Doktorarbeit / Dissertation, 1999
316 Seiten, Note: magna cum laude
Diese Dissertation untersucht das Werk des mittelalterlichen Autors Gottfried von Viterbo und seine Rolle im Kontext der damaligen Geistesgeschichte. Sie analysiert seine "Introductiones", ein umfangreiches historiographisches Werk, das Einblicke in die Denkweise und die Vorstellungswelt des Mittelalters bietet.
Die Einleitung führt in das Thema der Dissertation ein und gibt einen Überblick über den Forschungsstand zu Gottfried von Viterbo. Das erste Kapitel beleuchtet das Leben des Autors und die Umstände seiner Zeit, die sein Werk prägten.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Manuscrit latin 4894 der Bibliothèque nationale Paris, das die älteste erhaltene Handschrift der "Introductiones" Gottfrieds von Viterbo darstellt. Es enthält wichtige Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte und Überlieferung des Werks.
Das dritte Kapitel behandelt die Struktur und Quellen der "Introductiones" und untersucht, wie Gottfried verschiedene Quellen integriert und dabei seine eigene Sichtweise einbringt.
Das vierte Kapitel analysiert die Überarbeitungen und Weiterentwicklungen, die die "Introductiones" im Laufe ihrer Entstehung erfuhr. Es beleuchtet die Bedeutung des Papstkatalogs, der einen wesentlichen Bestandteil des Werks darstellt.
Das fünfte Kapitel analysiert Gottfrieds Darstellung des ungarischen Volkes in den "Introductiones". Es zeigt, wie der Autor die Ungarn im Kontext des europäischen Kulturkreises darstellt und wie er ihre Geschichte im Vergleich zu den Franken betrachtet.
Das sechste Kapitel befasst sich mit Gottfrieds Darstellung Karls des Großen, der als herausragende Gestalt in den "Introductiones" dargestellt wird. Es untersucht, wie Gottfried Karls Geburt, seine Siege, seine Kaiserkrönung und seine Bedeutung für die europäische Geschichte darstellt.
Gottfried von Viterbo, "Introductiones", Historiographie, Mittelalter, Manuscrit latin 4894, Quellen, Überarbeitungen, Papstkatalog, Ungarn, Franci, Karl der Große, "auctoritas".
Gottfried von Viterbo war ein mittelalterlicher Autor und Geschichtsschreiber des 12. Jahrhunderts, bekannt für seine umfangreichen historiographischen Werke wie den „Liber universalis“.
Das Werk ist ein Versuch einer Weltchronik. Die Dissertation untersucht dessen Entstehung, die verwendeten Quellen und die Art und Weise, wie Gottfried verschiedene historische Bausteine zu einem Gesamtbild verband.
Es handelt sich um die älteste erhaltene Handschrift der „Introductiones“ von Gottfried. Sie ist zentral für die Erforschung der Entstehungsgeschichte und der Überarbeitungsprozesse seines Werks.
Gottfried widmet Karl dem Großen viel Raum, wobei er dessen Herkunft, die Siege über die Langobarden, seine Kaiserkrönung und seine Reisen nach Konstantinopel und Jerusalem thematisiert.
Die Arbeit analysiert Gottfrieds Darstellung der Ungarn im Kontext des europäischen Kulturkreises und vergleicht seine Sichtweise mit der von Otto von Freising.
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