Bachelorarbeit, 2010
46 Seiten
1. Herstellermarken und Handelsmarken – Einleitung
1.1 Aktualität der Thematik – Notwendigkeit der Kommunikation
1.2 Definition Herstellermarke
1.3 Definition Handelsmarke
2. Markenstrategien von Herstellern und Händlern
2.1 Produktpolitik
2.2 Preispositionierung
2.3 Distribution
3. Erfolgsfaktoren in der Kommunikation
3.1 Markenidentität
3.2 Kommunikation von Markenwerten
4. Die Wahl des Konsumenten beim Kaufentscheidungsprozess
4.1 Qualität und Preis
4.1.1 Qualitätsbeurteilung
4.1.2 Gestiegene Preissensibilität
4.2 Psychologische Wirkung
4.2.1 Marke als Symbol
4.2.2 Sinkende Markentreue
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die strategischen und kommunikativen Unterschiede zwischen Hersteller- und Handelsmarken im Lebensmitteleinzelhandel, um zu erklären, warum Konsumenten trotz zunehmender Qualität von Handelsmarken häufig Herstellermarken bevorzugen.
1.2 Definition Herstellermarke
Da in dieser Arbeit zwei Begriffe – Herstellermarke und Handelsmarke – im Fokus stehen, ist es notwendig, diese zu definieren und voneinander abzugrenzen. Um ein eindeutiges Verständnis zu entwickeln, werden nachfolgend zwei Definitionen für diese Begriffe festgelegt, die für den weiteren Verlauf der Arbeit gelten.
Zu Anfang bietet sich zur Erklärung des Begriffes Herstellermarke an, die rechtliche Definition zu nennen. Diese ist im Markengesetz (MarkenG) festgeschrieben, das am 01.01.1995 in Kraft trat. Dieser rechtlichen Definition zufolge können als Herstellermarken „[…] alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachung einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden […]“ angesehen werden.
Eine rechtliche Definition reicht für die vorliegende Arbeit jedoch nicht aus. Noch wird nicht ersichtlich, inwieweit sich Herstellermarken und Handelsmarken voneinander unterscheiden. Der zusätzliche Hinweis, dass Herstellermarken nicht nur eine physische Markierung enthalten, sondern auch stärker beworben werden und eine höhere Anerkennung auf dem Markt genießen, grenzt die Begriffe weiter voneinander ab, ist aber noch immer unzureichend. Es ist nicht die bloße Markierung und rechtliche Sicherung eines Produktes, die eine Herstellermarke ausmacht, sondern auch das Verständnis, dass sie etwas Wertvolles von besonderer Qualität ist.
1. Herstellermarken und Handelsmarken – Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Markenkommunikation und definiert den Untersuchungsrahmen auf den Lebensmitteleinzelhandel.
2. Markenstrategien von Herstellern und Händlern: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ansätze in der Produktpolitik, Preisgestaltung und Distribution zwischen Herstellern und Händlern.
3. Erfolgsfaktoren in der Kommunikation: Es wird analysiert, wie Markenidentität und die Kommunikation von Markenwerten dazu beitragen, den Konsumenten erfolgreich anzusprechen und langfristig zu binden.
4. Die Wahl des Konsumenten beim Kaufentscheidungsprozess: Das Kapitel beleuchtet, wie Qualität, Preis und psychologische Faktoren das Abwägen und die endgültige Entscheidung des Konsumenten zwischen den Markentypen beeinflussen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Bedrohungssituation für Herstellermarken durch die professionalisierten Handelsmarken.
Herstellermarken, Handelsmarken, Markenkommunikation, Markenidentität, Kaufentscheidungsprozess, Markenstrategie, Produktpolitik, Preispositionierung, Distribution, Qualitätsbeurteilung, Preissensibilität, Markenimage, Konsumentenverhalten, Markenführung, Lebensmitteleinzelhandel
Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen Herstellermarken und Handelsmarken sowie deren jeweilige Strategien zur Markenführung und Kommunikation.
Zu den zentralen Themen gehören Markenstrategien, Kommunikationsmaßnahmen, das Kaufentscheidungsverhalten von Konsumenten und der Wettbewerb zwischen Herstellern und Händlern.
Das Ziel ist es, ein theoretisches Konstrukt zu erarbeiten, das erklärt, warum Konsumenten oft Herstellermarken bevorzugen, obwohl Handelsmarken qualitativ aufgeholt haben und preislich attraktiver sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse relevanter Marketingtheorien zur Markenführung im Lebensmitteleinzelhandel.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Markenstrategien, Erfolgsfaktoren der Kommunikation und die detaillierte Betrachtung des Kaufentscheidungsprozesses unter Berücksichtigung von Preis, Qualität und Psychologie.
Wichtige Begriffe sind Markenidentität, Preissensibilität, Markenloyalität, Konsumentenpsychologie, Handelsmarkenmanagement und Wettbewerbsintensität.
Aufgrund der zunehmenden Angleichung der Qualität und des Designs der Handelsmarken an Herstellermarken fällt es Konsumenten am Point of Sale zunehmend schwer, die Unterschiede objektiv wahrzunehmen.
Die Verpackung dient als wichtiger Informationsträger und Kommunikationsmittel, das am Point of Sale Kaufanreize setzt und besonders für Handelsmarken an Bedeutung gewinnt.
Der hybride Konsument kauft nicht mehr ausschließlich preisorientiert oder qualitätsorientiert, sondern entscheidet je nach Wichtigkeit des Produktes, was Handelsmarken neue Wachstumschancen bietet.
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