Fachbuch, 2010
71 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG: DER BEGRIFF KULTURRAUM, DEFINITION VON REGIONALKULTUR
2. KULTURRÄUMLICHE ENTWICKLUNG BADEN-WÜRTTEMBERGS BIS 1803
2.1 Altsteinzeit, Neolithikum und die Begriffe Altsiedelland/Jungsiedelland
2.2 Die Kelten (8.bis 1. Jh. v. Chr.), Stammesgebiete in Süddeutschland
2.3 Die Römer (1. bis 3. Jh. n. Chr.)
2.4 Die Alemannen (3.bis 7. Jh. n. Chr.)
2.4.1Erste und zweite Ausbauzeit
2.4.2Fränkische Sicherungskolonisation und Christianisierung in der Ausbauzeit
2.4.3Siedlungsgefüge und soziale Rangstufe
2.5 Das Herzogtum Schwaben und die Siedlungspolitik im 10. bis 12. Jh.
2.5.1Stadtgründungen der Staufer, Zähringer und Welfen
2.5.2Zerfall des Stauferreiches inTerritorialstaaten
2.5.3Wüstungsperiode 13. bis 15.Jh. im ländlichen Raum
2.6 Territoriale Aufteilung und Zersplitterung Südwestdeutschlands in weltliche und geistliche Gebiete (15. bis 18.Jh.)
2.6.1Der Dreißigjährige Krieg und seine Auswirkungen (1618 – 1648)
2.6.2Neue Städte und Siedlungen im 17. und 18.Jh.
2.6.3Auswanderungen Ende 18. Jh.
2.6.4Gesetze zur Heiratsbeschränkung und deren Aufhebung
3. KULTURRÄUMLICHE ENTWICKLUNG BADEN-WÜRTTEMBERGS VON 1803 BIS 1953
3.1 Reichsdeputationshauptschluss 1803 und Neuordnung des Südwestens
3.1.1Missernten, politische Unruhen und Auswanderung Mitte des 19. Jh.
3.1.2Epochale Erfindungen um 1900 und Entwicklungen bis zum zweiten Weltkrieg
3.1.3Der Südwestdeutsche Kulturraum und das Dritte Reich bis Ende 1945
3.1.4Nachkriegszeit bis 1953, Gründung Baden-Württemberg 1952
3.1.5Überblick zur Siedlungsgeschichte in Baden-Württemberg
4. BADEN-WÜRTTEMBERG, SEINE REGIONEN UND KULTURRÄUMLICHEN POTENZIALE IM ZEITALTER VON INDUSTRIE UND GLOBALISIERUNG AB 1945 BIS HEUTE
4.1 Baden-Württemberg nach 1953, Aufschwungphase, sozioökonomische und kulturräumliche Veränderungen in Stadt und Land
4.2 Die heutigen Regionen Baden-Württembergs
4.2.1Konfessionszugehörigkeit in Stadt- und Landkreisen und religiöses Brauchtum
4.2.2Odenwald/Bauland und Kraichgau
4.2.3Hohenlohe und Franken
4.2.4Das oberrheinische Tiefland
4.2.5Der Schwarzwald
4.2.6Oberschwaben und Bodensee
4.2.7Das Neckarland
4.2.8Die Schwäbische Alb
5. FAZIT
Das Werk bietet einen umfassenden Überblick über die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Baden-Württembergs vom Neolithikum bis in die Gegenwart. Dabei wird untersucht, wie sozioökonomische Entwicklungen in Abhängigkeit von naturräumlichen Gegebenheiten und administrativen Rahmenbedingungen stehen und wie diese Synthese das heutige Gesicht der Region prägt.
4.2.5 Der Schwarzwald
In der Zeit des bäuerlichen Neolithikums (ca. 3000-1800 v. Chr.) war der Schwarzwald nahezu unbesiedelt. Bei den Römern wurde der Schwarzwald wegen seines dichten Baumbestands als „Abnova silva“ bezeichnet. Später entwickelte sich die Bezeichnung „Svarzwald“. Erste Verkehrsachsen entwickelten sich in dieser Zeit.
