Masterarbeit, 2009
165 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Web 2.0
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Entwicklung von Web 1.0 zu Web 2.0
2.1.3 Ausblick auf Web 3.0
2.2 Web 2.0-Unternehmen
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Entwicklungsphasen eines Web 2.0-Unternehmens
2.2.3 Tragfähigkeit
2.2.4 Erfolgsfaktoren
2.3 Geschäftsmodell
2.3.1 Begriffsdefinition
2.3.2 Aufbau
2.3.3 Web 2.0-Kontext
2.4 Ökonomische Beurteilung von Web 2.0-Unternehmen
2.4.1 Wertorientierte Unternehmensbeurteilung
2.4.2 Probleme der wertorientierten Beurteilung von Web 2.0-Unternehmen
2.4.3 Werttreiber von Web 2.0-Unternehmen
2.4.4 Kostentreiber von Web 2.0-Unternehmen
2.4.5 Discounted Cashflow-Methode als Beurteilungsgrundlage
3 Web 2.0-Unternehmen in Deutschland
3.1 Bestandsaufnahme und Kategorisierung
3.1.1 Blogs und Newsfeeds
3.1.2 File Exchange und Content Sharing
3.1.3 Wikis
3.1.4 Pod- und Videocasts
3.1.5 Mashups
3.1.6 Tagging
3.1.7 Soziale Netzwerke
3.1.8 Bewertungsportale
3.1.9 C2C-Commerce
3.1.10 Virtuelle Welten und Online-Spiele
3.2 Rahmenbedingungen des Wirtschaftens
3.2.1 Regulatives Umfeld
3.2.2 Technologisches Umfeld
3.2.3 Soziodemografisches Umfeld
3.3 Finanzierungsmöglichkeiten
3.4 Marktchancen
4 Ertragsmöglichkeiten eines Web 2.0-Unternehmens
4.1 Werbeerlöse
4.2 Premium-Angebote
4.3 Verkaufserlöse
4.4 Informationsweitergabe
4.5 Provisionen
4.6 Spendeneinnahmen
5 Fallbeispiel: XING AG
5.1 Unternehmensorganisation und -geschichte
5.2 Finanzierung
5.3 Geschäftsmodell
5.3.1 Nutzenversprechen
5.3.2 Wertschöpfungsarchitektur
5.3.3 Ertragsmodell
5.4 Beurteilung der ökonomischen Tragfähigkeit
5.4.1 Operationalisierung der Werttreiber
5.4.2 Operationalisierung der Kostentreiber
5.4.3 Ermittlung des Unternehmenswertes
5.4.4 Interpretation der Ergebnisse
6 Ökonomische Tragfähigkeit von Web 2.0-Unternehmen in Deutschland
6.1 Beurteilung des Marktumfelds
6.2 Beurteilung der Finanzierungsmöglichkeiten
6.3 Beurteilung der Marktchancen
6.4 Komposition eines tragfähigen Web 2.0-Geschäftsmodells
6.4.1 Nutzenversprechen
6.4.2 Wertschöpfungsarchitektur
6.4.3 Ertragsmodell
7 Fazit
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu ergründen, ob und inwieweit Unternehmen mit Geschäftsmodellen im Web 2.0 aus eigener Kraft ökonomisch überlebensfähig sind. Die Analyse konzentriert sich dabei auf den deutschen Wirtschaftsraum und untersucht die strukturellen Rahmenbedingungen sowie spezifische Erfolgsfaktoren für Web 2.0-Unternehmen.
2.1.1 Begriffsdefinition
Dem Terminus »Web 2.0« wird in Medien und Industrie ein reges Interesse zuteil. Dennoch hat sich bisher keine einheitliche Begriffsdefinition durchgesetzt (vgl. [Karl07, 17; BeBu08, 24; MaPi081, 341]). Die Mehrzahl der Literaturquellen führen den Ursprung der Bezeichnung »Web 2.0« auf das Jahr 2004 zurück, in dem Mitarbeiter des O’Reilly Verlages den Begriff in Vorbereitung einer Internet-Konferenz ins Leben riefen (vgl. [Sto+08, 10; MaPi081, 350]). Damals ist erkannt worden, dass sich das Internet zu einer Interaktionsplattform wandelt, welche zusehends auf eine Partizipation von Nutzern angewiesen ist (vgl. [EnWi08, 36]).
Im Jahr 2005 verfasste O’REILLY den Artikel »What Is Web 2.0?« (vgl. [ORei05, o.S.]), in dem er sieben konstitutive Prinzipien von Web 2.0 darlegte und damit den Begriff der Internetgemeinschaft vorstellte (vgl. [WiUl08, 21]). Dieser Beitrag diente vielen Autoren als Grundlage einer Begriffsdefinition (vgl. [Boh+07, 27; BeZe08, 5]) und soll auch in dieser Arbeit Berücksichtigung finden.
