Magisterarbeit, 2008
103 Seiten, Note: 1.3
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Transformationsprozesse in Osteuropa
2.2.1 Periodisierung der Transformationsverläufe
2.2.2 Besonderheit der Transformationsprozesse in Osteuropa
2.3 Medien und Demokratie in Transformationsstaaten
2.3.1 Massenmedien als Vorrausetzung moderner Demokratien
2.3.2 Funktionen der Medien und ihr Beitrag zur demokratischen Konsolidierung
2.3.3 Demokratisches Modell der Massenkommunikation
2.3.4 Medientransformation
3 RECHTLICHEN GRUNDLAGEN
3.1 Die Entwicklung der medienrechtlichen Grundlagen
3.1.1 Die Abschaffung des Staatsmonopols und Einführung grundlegender Regelungen
3.1.2 Der Weg zum Rundfunk und Fernsehgesetz von 1992
3.2 Gesetzliche Regelungen für das Funktionieren der audiovisuellen Medien
3.2.1 Der Nationale Rundfunk- und Fernsehrat: wichtigstes Kontrollorgan des polnischen Rundfunks
3.2.2 Die Presse- und Meinungsfreiheit als Grundlage journalistischer Arbeit
3.2.3 Gesetzliche Regelungen des Rundfunkmarktes
4 FERNSEH- UND HÖRFUNKMARKT
4.1 Fernsehmarkt
4.1.1 Öffentlich-rechtliches Fernsehen
4.1.2 Kommerzielle Fernsehsender
4.1.3 Lizenzierte katholische Fernsehsender
4.2 Hörfunkmarkt
4.2.1 Öffentlich-rechtlicher Hörfunk
4.2.2 Kommerzielle Hörfunkanbieter
4.2.3 Lizenzierte katholische Radiosender
5 AUSWERTUNG DER SCHRIFTLICHEN INTERVIEWS
6 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der audiovisuellen Medien in Polen nach 1989 und analysiert, inwieweit diese durch ihre Strukturen und Funktionen zur demokratischen Konsolidierung des Landes beitragen.
2.2.2 Besonderheit der Transformationsprozesse in Osteuropa
Nachdem im vorangegangenen Kapitel mit der Periodisierung ein allgemeines Grundgerüst zur Betrachtung von Transformationsprozessen vorgestellt wurde, wird in diesem Kapitel auf die Besonderheiten der osteuropäischen Transformationsprozesse eingegangen, um die Problematik der Umbruchsvorgänge in Polen zu verdeutlichen.
Diese unterscheiden sich von denen der übrigen Ländern der drei Demokratisierungswellen, in dem sie drei gleichzeitig ablaufende Transformationsprozesse zu bewältigen haben: die politische Transformation (Übergang von der Diktatur zur Demokratie), die wirtschaftliche Transformation (Wechsel von der Plan- zur Marktwirtschaft) und in manchen Fällen die staatliche Transformation (Nationalstaats- und Identitätsbildung, die Bewältigung ethnischer Konflikte). In westlichen Industriestaaten, die zugleich als Vorbild fungieren, sind diese Vorgänge evolutionär und zeitlich aufeinander folgend abgelaufen. Für Osteuropa gilt jedoch, dass diese drei Phasen fast synchron durchlaufen werden müssen, ohne das Vorhandensein historischer Vorbilder. Alle drei Sphären folgen einer eigenen Entwicklungslogik, sind aber gleichzeitig interdependent. Das und die Tatsache, dass sie gleichzeitig ablaufen „[…] bedingt nicht nur hohe Entscheidungslasten, sondern auch wechselseitige Obstruktionseffekte“. Dieses für Osteuropa spezifische Phänomen wird von Claus Offe in seinem Werk “Der Tunnel am Ende des Lichts“ als das „Dilemma der Gleichzeitigkeit“ benannt.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung zur Rolle der audiovisuellen Medien bei der demokratischen Konsolidierung Polens nach 1989.
2 THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN: Definition zentraler Begriffe sowie theoretische Einordnung von Transformationsprozessen und der Rolle von Massenmedien in Demokratien.
3 RECHTLICHEN GRUNDLAGEN: Analyse der medienrechtlichen Entwicklung, insbesondere der Abschaffung des Staatsmonopols und der Etablierung regulatorischer Rahmenbedingungen.
4 FERNSEH- UND HÖRFUNKMARKT: Detaillierte Betrachtung der Struktur und Entwicklung des polnischen Rundfunkmarktes unter Berücksichtigung öffentlich-rechtlicher, kommerzieller und konfessioneller Akteure.
5 AUSWERTUNG DER SCHRIFTLICHEN INTERVIEWS: Zusammenfassung der Expertenbefragungen, die den Einfluss der Politik auf die Medienlandschaft bestätigen.
6 FAZIT: Resümee über die Entwicklung des polnischen Mediensystems sowie Ausblick auf die Notwendigkeit politischer Kultur und Zivilgesellschaft.
Polen, Transformation, Medien, Demokratische Konsolidierung, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, KRRiT, Pressefreiheit, Rundfunkgesetz, Massenkommunikation, Politisierung, Medienmarkt, Medienkonzentration, Medienethik, Systemwechsel, Journalismus
Die Arbeit analysiert, wie sich die audiovisuellen Medien in Polen seit dem politischen Systemwechsel 1989 entwickelt haben und inwieweit sie zur Stärkung der Demokratie beitragen.
Die zentralen Felder sind die Transformation der Medienordnung, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Rundfunk und Presse sowie die Untersuchung des aktuellen Fernseh- und Hörfunkmarktes.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Strukturen und Funktionen der audiovisuellen Medien in Polen zur demokratischen Konsolidierung der jungen Demokratie beitragen.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung sowie eine Analyse von Gesetzestexten und Berichten, ergänzt durch eine halbstandardisierte Expertenbefragung (Experteninterviews) mit polnischen Journalisten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine rechtliche Analyse der Medienordnung und eine empirische Betrachtung des polnischen Fernseh- und Hörfunkmarktes (öffentlich-rechtlich vs. kommerziell/katholisch).
Wichtige Begriffe sind Transformation, Mediensystem, Demokratische Konsolidierung, Politisierung und Medienaufsicht (KRRiT).
Der KRRiT fungiert als zentrales Kontrollorgan für das polnische Rundfunkwesen, dessen Organisationsstruktur und Nominierungsverfahren jedoch kritisch im Kontext politischer Einflussnahme diskutiert werden.
Die Affäre machte die Problematik der politischen Instrumentalisierung von Medien einer breiten Öffentlichkeit bekannt und schärfte das Bewusstsein für die notwendige Unabhängigkeit der Medien.
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