Diplomarbeit, 2003
92 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen von Mergern
2.1. Begriffliche Abgrenzung
2.2. Klassifikationen von Mergern
2.2.1. Geographische Klassifikation
2.2.2. Differenzierung nach dem Zustimmungsgrad
2.2.3. Differenzierung nach der Form der Übernahme
2.2.4. Differenzierung nach der Form der Verschmelzung
2.2.5. Integrationsrichtung als Klassifikationsmerkmal
2.2.6. Differenzierung nach dem Integrationsgrad
2.3. Motive von Mergern
2.3.1. Diversifikation
2.3.2. Synergien
2.3.3. Austausch ineffizienter Führungsorgane
2.3.4. Personenspezifische Motive
2.3.5. Erlangung von Marktmacht
2.3.6. Finanzspezifische und spekulative Motive
2.4. Phasen des Mergerprozesses
2.4.1. Premerger-Phase
2.4.2. Merger-Phase
2.4.3. Post-Merger-Phase
3. Theoretische Grundlagen der Unternehmenskultur
3.1. Begriffliche Abgrenzung
3.2. Kulturebenen und –elemente
3.2.1. Artefakte
3.2.2. Werte und Normen
3.2.3. Grundprämissen
3.3. Die Entstehung von Unternehmenskulturen
3.4. Typologisierung und Arten von Unternehmenskulturen
3.5. Funktionen der Unternehmenskultur
3.5.1. Originäre Funktionen starker Unternehmenskulturen
3.5.1.1. Das Motivationspotential der Unternehmenskultur
3.5.1.2. Die Koordinationsfunktion der Unternehmenskultur
3.5.1.3. Die Integrationsfunktion der Unternehmenskultur
3.5.2. Derivative Funktionen
3.5.3. Negative Effekte von starken Unternehmenskulturen
4. Berücksichtigung der Unternehmenskultur im Post-Merger-Management
4.1. Notwendigkeit der Berücksichtigung der Unter-nehmenskultur im Post-Merger-Management
4.1.1. Aufgabe und Organisation des Post-Merger-Managements
4.1.2. Das „Merger Syndrome“ und weitere Hinweise auf die Bedeutung der Unternehmenskultur
4.1.3. Bedeutung der Unternehmenskultur in Abhängigkeit von Integrationsgrad und zu integrierenden Bereichen
4.2. Modelle der kulturellen Integration
4.2.1. Das Akkulturationsmodell zur Integration
4.2.2. Das Modell der Kulturkompatibilität von Cartwright/Cooper (1993; 1996)
4.2.3. Das Modell der Kulturähnlichkeiten von Keller (1990)
4.2.4. Das Modell der Kulturbeeinflussung von Buono/Bowditch (1989)
4.2.5. Das Modell der Merger-Instabilität von Olie (1990)
4.2.6. Kritische Würdigung der Modelle zur Integration
4.3. Bedeutung des „Culture Fit“ für einen Merger
4.3.1. Messung des „Culture Fit“
4.3.2. Kritik am „Culture Fit“ und Erweiterung durch „Value-in-Diversity“
4.4. Maßnahmen zum Management der Integration der Kulturen
4.4.1. Kommunikative Instrumente
4.4.2. Führungsspezifische Instrumente
4.4.3. Personale Instrumente
4.4.4. Einsatz der Maßnahmen
5. Schlussbetrachtungen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Unternehmenskultur als kritischen Erfolgsfaktor im Post-Merger-Management. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine theoretische Diskussion und die Analyse empirischer Untersuchungen aufzuzeigen, wie kulturelle Integration bei Unternehmenszusammenschlüssen gestaltet werden kann, um Risiken zu minimieren und Synergien effektiv zu realisieren.
2.4.3. Post-Merger-Phase
Kernpunkt der Post-Merger-Phase ist die organisatorische Integration zweier bisher unabhängiger und heterogener sozio-technischer Systeme (vgl. Dabui 1998, S. 22). Eine schwierige Integration von Unternehmen wird als Grund für nicht erfolgreiche Zusammenschlüsse, besonders bei horizontalen, genannt (vgl. Bühner 1990, S. 100 f.; Storck 1993, S. 84). Dies wird auch von Brealey/Myers (1985, S. 796) bemerkt: “Many mergers which seem to make economic sense fail because they are badly implemented“. Eine sorgfältige und rechtzeitige Planung der Post-Merger-Integration ist hierbei erfolgskritisch, um kritische, zeit- und kostenintensive Übergangsprozesse zu steuern (vgl. Weimer/Wisskirchen 1999, S. 762).
