Diplomarbeit, 2010
89 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsfrage
1.2 Wissenschaftstheoretische Einführung
1.2.1 Begriff und Aufgaben der Wissenschaft
1.2.2 Wissenschaftstheoretische Forschungskonzeptionen
1.3 Einordnung und Aufbau der vorliegenden Arbeit
2. Hirnforschung und (freier) Wille
2.1 Methoden und Ergebnisse
2.1.1 Forschungsschwerpunkte
2.1.2 Verfahren und Erkenntnisse
2.1.3 Grenzen der Forschung
2.2 Wille und Freiheit
2.2.1 Der Begriff Wille
2.2.2 Der Begriff Freiheit
2.2.3 Der freie Wille in der Hirnforschung
3. Determinismus und Indeterminismus
3.1 Die deterministische Position
3.2 Die indeterministische Position
3.3 Kritische Auseinandersetzung
4. Neuroökonomie und Betriebswirtschaftslehre
4.1 Betriebswirtschaftliche Relevanz
4.1.1 Marketing
4.1.2 Finanzierungswissenschaft
4.1.3 Organisationale Verhaltenswissenschaft
4.1.4 Controlling
4.2 Bedeutung für das Management
5. Kritische Würdigung und Ausblick
6. Literatur
Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, die Anwendungsbereiche der Neuroökonomie für die Betriebswirtschaftslehre zu explorieren und dabei insbesondere die Debatte um Determinismus und Indeterminismus sowie deren Implikationen für die Managementforschung zu integrieren.
2.1.2 Verfahren und Erkenntnisse
In der Neuroökonomie kommen primär neurowissenschaftliche Verfahren zum Einsatz, die die Aktivitäten des menschlichen Nervensystems analysieren. Häufig werden verschiedene Methoden kombiniert eingesetzt, um die gewonnenen Ergebnisse zu erweitern. Folgende Verfahren sollen hier vorgestellt werden:
Psychophysiologische Verfahren, Bildgebende Verfahren, Elektroenzephalographie (EEG), Positronenemissionstomographie (PET), Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), Einzelneuronenmessung, Psychopathologie, Untersuchungen von Schädigungen des menschlichen Gehirns.
„Die psychophysiologischen Verfahren basieren auf der Messung verschiedener körperlicher Indikatoren, wie zum Beispiel Blutdruck, Puls, Schweißbildung [...] oder Pupillenerweiterung.“ Derartige Reaktionen auf zugeführte Reize können Aufschluss geben über geistige Anstrengung, Ängste, Erregung oder andere Motivationen. Emotionen lassen sich anhand der Mimik und Bewegungen der Gesichtsmuskulatur messen. Diese Methoden sind leicht anzuwenden und geben Rückschlüsse auf neuronale Funktionen.
„Die Grundidee der bildgebenden Verfahren besteht in einem Vergleich des Gehirnzustands bei der Ausübung einer bestimmten Aufgabe mit dem bei der Ausübung einer Kontrollaufgabe“. Der Unterschied zwischen den beiden Bildern zeigt, welche Gehirnareale jeweils aktiviert wurden.
Die Elektroenzephalographie (EEG) ist die älteste bildgebende Methode und misst elektrische Aktivität mittels mehrerer Elektroden an der Kopfhaut. Dabei werden Gehirnwellen aufgezeichnet, die die derzeitige Gehirnaktivität zeigen. Dieses Verfahren bietet zwar eine sehr hohe zeitliche Auflösung, jedoch ist die räumliche Auflösung eher ungenau, weil Vorgänge im Inneren des Gehirns nicht direkt gemessen werden können und somit die Lokalisierung spezifischer Prozesse erschwert wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das interdisziplinäre Feld der Neuroökonomie ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert den wissenschaftstheoretischen Rahmen sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2. Hirnforschung und (freier) Wille: Dieses Kapitel präsentiert die wissenschaftlichen Methoden der Hirnforschung, definiert grundlegende Begriffe wie Wille und Freiheit und diskutiert deren Integration in neurowissenschaftliche Kontexte.
3. Determinismus und Indeterminismus: Dieses Kapitel stellt die deterministische und indeterministische Position gegenüber, beleuchtet deren Argumente vor einem philosophischen und medizinischen Hintergrund und diskutiert den Kompatibilismus.
4. Neuroökonomie und Betriebswirtschaftslehre: Dieses Kapitel untersucht die Relevanz neuroökonomischer Erkenntnisse für spezifische betriebswirtschaftliche Disziplinen wie Marketing, Finanzierungswissenschaft, Organisationale Verhaltenswissenschaft und Controlling sowie deren Bedeutung für das Management.
5. Kritische Würdigung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die gewählte Forschungsmethode und gibt einen Ausblick auf Potenziale und Herausforderungen der Neuroökonomie für die Wirtschaftswissenschaften.
Neuroökonomie, Betriebswirtschaftslehre, Determinismus, Indeterminismus, Willensfreiheit, Hirnforschung, Entscheidungstheorie, Marketing, Finanzierung, Management, Neurowissenschaften, Kognitive Kompetenzen, Emotionen, Management Cockpit War Room, Homo oeconomicus.
Die Arbeit untersucht die Anwendungsbereiche der Neuroökonomie für die Betriebswirtschaftslehre, insbesondere vor dem Hintergrund der philosophischen und neurowissenschaftlichen Debatte über Willensfreiheit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Hirnforschung, der Kontroverse zwischen Determinismus und Indeterminismus sowie der praktischen Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf betriebswirtschaftliche Disziplinen.
Das Ziel ist es, aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse der betriebswirtschaftlichen Forschung zugänglich zu machen und zu untersuchen, welche Erkenntnisse sich aus der Hirnforschung für das Management ergeben.
Die Arbeit basiert primär auf einer Dokumentenanalyse, also der fundierten Auswertung der aktuell vorhandenen Fachliteratur aus den Neurowissenschaften, der Philosophie und der Betriebswirtschaftslehre.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Hirnforschungsmethoden, eine philosophische Einordnung von Wille und Freiheit, die Analyse der Determinismus-Indeterminismus-Debatte sowie die Anwendung dieser Ergebnisse auf betriebswirtschaftliche Teilbereiche.
Die zentralen Begriffe sind Neuroökonomie, Willensfreiheit, Determinismus, Entscheidungsprozesse, Managementforschung und neuronale Korrelate.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Emotionen eine entscheidende Rolle bei Entscheidungsprozessen spielen, da sie kognitive Abläufe beeinflussen und oft notwendig sind, um komplexe Entscheidungen überhaupt treffen zu können.
Es handelt sich um ein Instrument zur Entscheidungsunterstützung, das auf Erkenntnissen der Neurowissenschaften und Raumergonomie basiert, um Managern eine entscheidungsorientierte Informationsaufbereitung zu bieten.
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