Diplomarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Charakteristika des Energiemarktes
2.1 Hintergründe der Liberalisierung
2.2 Struktur des Marktes für Strom
2.3 Besonderheiten des Produktes Strom
3 Strategiemöglichkeiten für Energieversorgungsunternehmen
3.1 Konfliktstrategie
3.2 Kooperationsstrategie
3.3 Ausweichstrategie
4 Kundenbindung in der Energieversorgung
4.1 Kundenbindung und ihre Einflussfaktoren
4.2 Aktives Kundenbindungsmanagement von Energieversorgungsunternehmen
4.2.1 Maßnahmen zur Verbesserung des Kundenbindungsmanagement
4.2.2 Effizientes Kundenbindungsmanagement durch Zielgruppenbildung
5 Leistungspolitik
5.1 Ziele
5.2 Instrumentarium „E-Services“
5.2.1 Definition
5.2.2 Abgrenzung der E-Services von klassischen Dienstleistungen
5.2.3 Einsatzfelder
6 Die Innovation „Smart Metering“
6.1 Definition Smart Metering
6.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
6.3 Stand der Entwicklung
6.4 Smart Metering als Erfolgsfaktor für Energieversorgungsunternehmen
6.4.1 Leistungsinnovationen durch den Smart Meter
6.4.1.1 Neue Kommunikationsmöglichkeiten
6.4.1.2 Transparenz des Energieverbrauchs – Einsparpotenzial
6.4.1.3 Transparente Rechnungslegung
6.4.1.4 Entwicklung neuer Tarifformen
6.4.2 Smart Metering als Vorstufe weiterer Technologien
6.4.2.1 Die „Power Box“
6.4.2.2 Smart Home
6.4.2.3 Elektromobilität
6.4.2.4 Straßenbeleuchtungsanlagen
6.4.2.5 Virtuelle Kraftwerke
6.4.2.6 Intelligentes Energienetz „Smart Grid“
7 Schlusswort
Ziel der Arbeit ist es, die Rolle der Leistungsinnovationen durch „Smart Meter“ als zentralen Erfolgsfaktor für Energieversorgungsunternehmen (EVU) auf dem sich wandelnden Strommarkt zu untersuchen und deren Potenzial zur Kundenbindung zu analysieren.
6.4.1.2 Transparenz des Energieverbrauchs – Einsparpotenzial
Durch den Einbau eines Smart Meter erhält der Kunde Grundinformationen über seinen eigenen Gesamtverbrauch und weiterführend einen Benchmark zu vergleichbaren Kunden, welche im Internetportal des Stromlieferanten abrufbar sind. Durch den Vergleich erlangt er die Erkenntnis, ob er in einem normalen, zu hohen oder niedrigen Bereich Strom verbraucht. Der Kunde hat die Möglichkeit, seinen aktuellen Stromverbrauch punktgenau auf dem Display des Smart Meter anzeigen zu lassen, bisher unbekannte Stromfresser werden damit ausfindig gemacht. Heute ist oft nur das theoretische Verständnis der eigenen Verbrauchssituation gegeben. Wer weiß schon, dass die Umwälzpumpen der Heizungsanlagen oft genauso viel Strom übers Jahr benötigen wie Wäschetrockner und Spülmaschine zusammen? Smart Metering schafft es, Licht ins Dunkel und damit Klarheit für den Kunden zu schaffen. Mit Hilfe der Smart Meter können die Verbrauchsstrukturen des Kunden visualisiert und damit Einsparpotenziale erkannt werden. Wie viel sparen Energielampen wirklich ein? Was bringt ein neuer energiesparender Kühlschrank? Wann amortisiert sich eine neue, energieeffiziente Kühltruhe? Nur mit intelligent angewendeten Messsystemen wie dem Smart Meter und der dazugehörigen Auswerte-Software kann der Verbraucher aktiv werden, seinen Teil am Gesamtenergieaufwand bestimmen, und damit seine Energieeffizienzmaßnahmen verbessern. Energieexperten schätzen, dass Verbraucher dadurch bis zu 15 Prozent der Stromkosten sparen können.
Für den Kunden bedeutet das: Er verfügt über mehr Geld im Geldbeutel. Er bekommt das Gefühl, dass das Energieversorgungsunternehmen ihm durch das Anbieten des Smart Meter etwas Gutes tut und ihm nicht nur das Geld aus der Tasche ziehen möchte. Er baut Vertrauen zum Anbieter auf und bringt ihn im besten Falle dazu, sich langfristig an das Unternehmen zu binden und nicht zu wechseln. Die Transparenz des Energieverbrauchs sämtlicher Stromgeräte hilft dem Kunden bei der Entscheidung, in neue Geräte zu investieren oder nicht. Wie zuvor erörtert, hängt die Zufriedenheit der Kunden nicht davon ab, welche Leistungen angeboten werden, sondern davon, wie der Kunde diese wahrnimmt und welchen Nutzen er dadurch erzielt. Die Zufriedenheit des Kunden könnte allein durch die Transparenz des Energieverbrauchs gesteigert werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Energiebranche ein, insbesondere den intensiven Preiskampf und die Notwendigkeit, sich durch zusätzliche Serviceangebote und Innovationen vom Wettbewerb abzuheben.