Für die Art der Durchführung und den Ablauf der Post-Merger-Integration müssen verschieden Entscheidungen getroffen werden. So trifft Sirower (2001, S. 15) eine Unterscheidung in eine übergeordnete Wahlmöglichkeit und in vier verschiedene davon abhängige Entscheidungen. Grundsätzlich hängen dabei die Notwendigkeit und der Umfang der Integration von der Art des Zusammenschlusses ab. Dabei steigt der Konzentrationsaufwand ausgehend von konglomeraten Mergern über vertikale Merger bis hin zu horizontalen Mergern immer weiter an (vgl. Buono/Bowditch 1989, S. 72; Scheiter 1988, S. 123; Sewing 1996, S. 67). Koch, T. (2002, S. 386) zufolge lassen sich drei wesentliche Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Integration von Unternehmen durch die Analyse bereits erfolgreich abgelaufener Integrationen herausstellen. Eine eindeutige Führung, ein hohes Anspruchsniveau und die Schaffung einer gemeinsamen Leistungskultur werden als Grundbausteine einer erfolgreichen Integration genannt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz des Post-Merger-Managements, formuliert die Forschungsfrage und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen von Mergern: Hier werden Definitionen, Klassifikationen sowie Motive und der Phasenverlauf von Mergern erläutert, um ein grundlegendes Verständnis des Prozesses zu schaffen.
3. Theoretische Grundlagen der Unternehmenskultur: Das Kapitel befasst sich mit Definitionen, Kulturebenen, der Entstehung sowie den Funktionen und negativen Effekten von Unternehmenskulturen.
4. Berücksichtigung der Unternehmenskultur im Post-Merger-Management: Der Hauptteil der Arbeit untersucht die Notwendigkeit der kulturellen Integration, stellt verschiedene Modelle zur kulturellen Integration vor und diskutiert Maßnahmen zur Beeinflussung der Unternehmenskultur.
5. Schlussbetrachtungen: Dieses abschließende Kapitel bewertet die Bedeutung der Unternehmenskultur und zeigt Perspektiven für zukünftige Forschungsfelder auf.
Unternehmenskultur, Post-Merger-Management, Fusion, Akquisition, Kulturelle Integration, Akkulturation, Culture Fit, Synergien, Change Management, Organisationskultur, Integrationsmanagement, Unternehmenszusammenschluss, Merger Syndrome.
Die Arbeit analysiert die zentrale Rolle der Unternehmenskultur beim Erfolg von Unternehmenszusammenschlüssen und wie diese im Post-Merger-Management aktiv gesteuert werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Typologisierung von Mergern, die Ebenen und Funktionen der Unternehmenskultur sowie verschiedene Modelle und praktische Instrumente zur kulturellen Integration.
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung der Unternehmenskultur für das Post-Merger-Management zu bewerten und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen kulturelle Integration zum Erfolg beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Modelle und Theorien sowie einer Diskussion empirischer Untersuchungen zur kulturellen Integration in der Post-Merger-Phase.
Im Hauptteil (Kapitel 4) liegt der Fokus auf der Notwendigkeit der Berücksichtigung der Kultur im Post-Merger-Management, der kritischen Analyse von Integrationsmodellen (z.B. nach Nahavandi/Malekzadeh oder Cartwright/Cooper) und der Darstellung kommunikativer, führungsspezifischer und personaler Instrumente.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Post-Merger-Management, Unternehmenskultur, kulturelle Integration, Culture Fit, Synergien und Akkulturation charakterisiert.
Das "Merger Syndrome" beschreibt negative Folgen wie Stress, Angst und sinkende Arbeitszufriedenheit bei Mitarbeitern, die durch den Merger induziert werden, was die Bedeutung aktiven Kulturmanagements unterstreicht.
Der Autor diskutiert den "Culture Fit" kritisch und erweitert ihn um den Ansatz des "Value-in-Diversity", um aufzuzeigen, dass nicht bloße Ähnlichkeit, sondern ein professionelles Management der kulturellen Unterschiede für den Erfolg entscheidend ist.
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