Bachelorarbeit, 2010
69 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Privatschulen in türkischer Trägerschaft im deutschen Bildungssystem. Das Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Schulen eine Chance für Kinder und Jugendliche türkischer Herkunft darstellen, um der Bildungsmisere zu entgehen, die im Vergleich zu deutschen Schülern deutlich sichtbar ist. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern diese Schulen zum schulischen und beruflichen Erfolg der Migrantenkinder und -jugendlichen beitragen und welchen Beitrag sie zur gesellschaftlichen Integration leisten. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Geschichte und die Funktion von Privatschulen in Deutschland gelegt. Die Arbeit hinterfragt, ob Privatschulen tatsächlich eine Alternative zu staatlichen Schulen darstellen und welche Herausforderungen und Chancen sie für die Integration von Migrantenkindern bieten.
Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Bildungsmisere von Migrantenkindern in Deutschland und stellt die Relevanz des Themas in den Vordergrund. Kapitel 2 erläutert wichtige Begrifflichkeiten wie „Migrantenkinder“, „Integration“ und „Privatschulen“. Kapitel 3 befasst sich mit der Geschichte, Rolle und Funktion von Privatschulen in Deutschland, sowie mit ihren Vor- und Nachteilen. Im vierten Kapitel wird die Bildungsbeteiligung von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem anhand von Indikatoren wie Beteiligung, Schulleistungen und Bildungserfolg analysiert. Kapitel 5 stellt den theoretischen Rahmen der Arbeit vor, indem das machttheoretische Etablierten-Außenseiter-Modell von Norbert Elias und John L. Scotson vorgestellt wird. Schließlich wird in Kapitel 6 das Fallbeispiel der TÜDESB-Schule in Berlin-Spandau analysiert, um die Anwendung des Etablierten-Außenseiter-Modells auf die Gründung einer deutsch-türkischen Privatschule zu verdeutlichen.
Migrantenkinder, Integration, Privatschulen, Bildungserfolg, Etablierte-Außenseiter-Modell, TÜDESB, deutsch-türkische Privatschule, Bildungsmisere, Bildungspartizipation, gesellschaftliche Integration.
Die Arbeit untersucht, ob diese Schulen durch gezielte Förderung und Binnenintegration eine Alternative zur staatlichen Schule bieten, in der Migranten oft schlechter abschneiden.
Dieses machttheoretische Modell beschreibt die Machtverhältnisse und sozialen Figurationen zwischen alteingesessenen Gruppen und neu hinzukommenden "Außenseitern".
Die Arbeit betrachtet die TÜDESB-Schulen (Gymnasium und Realschule) in Berlin-Spandau als Beispiel für von türkischen Initiatoren gegründete Privatschulen.
Diskutiert werden soziale Herkunft, Sprachkenntnisse, aber auch institutionelle Diskriminierung beim Übergang in weiterführende Schulen.
Es bezeichnet die Stärkung der eigenen Gruppe durch Bildungserfolg innerhalb einer geschützten Umgebung, um später besser in die Gesamtgesellschaft integriert zu sein.
Erdogan forderte die Gründung türkischsprachiger Gymnasien und Universitäten in Deutschland, was eine kontroverse Debatte auslöste.
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