Diplomarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Begriffsdefinitionen und Forschungsstand.
2.1 Kulturbegriffe
2.1.1 Kulturdefinitionen und Kulturmodelle
2.1.2 Landeskultur
2.1.3 Unternehmenskultur
2.1.4 Interkulturell und transkulturell
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Studie von Hofstede
2.2.1.1 Machtdistanz (Power Distance)
2.2.1.2 Unsicherheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance)
2.2.1.3 Individualismus / Kollektivismus
2.2.1.4 Maskulinität und Femininität
2.2.1.5 Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung
2.2.2 GLOBE-Projekt von House
2.2.2.1 Leistungsorientierung (Performance Orientation)
2.2.2.2 Durchsetzungskraft (Assertiveness)
2.2.2.3 Gesellschafts-Kollektivismus (Institutional Collectivism) und Familien - Kollektivismus (In-Group Collectivism)
2.2.2.4 Machtdistanz (Power Distance)
2.2.2.5 Menschlichkeit (Humane Orientation)
2.2.2.6 Unsicherheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance)
2.2.2.7 Zukunftsorientierung (Future Orientation)
2.2.2.8 Geschlechtergleichheit (Gender Egalitarianism)
2.2.3 Kulturansatz von Trompenaars
3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Russland
3.1 Historischer Exkurs: Entwicklung der Kontakte und aktuelle Lage.
3.2 Allgemeine Kulturunterschiede
3.2.1 Machtdistanz
3.2.2 Unsicherheitsvermeidung
3.2.3 Prozess- vs. Personenorientierung
3.2.4 Zeitbewusstsein
3.2.5 Kollektivismus / Individualismus
3.3 Besonderheiten der Personalführung und des HRM in Russland.
3.3.1 Personalführung
3.3.2 HRM
4 Möglichkeiten und Instrumente des HRM zur effektiven Gestaltung von deutsch-russischen Kontakten.
4.1 Formen der Kontakte
4.1.1 Partnerschaft / Kooperation
4.1.2 Repräsentanz und Entsendung
4.1.3 Übernahmen und Fusionen
4.2 Gestaltung auf organisationaler Ebene
4.2.1 Rechtlicher Rahmen
4.2.2 Organisationaler Rahmen und Anforderungen
4.3 Gestaltung auf personeller Ebene
4.3.1 Anforderungen an Personalprofile
4.3.2 Interkulturelle Trainings.
4.3.3 Weitere Maßnahmen
4.3.3.1 Inanspruchnahme von Beratungsangeboten, interkulturelles Consulting
4.3.3.2 Interkulturelle Fallberatung und Intervision
4.3.3.3 Coaching
4.3.3.4 Interkulturelle Mediation
5 Schlusswort
6 Literaturverzeichnis
Diese Diplomarbeit untersucht die kulturellen Unterschiede und Erfolgsfaktoren in den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen aus der Perspektive des Human Resource Managements (HRM), um Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu entwickeln.
3.2.2 Unsicherheitsvermeidung
Zwölf Uhr nachts, die Ampel ist rot, kein einziges Auto weit und breit – es geht ein angeheiterter Deutscher aus der Kneipe. Er wird die Straßenlaterne neben der Ampel solange umarmen und warten bis die Ampel auf grün schaltet – das ist für mich Deutschland.
Interviewpartner Nr. 2 (Teil 1, 17. Minute)
Закон – что дышло, куда повернешь – туда и вышло. (Das Gesetz ist wie eine Deichsel, es weist dahin, wohin man es dreht. Russisches Sprichwort)
In der von Hofstede aufgestellten Positionierung der untersuchten Länder auf der Unsicherheitsvermeidungsskala befinden sich Deutschland und Russland in einem großen Abstand. Deutschland ist relativ mittig auf der Position 43 gelegen mit einem UAI-Wert von 65, Russland hingegen fast an der Spitze mit der Position 7 und einem UAI-Wert von 95 (vgl. Hofstede & Hofstede 2006, S. 235). Hierbei ist zu beachten, dass bei Hofstede die wahrgenommene Bedrohung durch Unsicherheit gemessen wurde.
Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen und Definition der Forschungsfrage zur interkulturellen Zusammenarbeit aus HRM-Sicht.
Begriffsdefinitionen und Forschungsstand.: Erläuterung grundlegender Kulturbegriffe sowie Vorstellung wissenschaftlicher Studien und Kulturmodelle, insbesondere Hofstede, GLOBE und Trompenaars.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Russland: Detaillierte Analyse kultureller Differenzen wie Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung und Zeitverständnis sowie deren historische und gesellschaftliche Ursprünge.
Möglichkeiten und Instrumente des HRM zur effektiven Gestaltung von deutsch-russischen Kontakten.: Beschreibung praktischer Ansätze für das Personalmanagement, von Entsendungsstrategien bis hin zu interkulturellen Trainings, Coachings und Mediationsmethoden.
Schlusswort: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit interkultureller Sensibilisierung für den nachhaltigen Erfolg deutsch-russischer Kontakte.
Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und Referenzen der Arbeit.
Interkulturelles Management, HRM, Deutschland, Russland, Kulturunterschiede, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Kollektivismus, Individualismus, Personalführung, Entsendung, interkulturelles Training, Coaching, Mediation, Unternehmenskultur.
Die Arbeit behandelt die kulturellen Herausforderungen in den Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland und wie diese durch gezieltes Human Resource Management bewältigt werden können.
Die zentralen Themen sind kulturelle Unterschiede, die Auswirkungen historischer und klimatischer Faktoren auf die Arbeitskultur sowie praktische Personalmanagement-Instrumente zur Verbesserung der interkulturellen Zusammenarbeit.
Die Arbeit zielt darauf ab, spezifische Kulturunterschiede zu identifizieren und relevante Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu bestimmen, um darauf basierend Lösungsskizzen für die Personalarbeit zu erarbeiten.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung bestehender kulturwissenschaftlicher Studien und Modelle (u.a. Hofstede, GLOBE, Trompenaars) sowie auf empirische Erkenntnisse und Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert im Detail die kulturellen Dimensionen (wie Machtdistanz, Zeitbewusstsein, Individualismus/Kollektivismus) im Vergleich zwischen Deutschland und Russland und leitet daraus konkrete HRM-Instrumente für die Praxis ab.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelles Management, HRM, Kulturunterschiede, Russland, Deutschland, Personalführung, Training, Coaching und Mediation charakterisiert.
Deutschland wird als monochrone Kultur mit einer hohen Zukunftsorientierung und dem Fokus auf Effizienz beschrieben („Zeit ist Geld“), während Russland als eher polychron geprägt gilt, bei dem Zeitpläne weniger starr sind und die Gegenwart oft stärker betont wird.
„Blat“ wird als eine spezifische russische Form des Networking definiert, die auf Kollektivismus und persönlichen Beziehungen basiert und für das private wie berufliche Leben in Russland eine hohe institutionelle Bedeutung hat.
Weil sie dazu führt, dass die Kultur des übernehmenden Unternehmens einseitig übertragen wird, was oft zu Widerständen, negativen Emotionen und einer hohen Fluktuation im übernommenen Unternehmen führt.
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