Mit der Aussage »The Web as a Platform« betont O’REILLY die Rolle des WWW als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform, über welche neuartige Anwendungen ausgeführt werden können (vgl. [Bäch08, 129]). Dabei ist die Nutzerbeteiligung entscheidend. Die Ausnutzung der kollektiven Intelligenz aller Internetnutzer (»Harnessing Collective Intelligence«) kann auf zwei Weisen interpretiert werden: Zum einen erscheint es sinnvoll, das im Internet bereits vorhandene Wissen möglichst effizient zu verwenden. Zum anderen besteht die Möglichkeit, die Vorteile der so genannten »Wisdom of Crowds«, welche aufgrund der Kumulation von Informationen vorteilhaftere Gruppenentscheidungen implizieren, zu realisieren. Dies erfolgt derart, dass Informationen und Erfahrungen auf einer jeweiligen Internetseite zwischen den Nutzern geteilt werden (vgl. [BeZe08, 12f.]).
Die Bedeutsamkeit der im Web 2.0 hinterlegten Inhalte wird anhand des dritten O’REILLY-Prinzips »Data is the Next Intel Inside« deutlich. Internetinhalte – auch als Content bezeichnet – umfassen alle über das Internet ausgetauschten Informationsaspekte, wobei deren Ausprägung unterschiedlicher Art sein mag. So können darunter neben reinen Texten beispielsweise auch Digitalfotos, Musikstücke und Filme gefasst werden (vgl. [Wirt09, 618]).
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung, die Ziele der Arbeit sowie den methodischen Aufbau zur Untersuchung der wirtschaftlichen Potenziale von Web 2.0-Unternehmen.
2 Grundlagen: Liefert die theoretische Basis zum Web 2.0, erläutert verschiedene Geschäftsmodell-Konzepte und führt in die wertorientierte Unternehmensbewertung mittels Discounted Cashflow-Methode ein.
3 Web 2.0-Unternehmen in Deutschland: Bietet eine Bestandsaufnahme der Unternehmenslandschaft in Deutschland sowie eine detaillierte Untersuchung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Marktchancen.
4 Ertragsmöglichkeiten eines Web 2.0-Unternehmens: Analysiert verschiedene Einnahmequellen wie Werbeerlöse, Premium-Modelle und Provisionen, die zur Refinanzierung von Web 2.0-Angeboten dienen können.
5 Fallbeispiel: XING AG: Überträgt die zuvor theoretisch erarbeiteten Konzepte auf das praktische Fallbeispiel der XING AG und bewertet deren ökonomische Tragfähigkeit.
6 Ökonomische Tragfähigkeit von Web 2.0-Unternehmen in Deutschland: Synthetisiert die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel und gibt Empfehlungen für die Gestaltung tragfähiger Geschäftsmodelle im Web 2.0.
7 Fazit: Resümiert die ökonomische Relevanz von Web 2.0 und fasst die zentralen Erkenntnisse hinsichtlich der Erfolgsfaktoren und der Tragfähigkeit der untersuchten Unternehmen zusammen.
Web 2.0, Geschäftsmodell, Unternehmensbewertung, Discounted Cashflow, Tragfähigkeit, Internetökonomie, Netzwerkeffekte, XING AG, Ertragsmodell, Nutzerbeteiligung, Online-Werbung, Werttreiber, Kostentreiber, Web 3.0, Internet-Startups.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Tragfähigkeit und die Erfolgspotenziale von Unternehmen im Web 2.0-Umfeld, unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Unternehmenslandschaft.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Web 2.0, den Aufbau von Geschäftsmodellen, Finanzierungsoptionen für Startups, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Bewertung der ökonomischen Leistung anhand von Finanzkennzahlen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und in welcher Weise hohe Investitionserwartungen an Web 2.0-Unternehmen gerechtfertigt sind und wie diese Unternehmen ökonomisch überlebensfähig agieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und die Anwendung der Discounted Cashflow (DCF)-Methode zur wertorientierten Unternehmensbewertung, illustriert durch ein praktisches Fallbeispiel.
Der Hauptteil befasst sich mit der Kategorisierung von Web 2.0-Angeboten, der Analyse von Erlösformen (z.B. Werbung, Premium-Modelle), einer umfassenden Untersuchung des deutschen Marktumfelds und einer detaillierten DCF-Analyse am Beispiel der XING AG.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Begriffe Web 2.0, Geschäftsmodell, Unternehmensbewertung, DCF-Methode, Tragfähigkeit, Netzwerkeffekte und XING AG aus.
Nutzerdaten werden als zentraler Werttreiber für Web 2.0-Unternehmen identifiziert, da sie die Grundlage für personalisierte Werbeformen bilden, wobei gleichzeitig die hohen Anforderungen an Datenschutz und Nutzervertrauen betont werden.
Die XING AG wird als erfolgreiches Beispiel für ein tragfähiges Web 2.0-Geschäftsmodell gewertet, dessen wirtschaftliche Stabilität sich aus einer hohen Eigenkapitalquote und einem hybriden Ertragsmodell ableitet.
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