Diplomarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 1,4
1. EINLEITUNG
1.1. VORWORT
1.2. SCHLÜSSELWÖRTER
1.3. MOTIVATION
1.4. PROBLEMSTELLUNG
1.5. ZIELSETZUNG
1.6. AUFBAU DER ARBEIT
1.7. ABGRENZUNG
2. EINBLICK INS THEMA OPEN SOURCE
2.1. OPEN SOURCE SOFTWARE
2.2. DIE KATHEDRALE UND DER BASAR
2.3. FOSS
2.4. GNU-PROJEKT
2.5. LINUX
2.6. DEBIAN
3. MOTIVATION VON FREIWILLIGEN
3.1. ÜBERSICHT MOTIVATION HEUTE
3.2. ERKENNTNISSE AUS UMFRAGEN
3.3. THEORETISCHE MODELLE
3.4. ESSENZ MIT DRIVE
3.5. FOLGERUNG
3.6. BLICK IN DIE PRAXIS
3.7. DREI WICHTIGE BEDÜRFNISSE VON FREIWILLIGEN
4. VORAUSSETZUNGEN AN DIE PROJEKTINSTITUTION
4.1. ÜBERBLICK VON DEBIAN
4.2. SELBSTORGANISATION DURCH STIGMERGIE
4.3. VERGLEICHE MIT ANDEREN FOSS PROJEKTEN
4.4. IMPULSE FÜR EIN PM-HANDBUCH
5. NUTZEN UND RISIKEN
5.1. KEIN VERZICHT AUF QUALITÄT
5.2. KOOPERATION VOR KONKURRENZ
5.3. VERANTWORTUNGSDIFFUSION ALS HERAUSFORDERUNG
6. SCHLUSSFOLGERUNG
6.1. EMPFEHLUNGEN
6.2. REFLEXION
6.3. PERSÖNLICHER RÜCKBLICK
6.4. OFFENE FRAGEN
6.5. AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht die Beweggründe von freiwilligen Mitarbeitern in Open-Source-Projekten, insbesondere am Beispiel von Debian, um Erkenntnisse für ein effektives Projektmanagement in Freiwilligen-Organisationen zu gewinnen.
3.4. Essenz mit Drive
Daniel H. Pink kristallisiert in seinem Bestseller (Pink, 2009) aus den oben erwähnten theoretischen Modellen einer höchst bemerkenswerte und praxisnahe These.
Pink erläutert seine Idee anhand verschiedener wissenschaftlicher Studien, welche überraschende Ergebnisse aus der aktuellen Forschung zum Thema Motivation gefunden haben. Ausgangslage ist die weit verbreitete Annahme, dass, wenn man eine Belohnung bekommt, man mehr zu dieser belohnenden Verhaltensweise strebt und sich einer „Bestrafung“ eher entzieht. Die folgenden zwei Studien sollen zeigen, dass dies nicht so ist.
Im MIT bekamen Studenten verschiedene Aufgaben zugeteilt, z.B. auswendig lernen von Zahlen und Sätzen, lösen von Kreuzworträtseln und anderen Geduldspielen oder physische Aktivitäten wie einen Ball in einen Korb werfen. Um einen Anreiz für diese Herausforderungen zu schaffen, wurde ihnen drei Ebenen von Belohnung angeboten. Wenn sie die Aufgabe recht gut lösen, werden sie eine kleine finanzielle Entschädigung erhalten. Wenn sie mittelmässig gut gelöst wird, bekommen sie eine etwas höhere finanzielle Entschädigung. Wenn sie jedoch eine ausserordentliche Leistung vollbringen wollen, bekommen sie einen grossen Geldbetrag. Dieses Bild widerspiegelt ein verbreitetes Schema von Motivation in unseren Organisationen, Firmen und Projekten. Wir belohnen die Top-Performer, wir ignorieren die Schwachen und akzeptieren die Mittelmässigen. Sie führten diesen Test mit den erwähnten Anreizen durch und fanden dabei heraus, dass solange der Task nur mechanische Fertigkeiten voraussetzte, der Bonus wie erwartet funktionierte: Je höher die Bezahlung, desto besser die Leistung. Aber, wenn die Aufgabe auch nur rudimentäre kognitive Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Planen, Orientierung, Imagination, Argumentation oder Wille vom Probanden abverlangte - je grösser die Belohnung, desto schlechter war die Leistung. Wie kann es dazu kommen?
