Bachelorarbeit, 2010
46 Seiten, Note: 1,3
1. Stand des Lernfeldkonzepts
2. Zentrale Elemente des Lernfeldkonzepts
2.1 Rahmenlehrplan Einzelhandel
2.2 Handlungsfeld
2.3 Lernfeld
2.4 Lernsituation
2.5 Lehr-/Lernarrangement
2.6 Selbstgesteuertes Lernen in Lernfeldern
2.7 Die veränderte Rolle der Lehrkräfte
3. Umsetzung lernfeldorientierter Lehrpläne
3.1 Prozessbeschreibung
3.2 Curriculare Analyse
3.3 Didaktische Jahresplanung
3.4 Entwicklung von Lernsituationen
4. Merkmale zur Gestaltung einer Lernsituation
4.1 Einleitende Übersicht
4.2 Handlungsrahmen
4.2.1 Definitorische Grundlagen
4.2.2 Entwicklung der Problemstellung
4.2.3 Handelnde Personen
4.2.4 Informationen/Materialien
4.3 Handlungsablauf
4.3.1 Handlungsorientierte Unterrichtsmethoden
4.3.2 Handlungsphasen der Lernenden
4.3.3 Vorwissen der Schülerinnen und Schüler
4.4 Handlungsergebnis
4.4.1 Definition
4.4.2 Dokumentation
4.4.3 Präsentation
4.4.4 Ergebniskontrolle
4.5 Anwendungsbezogene Inhalte
5. Kritische Betrachtung
6. Schluss
Ziel dieser Arbeit ist die Skizzierung der grundlegenden Elemente des Lernfeldkonzepts, die Untersuchung der Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehrpläne in die Unterrichtspraxis sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Lernfeldansatz aus verschiedenen Perspektiven.
4.2.3 Handelnde Personen
Die handelnden Personen sind nach Buschfeld (2003) die ersten Elemente, die bei der Entwicklung von Lernsituationen betrachtet werden. Das Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die in der Lernsituation beschriebenen Rollen der handelnden Personen übernehmen sollen (Wilbers, 2009a, S. 10). Durch die handelnden Personen entsteht die soziale Dimension der Lernsituation, da durch sie die Vertrautheit der Schülerinnen und Schüler mit den Rollen entsteht. Im Einzelhandel ist die Simulation von Verkaufsgesprächen ein gutes Beispiel. Hier macht es für die Lernenden einen großen Unterschied, ob es sich beim Gesprächspartner um eine Einzelperson oder um ein Ehepaar handelt (Buschfeld, 2003).
Im Fall der Lernsituation 4 „Unternehmensorganisation“ (vgl. Fritz, 2010b, S. 24ff.) sind die handelnden Personen hauptsächlich Herr Otto Beyerlein, der Inhaber des Sportgeschäfts „Sport-Freunde e.Kfm.“, Herr Klaus List, Geschäftsführer der Beska GmbH und Herr Horvath, der beteiligte Unternehmensberater. Dazu kommen noch Thomas Beyerlein, der Sohn von Herrn Beyerlein, der nach der Übernahme Filialleiter werden soll, Frau Rottenmeier, die in der Verwaltung und an der Kasse arbeitet, Frau Müller, Abteilungsleiterin Sportgeräte, Herr Seidel, Abteilungsleiter Bekleidung und Herr Schuster, Abteilungsleiter Schuhe. Die restlichen Personen werden aufgrund ihrer unwichtigen Rolle in der Lernsituation hier nicht weiter erwähnt. Vor allem mit Thomas Beyerlein, dem zukünftigen Filialleiter des Sportgeschäfts, werden sich die Schülerinnen und Schüler dank seiner modernen Hobbys, wie z. B. Freeclimbing oder Wildwasser-Kanufahren, schnell identifizieren können. Genau solche Informationen lenken die Lernenden von der eigentlichen Problemstellung ab. Nicht zur Lernsituation, bzw. zur Problemstellung gehörende Details sollten nicht in eine Lernsituation mit aufgenommen werden, da diese ablenken, die Schülerinnen und Schüler gedanklich auf eine andere Schiene bringen und nicht zur effektiven Problemlösung beitragen.
1. Stand des Lernfeldkonzepts: Beschreibt den historischen Wechsel von fachsystematischen zu handlungsorientierten Lehrplänen im Zuge des Lernfeldkonzepts an beruflichen Schulen.
2. Zentrale Elemente des Lernfeldkonzepts: Erläutert die wesentlichen Komponenten wie Rahmenlehrplan, Handlungsfelder, Lernfelder, Lernsituationen sowie die Rolle der Lehrkräfte und das selbstgesteuerte Lernen.
3. Umsetzung lernfeldorientierter Lehrpläne: Analysiert den Prozess der curricularen Arbeit, von der didaktischen Jahresplanung bis hin zur konkreten Entwicklung von Lernsituationen.
4. Merkmale zur Gestaltung einer Lernsituation: Detaillierte Darstellung der Gestaltungselemente (Handlungsrahmen, Handlungsablauf, Handlungsergebnis) unter Verwendung eines Praxisbeispiels.
5. Kritische Betrachtung: Setzt sich mit Kritikpunkten am Lernfeldansatz auseinander, insbesondere bezüglich der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung durch Lehrkräfte.
6. Schluss: Resümiert die aktuelle Situation, die Herausforderungen für die Schulen und zeigt Entwicklungstendenzen für die Zukunft des Lernfeldkonzepts auf.
Lernfeldkonzept, Berufsschule, Handlungsorientierung, Lernsituation, Didaktische Jahresplanung, Handlungskompetenz, Curriculum, Unterrichtsmethode, Selbstgesteuertes Lernen, Fachsystematik, Ausbildungsberuf, Einzelhandel, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Lernortkooperation
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Umsetzung des Lernfeldkonzepts an beruflichen Schulen, insbesondere im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel.
Zentrale Themen sind die Gestaltung von Lernsituationen, die didaktische Jahresplanung, die Rolle der Lehrkräfte sowie die Herausforderungen bei der Implementierung handlungsorientierter Curricula.
Ziel ist es, die grundlegenden Elemente des Konzepts zu verdeutlichen, den Umsetzungsprozess zu analysieren und eine kritische Bilanz aus verschiedenen Perspektiven zu ziehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die beispielhafte Untersuchung von Lernmaterialien und deren Einbettung in das Lernfeldkonzept.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Gestaltungskomponenten einer Lernsituation, wie Handlungsrahmen, Handlungsablauf und Handlungsergebnis, und konkretisiert diese anhand eines Praxisbeispiels aus einem Lehr- und Arbeitsbuch.
Neben dem Kernbegriff "Lernfeldkonzept" sind Handlungsorientierung, Handlungskompetenz, Lernsituation und didaktische Jahresplanung als zentrale Charakteristika zu nennen.
Die Beska GmbH dient als praxisnahes Modellunternehmen, um zu zeigen, wie Lernsituationen in einem konkreten, für Schüler verständlichen Kontext aufbereitet werden können.
Kritisiert wird insbesondere die zeitliche Überforderung, der Mangel an geeignetem Unterrichtsmaterial und die teilweise mangelnde theoretische Fundierung des "Top-Down"-Verfahrens bei der Einführung des Konzepts.
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