Im frühen Mittelalter begann die Besiedlung einzelner Gebiete durch den Bergbau. Der Schwarzwald zählt zum seit dem 10. Jh. erschlossenen Jungsiedelland.
Die ersten Besiedlungen waren dünn, eine ausgedehnte Landnahme innerhalb der Wälder erfolgte erst ab dem 11. Jahrhundert mit entsprechenden Rodungsmaßnahmen. Gründe hierfür sind die ungünstigen naturräumlichen Bedingungen: Eine Topographie mit starkem Relief, die Höhenlage, ungünstige Ackerböden und viele Niederschläge im Vergleich zum Umland der Oberrheinischen Tiefebene und den Gäuen.
1. EINLEITUNG: DER BEGRIFF KULTURRAUM, DEFINITION VON REGIONALKULTUR: Hier werden grundlegende Definitionen zur Kulturlandschaft und Regionalkultur erörtert und die methodische Herangehensweise der Arbeit dargelegt.
2. KULTURRÄUMLICHE ENTWICKLUNG BADEN-WÜRTTEMBERGS BIS 1803: Dieser Abschnitt zeichnet die historische Besiedlung von der Steinzeit über die Kelten, Römer und Alemannen bis hin zur territorialen Zersplitterung vor 1803 nach.
3. KULTURRÄUMLICHE ENTWICKLUNG BADEN-WÜRTTEMBERGS VON 1803 BIS 1953: Der Fokus liegt auf der politischen Neuordnung nach dem Reichsdeputationshauptschluss, den wirtschaftlichen Umbrüchen der Industrialisierung und der Entstehung des Landes Baden-Württemberg.
4. BADEN-WÜRTTEMBERG, SEINE REGIONEN UND KULTURRÄUMLICHEN POTENZIALE IM ZEITALTER VON INDUSTRIE UND GLOBALISIERUNG AB 1945 BIS HEUTE: Kapitel vier analysiert die sozioökonomischen Veränderungen nach 1945 und liefert eine detaillierte regionale Betrachtung der heutigen Wirtschafts- und Kulturräume.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen historischen Entwicklungsetappen zusammen und reflektiert den aktuellen Wertewandel in einer zunehmend globalisierten und multikulturellen Gesellschaft.
Baden-Württemberg, Kulturraum, Wirtschaftsgeschichte, Neolithikum, Industrialisierung, Regionalentwicklung, Südwestdeutschland, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Bodensee, Neckarland, Geologie, Demographie, Landesgeschichte, Kulturlandschaft.
Die Arbeit bietet einen historischen und geografischen Überblick über die Entwicklung Baden-Württembergs vom Neolithikum bis zur heutigen Zeit, wobei Kultur- und Wirtschaftsgeschichte verknüpft werden.
Zentral sind die Siedlungsgeschichte, die sozioökonomische Entwicklung der verschiedenen Regionen sowie der Einfluss geomorphologischer Standortfaktoren auf die menschliche Nutzung des Raumes.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass raumwirksame Entwicklungen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern durch eine Synthese aus historischen, soziokulturellen und natürlichen Bedingungen entstehen.
Es handelt sich primär um eine sozial- und wirtschaftsgeografische Analyse, die historische Quellen mit physisch-geografischen Grundlagen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse bis 1953 sowie eine detaillierte Untersuchung der heutigen Regionen Baden-Württembergs im Kontext von Industrie und Globalisierung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kulturraum, Regionalentwicklung, Industrialisierung, Geologie und die spezifische Identität der baden-württembergischen Regionen geprägt.
Die späte Erschließung als Jungsiedelland erklärt die schwierigen naturräumlichen Bedingungen und die lange Zeit geringe Besiedlungsdichte dieses Raumes.
Die Geologie wirkt als "harter Standortfaktor", der durch Topographie, Bodenarten und Wasservorkommen direkt beeinflusst, welche wirtschaftliche Nutzung in den jeweiligen Landesteilen möglich oder sinnvoll ist.
Seit den 1950er Jahren ist eine Abnahme der landwirtschaftlichen Bedeutung zugunsten einer Tertiärisierung und Industrialisierung zu beobachten, begleitet von einer Spezialisierung der verbleibenden Betriebe.
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