2 Charakteristika des Energiemarktes: Das Kapitel erläutert die Auswirkungen der Marktliberalisierung seit 1998 und analysiert die spezifischen Merkmale des Gutes Strom, wie Homogenität und Nicht-Lagerbarkeit, die eine besondere Herausforderung für das Marketing darstellen.
3 Strategiemöglichkeiten für Energieversorgungsunternehmen: Hier werden die drei strategischen Handlungsoptionen – Konflikt-, Kooperations- und Ausweichstrategie – vorgestellt, wobei die Ausweichstrategie als zentral für die langfristige Kundenbindung identifiziert wird.
4 Kundenbindung in der Energieversorgung: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung systematischer Kundenbindung in einem sich verändernden Markt und stellt Maßnahmen sowie Zielgruppenstrategien zur Steigerung der Kundentreue vor.
5 Leistungspolitik: Hier wird der Fokus auf die Gestaltung eines attraktiven Leistungsprogramms gelegt, wobei insbesondere „E-Services“ als Instrument zur Profilierung gegenüber der Konkurrenz und zur Kundenbindung definiert werden.
6 Die Innovation „Smart Metering“: Das Kernkapitel analysiert den Smart Meter als technischen Katalysator für neue Dienstleistungen, innovative Tarifstrukturen und als technologische Basis für Smart Home, Elektromobilität und Smart Grids.
7 Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass EVU den Wandel durch Smart-Metering-Technologien aktiv gestalten müssen, um langfristig durch Servicequalität und Mehrwertprodukte zu überzeugen und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Smart Metering, Energieversorgungsunternehmen, Kundenbindung, Liberalisierung, Leistungsinnovation, E-Services, Energiemarkt, Stromverbrauch, Smart Grid, Smart Home, Elektromobilität, Demand Side Management, Energieeffizienz, Kundenzufriedenheit, Tarifformen
Die Arbeit untersucht, wie Energieversorgungsunternehmen (EVU) durch Leistungsinnovationen wie den „Smart Meter“ auf einem stark gewandelten, liberalisierten Markt erfolgreich bestehen und Kunden langfristig an sich binden können.
Die zentralen Themen sind die strategische Neuausrichtung von Energieversorgern, das Management der Kundenbindung, die Rolle moderner E-Services und die technologische Transformation durch intelligente Zählsysteme.
Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert für den Endverbraucher durch den Einsatz von Smart Metern aufzuzeigen und zu ergründen, ob diese Innovation das zukünftige Erfolgspotenzial für EVU auf den sich wandelnden Absatzmärkten bildet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse. Sie stützt sich auf betriebswirtschaftliche Konzepte zum Dienstleistungsmarketing, zur Strategieentwicklung und zum Kundenbindungsmanagement, angewendet auf den spezifischen Kontext der Energiewirtschaft.
Der Hauptteil analysiert die Charakteristika des Energiemarktes, stellt verschiedene Unternehmensstrategien vor, diskutiert Instrumente der Kundenbindung und fokussiert schließlich detailliert auf Smart Metering als Vorstufe für technologische Entwicklungen wie Smart Home, virtuelle Kraftwerke und Smart Grids.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Smart Metering, Kundenbindung, Energieversorgungsunternehmen, E-Services, Demand Side Management, Smart Grid und Tarifinnovationen.
Eine verbrauchsgenaue Abrechnung in kürzeren Zyklen erhöht die Transparenz und Sicherheit für den Kunden. Sie vermindert das Misstrauen gegenüber dem Versorger, reduziert Reklamationen bei hohen Nachzahlungen und fördert durch regelmäßigen, positiven Kontakt die Kundenbeziehung.
Er fungiert als Schnittstelle, die den Ladevorgang intelligent steuert und Daten über das nicht genutzte Fahrzeug liefert. Dadurch können Anreize gesetzt werden, das Auto dann zu laden, wenn Strom im Überfluss vorhanden und günstig ist, was den Betrieb wirtschaftlich attraktiver macht.
Die Power Box erweitert den Smart Meter um ein digitales Gateway. Sie ermöglicht eine detaillierte Visualisierung des Stromverbrauchs pro Gerät oder Raum, wodurch Kunden ihr Verhalten anpassen und vielfältige, individuelle Energie-Service-Angebote nutzen können.
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