpfaffenhofen überholt, um sie in die USA zurückzuführen oder sie zu verkaufen. Einige wenige Modelle wurden ausgeschlachtet und stückweise verkauft. Wie viele amerikanische Maschinen unter diesen Voraussetzungen nach Oberpfaffenhofen kamen ist nicht bekannt.
1. Die Nachbargemeinden des Flughafens Oberpfaffenhofen: Vorstellung der Gemeinden Gilching und Weßling sowie des Ortsteils Oberpfaffenhofen unter Berücksichtigung ihrer geographischen Lage und historischen Entwicklung.
2. Voraussetzungen für den Bau des Flughafens Oberpfaffenhofen: Analyse der rüstungspolitischen Entscheidungen im Dritten Reich und der geografischen Faktoren, die Oberpfaffenhofen zum idealen Standort machten.
3. Geschichte des Flughafens Oberpfaffenhofen: Chronologischer Überblick über die verschiedenen Nutzungsphasen des Geländes von der Gründung durch Dornier über die US-Besatzungszeit bis zur heutigen EDMO-Ära.
4. Die Beziehungen zwischen dem Flughafen Oberpfaffenhofen und den umliegenden Gemeinden: Untersuchung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten sowie der soziokulturellen Auswirkungen, inklusive Wohnungsbau und veränderter politischer Meinungsbildung.
5. Der geplante Ausbau des Flughafens Oberpfaffenhofen: Detaillierte Darstellung der aktuellen Konflikte zwischen den Betreibern und der Bevölkerung hinsichtlich einer Kapazitätserweiterung und deren rechtliche Würdigung.
6. Die Flughäfen Fürstenfeldbruck und Jesenwang und deren Auswirkungen auf ihre Nachbargemeinden: Vergleichende Analyse anderer Flugplatzstandorte zur Identifikation von Best-Practice-Beispielen und Lösungsstrategien für die Bürger.
7. Stellenwert des Flughafens Oberpfaffenhofen für den High-Tech Standort Bayern: Bewertung der ökonomischen Bedeutung des Standortes, insbesondere unter Einbeziehung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
8. Zusammenfassung: Fazit der Arbeit, das die ambivalente Rolle des Flughafens als Wirtschaftsfaktor und Lärmquelle zusammenfasst und den aktuellen Stand der juristischen Auseinandersetzungen bewertet.
Flughafen Oberpfaffenhofen, Dornier, Gilching, Weßling, Luftfahrt, Rüstungswirtschaft, US Air Base, Bürgerinitiative, Fluglärm, Regionalentwicklung, High-Tech Standort, DLR, Infrastruktur, Luftverkehr, Standortpolitik
Die Arbeit analysiert den historischen und gegenwärtigen Einfluss des Flughafens Oberpfaffenhofen auf die angrenzenden Gemeinden Gilching und Weßling und untersucht die daraus resultierenden sozialen und wirtschaftlichen Konflikte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rüstungshistorie des Standorts, der Zeit der US-Besatzung, der soziokulturellen Beeinflussung der Gemeinden durch das Werk und dem aktuellen Diskurs über eine mögliche Erweiterung des Flugbetriebs.
Ziel ist es, die Bedeutung des Flughafens für die lokale Entwicklung der letzten 70 Jahre aufzuzeigen und die Auswirkungen des geplanten Ausbaus im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Nutzen und der Beeinträchtigung der Lebensqualität zu prognostizieren.
Der Verfasser stützt sich primär auf eine Auswertung von lokalen Ortschroniken, Zeitungsberichten, Archivunterlagen (EDMO, EADS, Gemeindearchive) sowie mündliche Überlieferungen von Zeitzeugen und Akteuren vor Ort.
Im Hauptteil stehen die sozioökonomischen Auswirkungen des Flughafens als Arbeitgeber, der Einfluss auf den Wohnungsbau, die Konsequenzen der US-Präsenz sowie die detaillierte Analyse der juristischen und politischen Auseinandersetzungen um den Ausbau ab dem Jahr 2002 im Fokus.
Die wichtigsten Begriffe sind Oberpfaffenhofen, Dornier, Fluglärm, Bürgerinitiativen, wirtschaftliche Entwicklung und Regionalplanung.
Sie dienen als Vergleichsstandorte, um aus deren Erfahrungen mit Truppenreduzierung, Fluglärm und Bürgerprotesten Erkenntnisse für den Umgang mit der speziellen Situation in Gilching und Weßling zu gewinnen.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Gelände des Flughafens ist ein wesentlicher Akteur für den High-Tech-Standort Bayern, auch wenn es organisatorisch eigenständig agiert und nicht direkt zum Flughafenbetrieb gehört.
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