Masterarbeit, 2010
190 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Einführung in die Problemstellung
2. Gang der Untersuchung
Kapitel 1 Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise
1.0 Vorwort
1.1 Hintergrundanalyse
1.1.1 Destabilisierung durch makroökonomische Faktoren
1.1.2 Ende der Immobilienhausse als kriseninduzierender Wendepunkt
1.1.3 Zur Genesis aus mikroökonomischer Sicht
1.1.3.1 Subprime-Segmentierung
1.1.3.2 Originate-to-Distribute Modell
1.1.3.3 Asset-Valuation
1.1.3.4 Vertrauenskrise am Interbankenmarkt
1.2 Chronologie der Wirtschaftskrise
1.2.0 Etappenweiser Verlauf der Krise
1.2.1 Genese bis zum „Schwarzen Montag“ am 15.09.2008
1.2.2 Meltdown durch Lehman Brothers
Kapitel 2 Parameter der Wirtschaftspolitik
2.1 Regulatorisches Umfeld
2.2 Definition einer Rezession
2.3 Ableitung und Beurteilung von Aktionsparametern
2.3.1 Wirkung einer expansiven Fiskalpolitik
2.3.2 Wirkung einer expansiven Geldpolitik
Kapitel 3 Internationale Reaktionen auf die Finanzkrise
3.1 Konjunkturstabilisierung
3.1.1 Ausgewählte konjunkturpolitische Reaktionen
3.1.2 Zentralbankpolitische Maßnahmen
3.1.2.1 Leitzinspolitik
3.1.2.2 Qualitative Easing
3.1.2.3 Quantitative Easing
3.1.2.4 Charakteristika der EZB-Politik
3.1.3 Effektivität der ergriffenen Maßnahmen
3.2 Finanzmarktstabilisierung
3.2.1 Adaption des Beihilferecht im Lichte der Bankenkrise
3.2.1.1 Die Bankenmitteilung
3.2.1.2 Die Rekapitalisierungsmitteilung
3.2.1.3 Die Mitteilung über die Behandlung wertgeminderter Aktiva
3.2.1.4 Die Mitteilung zur Bankenumstrukturierung
3.2.1.5 Inanspruchnahme der Stabilisierungsmaßnahmen
3.2.2 Grundlegende Ansätze für ein neues Regulierungsregime
3.2.2.1 Neufassungen der EU-Banken und der –Kapitaladäquanzrichtlinie
3.2.2.2 Kodifikation neuer Rechtsbereiche
3.2.2.3 Eckpunkte einer neuen europäischen Finanzmarkaufsicht
3.3 Die Euro-Schuldenkrise am Beispiel Griechenlands
3.3.1 Ursachen der Krise
3.3.1.1 Inländische Perspektive
3.3.1.2 Mangelnde Transparenz innerhalb der EU
3.3.2 Reform- und Rettungsplan
3.3.2.1 Rettungsabkommen von EU und IWF
3.3.2.2 Griechisches Sparpaket
3.3.3 Zwischenfazit
3.4 Abschottungspolitik und Protektionismus
Kapitel 4 Maßnahmen der Bundesregierung
4.1 Finanzmarktstabilisierung mittels SoFFin
4.1.1 Überblick zum gesetzlichen Regelungskomplex
4.1.2 Beurteilung der ergriffenen Maßnahmen
4.2 Lex HRE – Das Rettungsübernahmegesetz
4.2.1 Zur Vorgeschichte
4.2.2 Gang der Verstaatlichung
4.2.2.1 Erste Inanspruchnahmen des SoFFin
4.2.2.2 Übernahme
4.2.3 Beurteilung der Staatsbeteiligung
4.3 Konjunkturstabilisierung
4.3.1 Konjunkturpaket I
4.3.2 Konjunkturpaket II
4.3.2.1 Kredit- und Bürgschaftsprogramm
4.3.2.2 Die Umweltprämie
4.3.2.3 Das Kurzarbeitergeld
4.3.3 Wertung der Maßnahmen
4.4 Weitere Ansätze
Kapitel 5 Exemplarischer Abriss vorangegangener Finanz-Malaisen
5.1 Rückbesinnung auf die Theorien der sozialen Marktwirtschaft
5.2 Synopse ausgewählter Finanzkrisen
5.2.1 Die Japanische Falle
5.2.2 Das Schwedische Modell
5.2.3 Konklusion
5.3 Induktionen für die Gegenwart
Kapitel 6 Schlussfolgerungen
6.1 Zentrale Thesen
6.2 Konjunkturelle Perspektiven
6.2.1 Weltwirtschaftliche Aspekte
6.2.2 Inflationsrisiken
6.2.3 Deutscher Blickwinkel
6.3 Regulatorischer Ausblick
6.3.1 Allgemeine Überlegungen
6.3.2 Stressszenarios
6.3.3 Kernelemente einer reformierten Finanzordnung
Resümee
Die vorliegende Master Thesis untersucht das nationale Krisenmanagement im Kontext der globalen Finanzmarktkrise ab 2007. Ziel der Arbeit ist es, die ergriffenen staatlichen Maßnahmen der Bundesregierung zu erfassen und deren Legitimität sowie Wirksamkeit vor dem Hintergrund der Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft kritisch zu beurteilen.
