Magisterarbeit, 2010
114 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der demographische Wandel in Mecklenburg-Vorpommern
2.1 Gesamtbevölkerung
2.2 Bevölkerungsstruktur
2.3 Geographische Verteilung
2.4 Zwischenfazit: Alterung und regionale Unterschiede bei der Schrumpfung
3 Infrastruktur als Grundlage gleichwertiger Lebensverhältnisse
3.1 Der Grundsatz gleichwertiger Lebensverhältnisse
3.2 Technische Infrastruktur
3.2.1 Verdichtungsgebiete
3.2.2 Ländliche Regionen
3.3 Soziale Infrastruktur
3.3.1 Verdichtungsgebiete
3.3.2 Ländliche Regionen
3.4 Zwischenfazit: Benachteiligung ländlicher Regionen
4 Anforderungen an die künftige Infrastrukturpolitik
4.1 Schwerpunktverschiebungen des Infrastrukturbedarfs
4.1.1 Anforderungen an die technische Infrastruktur
4.1.2 Anforderungen an die soziale Infrastruktur
4.2 Chancen für die Infrastrukturentwicklung
4.3 Handlungsoptionen
4.4 Zwischenfazit: Herausforderung für eine neue Infrastrukturpolitik
5 Infrastrukturpolitische Reaktionen
5.1 Bundespolitische Maßnahmen
5.1.1 Angleichung der Lebensbedingungen: „Aufbau Ost“
5.1.2 Bundesprogramm „Stadtumbau Ost“
5.1.3 Weitere Bundesprogramme
5.2 Landespolitische Maßnahmen Mecklenburg-Vorpommerns
5.3 Kommunale Maßnahmen
5.3.1 Potentiale nutzen – Mehrgenerationenhäuser
5.3.2 Regionale Initiativen
5.3.3 Einzelprojekte
5.4 Zwischenfazit: Geförderte lokale Flexibilität
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die komplexen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Infrastrukturpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse in einer Region zu analysieren, die von starkem Bevölkerungsrückgang und Überalterung geprägt ist, und darauf aufbauend Handlungsoptionen für eine zukunftsfähige Infrastrukturgestaltung zu entwickeln.
2.1 Gesamtbevölkerung
Seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten und der Neugründung der fünf neuen Bundesländer hat das Gebiet der ehemaligen DDR (inklusive Ost-Berlin) 2,4 Millionen Einwohner verloren, fast 15 Prozent der Einwohner der DDR im Jahr 1988. Bereits mit dem Mauerfall 1989 sank die Zahl der Einwohner Ostdeutschlands um eine viertel Million bis zum Ende des Jahres. Das entspricht ungefähr der damaligen Stadtgröße Rostocks, der größten Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Die Bevölkerung des Gebietes des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern sank in diesem Zeitraum von 1,98 Millionen am Ende des Jahres 1988 auf 1,66 Millionen im Jahr 2008. Das entspricht einem Rückgang von 16,2 Prozent.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik des Bevölkerungsrückgangs in Mecklenburg-Vorpommern und führt in die Fragestellung zur Aufrechterhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse ein.
2 Der demographische Wandel in Mecklenburg-Vorpommern: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Bevölkerungsentwicklung, die Altersstruktur sowie die ungleiche geographische Verteilung und das Phänomen der Schrumpfung.
3 Infrastruktur als Grundlage gleichwertiger Lebensverhältnisse: Hier werden der rechtliche Rahmen und der Status Quo der technischen sowie sozialen Infrastruktur in Verdichtungsräumen und ländlichen Regionen gegenübergestellt.
4 Anforderungen an die künftige Infrastrukturpolitik: Das Kapitel definiert, welche Veränderungen im Bedarf an Infrastruktur durch den demographischen Wandel entstehen und welche Chancen sich daraus ergeben.
5 Infrastrukturpolitische Reaktionen: Es wird untersucht, wie Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik auf die Herausforderungen reagieren, mit Fokus auf Programmen wie „Aufbau Ost“ und „Stadtumbau Ost“ sowie lokalen Ansätzen.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Infrastrukturpolitik unter den Bedingungen des demographischen Wandels.
Demographischer Wandel, Mecklenburg-Vorpommern, Infrastrukturpolitik, gleichwertige Lebensverhältnisse, Bevölkerungsrückgang, Daseinsvorsorge, technische Infrastruktur, soziale Infrastruktur, Stadtumbau, ländliche Räume, Schrumpfung, Regionalentwicklung, Mobilität, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen der demographischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und den Erfordernissen sowie Möglichkeiten der staatlichen Infrastrukturpolitik zur Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen.
Die zentralen Felder sind die demographische Schrumpfung, die Differenzierung zwischen technischer und sozialer Infrastruktur sowie die Bewertung von Förderprogrammen auf verschiedenen politischen Ebenen.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der demographischen Ausgangslage Strategien und Handlungsoptionen zu identifizieren, wie Infrastruktur trotz Bevölkerungsrückgangs effizient und zukunftsorientiert gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung statistischer Daten (u.a. GENESIS-Datenbank, Statistisches Landesamt) sowie einer Analyse der raumordnungspolitischen Literatur und bestehender Gesetzesgrundlagen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der demographischen Lage, die detaillierte Infrastrukturanalyse nach Regionstypen und die kritische Würdigung der infrastrukturpolitischen Reaktionsmöglichkeiten.
Die wichtigsten Begriffe sind Demographischer Wandel, Schrumpfung, Daseinsvorsorge, Infrastrukturausstattung und Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.
Die Arbeit zeigt, dass während Verdichtungsgebiete oft über ein breites, zentralisiertes Infrastrukturangebot verfügen, ländliche Regionen zunehmend mit Defiziten kämpfen, die kreative und flexible Lösungen (wie mobile Dienste oder Bürgerinitiativen) erfordern.
Diese Einrichtungen werden als innovative Ansätze hervorgehoben, um soziale Infrastruktur in schrumpfenden Gemeinden durch ehrenamtliches Engagement und Mehrfachnutzung von Gebäuden aufrechtzuerhalten.
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