Bachelorarbeit, 2010
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen zu Credit Default Swaps
3. Veränderungen im Rahmen der ISDA Protokolle
3.1. Globale Veränderungen innerhalb der Kontrakte
3.1.1. Die Festsetzung des Auktionsmechanismus
3.1.2. Determination Committees
3.1.3. Standardisierte Zeitpunkte für Kreditereignisse und Nachfolgeereignisse
3.2. Veränderungen der Konventionen
3.2.1. Restrukturierung als Kreditereignis
3.2.2. Einführung von Maturity Buckets und weitere Änderungen der europäischen Restrukturierung
3.2.3. Fixe Kupons
3.2.4. Standardisierung der Kuponzahlung
3.3. Veränderungen für bestehende Kontrakte
4. Zentrales Clearing
4.1. Die Auswirkungen einer Central Counterparty
4.2. Die Einführung von zentralen Clearingstellen in Europa und Nordamerika
5. Das CDS-Bewertungsmodell
5.1. Bewertung eines CDS
5.2. Veränderungen in den Konventionen durch die Einführung fixer Kupons mit Upfronts
5.3. Das ISDA CDS Standard Modell
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Veränderungen auf dem Markt für Credit Default Swaps (CDS) als Reaktion auf die globale Finanzkrise, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie durch Standardisierungsmaßnahmen der ISDA-Protokolle und die Einführung zentraler Clearing-Stellen die Transparenz erhöht und systemische Risiken reduziert wurden.
3.1.2. Determination Committees
Durch eine Ergänzung des bestehenden ISDA Master Agreements von 2003 wurden Determination Committees verpflichtend für alle neuen Transaktionen geschaffen. Jede der folgenden Regionen erhält jeweils ein eigenes, zuständiges DC: Gesamtamerika, Asien ausgenommen Japan, Australien und Neuseeland, EMEA sowie Japan. Das DC bekommt Entscheidungsbefugnis,
a) ob ein Kreditereignis stattgefunden hat.
b) ob eine oder mehrere Auktionen notwendig sind, sowie die genauen Auktionsbedingungen.
c) ob Händler nach Anfrage zur Teilnahme an den Auktionen zugelassen werden.
d) welche Obligationen zur Lieferung zugelassen werden und, falls zutreffend, welche Ersatzleistungen möglich sind.
e) inwiefern es sich um ein Nachfolgeereignis, z.B. einer Fusion, handelt.
Abbildung 4 zeigt, dass im DC insgesamt 18 Mitglieder sowie ein ISDA Vertreter sind. Um festzustellen, ob ein Kreditereignis oder Nachfolgeereignis stattgefunden hat, muss ein Mitglied der ISDA mit Unterstützung eines Mitglieds des DC einen Antrag innerhalb der 60-tägigen Frist für Kreditereignisse bzw. 90-tägigen für Nachfolgeereignisse stellen. Unabhängig davon wie lange das DC braucht, um auf den Antrag einzugehen, verstreicht die Frist nach Antragstellung nicht mehr. Damit es nach Antragstellung zu einer Auktion kommen kann, muss das DC mit 80-prozentiger Mehrheit zustimmen, ob ein Kredit- oder Nachfolgeereignis stattgefunden hat. Kommt es zu keiner 80-prozentigen Mehrheit wird die Frage durch ein externes Komitee überprüft, das grundsätzlich von der Korrektheit der einfachen Mehrheit des DC ausgeht.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Rolle von CDS in der Finanzkrise und die Notwendigkeit von regulatorischen Änderungen zur Stärkung der Markttransparenz.
2. Grundlagen zu Credit Default Swaps: Dieses Kapitel definiert Credit Default Swaps als Kreditderivate und erläutert deren Funktionsweise sowie die verschiedenen Ausgleichsmechanismen bei Kreditereignissen.
3. Veränderungen im Rahmen der ISDA Protokolle: Hier werden die durch die ISDA-Protokolle (Big Bang/Small Bang) initiierten fundamentalen Anpassungen an den Handelskonventionen und die Einführung neuer Governance-Strukturen wie Determination Committees detailliert beschrieben.
4. Zentrales Clearing: Dieses Kapitel analysiert die Einführung zentraler Kontrahenten (CCP) und deren Beitrag zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos durch multilaterales Netting.
5. Das CDS-Bewertungsmodell: Es erfolgt eine wissenschaftliche Darstellung der Intensitätsmodelle zur Bewertung von CDS sowie die Herleitung des ISDA CDS Standard Modells für eine einheitliche Marktbewertung.
6. Fazit: Das Fazit bewertet die erfolgreiche und schnelle Umsetzung der Marktveränderungen und diskutiert die verbleibenden Herausforderungen durch eine mögliche Quasi-Monopolstellung einzelner Clearingstellen.
Credit Default Swaps, Finanzkrise, ISDA, Determination Committees, Zentrales Clearing, Central Counterparty, Kontrahentenrisiko, Standardisierung, Auktion, Maturity Buckets, Upfront, Running Spread, Intensitätsmodell, Markttransparenz, Risiko-Management
Die Arbeit analysiert die strukturellen und prozessualen Veränderungen auf dem CDS-Markt, die als direkte Antwort auf die Defizite während der Finanzkrise implementiert wurden.
Die Arbeit behandelt die Standardisierung von Handelsverträgen, die Einführung zentraler Clearing-Stellen zur Risikominimierung und die mathematische Modellierung der CDS-Bewertung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch die ISDA-Protokolle und regulatorische Vorgaben ein transparenterer, standardisierter und robusterer Handel ermöglicht wurde.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der formalen Darstellung finanzmathematischer Modelle basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Reformen der ISDA, die Einführung von CCPs im Clearing-Prozess und die detaillierte mathematische Herleitung der Preisbildung unter dem ISDA CDS Standard Modell.
Zentrale Begriffe sind Credit Default Swaps, ISDA, Zentrales Clearing, Kontrahentenrisiko, Standardisierung und das ISDA CDS Standard Modell.
Sie dienen der Bündelung von Laufzeiten, um die Anzahl notwendiger Auktionsverfahren bei Restrukturierungen zu minimieren und somit Preisverwerfungen zu vermeiden.
Die Regel stellt sicher, dass in Fällen hoher Marktaktivität (mindestens 300 Transaktionen durch 5 Händler) in jedem Fall ein Auktionsverfahren durchgeführt wird, um Unsicherheit bei der Abwicklung zu verhindern.
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