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Freiwilligenarbeit im Open-Source-Umfeld ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. EINBLICK INS THEMA OPEN SOURCE: Es wird ein Überblick über die Open-Source-Bewegung gegeben, wobei wichtige Projekte wie Linux, das GNU-Projekt und Debian vorgestellt werden.
3. MOTIVATION VON FREIWILLIGEN: Dieses Kapitel analysiert theoretische Modelle und Umfrageergebnisse, um die Beweggründe von Freiwilligen zu verstehen und daraus drei zentrale Bedürfnisse abzuleiten.
4. VORAUSSETZUNGEN AN DIE PROJEKTINSTITUTION: Es wird untersucht, wie eine Projektinstitution strukturiert sein muss, um produktiv mit Freiwilligen zusammenzuarbeiten, wobei Debian als Praxisbeispiel dient.
5. NUTZEN UND RISIKEN: Die positiven und negativen Auswirkungen sowie die Herausforderungen, wie die Verantwortungsdiffusion, werden beleuchtet und in den Kontext von Qualitätsmanagement und Kooperation gesetzt.
6. SCHLUSSFOLGERUNG: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse in Form von Empfehlungen zusammen, reflektiert das Vorgehen und wirft einen Blick auf offene Fragen sowie zukünftige Entwicklungen.
Freiwillig, Debian, Open Source, Projekt, Motivation, Selbstorganisation, Qualität, Kooperation, Selbstbestimmung, Perfektionierung, Sinnerfüllung, offene Kommunikation, Entscheidungsfindung, FOSS, Linux.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Projektleiter freiwillige Mitarbeiter in Open-Source-Projekten besser verstehen und führen können, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Die zentralen Themen sind Motivationstheorien, die Struktur von Open-Source-Projektinstitutionen, das Projekt Debian als Praxismodell und die Anwendung von Managementprinzipien auf Freiwilligengruppen.
Das Ziel ist es, drei zentrale Bedürfnisse von Freiwilligen zu identifizieren, Impulse für ein Projektmanagement-Handbuch zu liefern und den Nutzen sowie Risiken der Zusammenarbeit mit Freiwilligen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender Studien und Umfrageergebnisse zur Motivation in FOSS-Projekten sowie einer detaillierten Beobachtung und Analyse der Organisationsstruktur des Debian-Projekts.
Der Hauptteil befasst sich mit theoretischen Motivationsmodellen, dem Vergleich dieser mit praktischen Erfahrungen aus verschiedenen Projekten und der Ableitung konkreter Anforderungen an eine Projektinstitution.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Open Source, Selbstbestimmung, Motivation, Stigmergie, Kooperation und Projektinstitution geprägt.
Der "grobe Konsens" ist eine Methode der Entscheidungsfindung, bei der nicht Einstimmigkeit erforderlich ist, sondern eine große Mehrheit hinter der Entscheidung steht und niemand vehement widerspricht.
Das "Magische Dreieck" (Kosten, Zeit, Qualität) wird genutzt, um zu verdeutlichen, dass bei Freiwilligenprojekten der Faktor "Kosten" entfällt, was neue Spielräume für die Faktoren Qualität und Zeit schafft.
Debian gilt als ideales Referenzbeispiel, da es sich seit Jahren erfolgreich als eines der größten, rein auf Freiwilligenarbeit basierenden Projekte bewährt hat.
Ein fachliches Gremium dient als stabilisierendes Element in der Projektstruktur, das bei technischen Meinungsverschiedenheiten schlichtet und langfristige technische Richtlinien überwacht.
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