1.1.1 Destabilisierung durch makroökonomische Faktoren
Die gängige Wahrnehmung bzw. Diagnose der Krise konzentriert sich zumeist auf jenen Bereich, wo sie in die Außenwahrnehmung trat: die fahrlässige Profitorientierung der Banker, verkennt jedoch zugleich, dass auf gesamtwirtschaftlicher Ebene einer viel zu expansiven Zinspolitik der US-amerikanischen Notenbank FED eine entscheidende Rolle zukommt. Mit einem historisch niedrigem Leitzinsniveau von 1 % in 2003 (Abb. 5), welches auch noch in Phasen einer gefestigten konjunkturellen Entwicklung beibehalten, mithin gleichsam als überdehnte Liquiditätszufuhr ausgemacht wurde, schuf dieses starke Anreize für unausweichlich profitorientierte Finanzmarktakteure, ihre Eigenkapitalrendite durch einen hohen Fremdfinanzierungsgrad (Leverage) zu hebeln (siehe Kasten 1).
Kapitel 1 Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen der globalen Finanzkrise, wobei insbesondere die Rolle der US-Geldpolitik und makroökonomische Faktoren im Vordergrund stehen.
Kapitel 2 Parameter der Wirtschaftspolitik: Hier werden die theoretischen Grundlagen der staatlichen Konjunkturpolitik sowie das regulatorische Umfeld und die Definition einer Rezession erörtert.
Kapitel 3 Internationale Reaktionen auf die Finanzkrise: Dieses Kapitel untersucht die weltweiten Krisenbekämpfungsmaßnahmen, insbesondere der Zentralbanken, sowie die Euro-Schuldenkrise am Beispiel Griechenlands.
Kapitel 4 Maßnahmen der Bundesregierung: Hier werden die spezifischen deutschen Krisenbewältigungsinstrumente wie SoFFin, die Verstaatlichung der HRE und die Konjunkturpakete analysiert und bewertet.
Kapitel 5 Exemplarischer Abriss vorangegangener Finanz-Malaisen: Dieses Kapitel stellt historische Finanzkrisen in eine Synopse, um Induktionen für die heutige Situation abzuleiten.
Kapitel 6 Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Thesen zusammen und bietet einen regulatorischen Ausblick sowie konjunkturelle Perspektiven.
Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Kapitalmarktregulierung, SoFFin, HRE, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Soziale Marktwirtschaft, Bankenrettung, Immobilienkrise, Subprime, Staatsverschuldung, Konjunkturpaket, Finanzstabilität, EZB
Die Arbeit analysiert das nationale Krisenmanagement Deutschlands während der globalen Finanzkrise ab 2007 unter Berücksichtigung der marktwirtschaftlichen Grundordnung.
Die Themen umfassen die Ursachen der Krise, internationale Reaktionen, staatliche Rettungsmaßnahmen, die Euro-Schuldenkrise sowie historische Vergleiche und zukünftige Regulierungsansätze.
Das Ziel ist die Erfassung und rechtliche Würdigung der staatlichen Maßnahmen, um deren Legitimität und Wirksamkeit vor dem Hintergrund der sozialen Marktwirtschaft zu prüfen.
Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der ökonomische Analysen mit einer juristischen Bewertung von Gesetzgebungsakten verknüpft.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehungsgeschichte der Krise, die wirtschaftspolitischen Parameter, internationale und deutsche Rettungsmaßnahmen sowie historische Krisenbeispiele.
Wichtige Begriffe sind Finanzmarktstabilisierung, Bankenregulierung, SoFFin, Konjunkturpolitik und systemische Risiken.
Die Arbeit diskutiert die Verstaatlichung der Hypo Real Estate als Ultima Ratio und kritisiert diese als potenziell verfassungsrechtlich problematischen Eingriff in die Eigentumsordnung.
Stresstests werden als zentrales Instrument zur Analyse systemischer Risiken und zur Kontrolle der Kapitalausstattung von Banken hervorgehoben, wobei deren Aussagekraft und Konsequenzen kritisch hinterfragt werden.
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