Diplomarbeit, 2005
146 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Der konzeptionelle Rahmen
2.1 Grundzüge der Debatte um Nachhaltigkeit
2.2 Die Lokale Agenda 21
3. Die Kommune als Ort für nachhaltige Entwicklungen
3.1 Die Rolle der Kommunen
3.2 Akteure im kommunalen Kontext
4. Stabilisierung eines leitbildgesteuerten Prozesses im kommunalen Umfeld
4.1 Notwendigkeit einer Prozess-Stabilisierung
4.2 Bedingungen zur Stabilisierung
5. Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung von Lokalen Agenda-Prozessen
5.1 Politisch-administrative Einbindung
5.2 Innerkommunale und interkommunale Vernetzungen
5.3 Partizipation und bürgerschaftliches Engagement
5.4 Strukturelle Integration
5.5 Bildungsarbeit
5.6 Popularisierung
5.7 Nachhaltigkeitscontrolling
5.8 Effizientes Prozessmanagement
6. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht, wie Lokale Agenda-Prozesse auf kommunaler Ebene institutionell verankert und langfristig stabilisiert werden können, anstatt lediglich punktuelle Lernprozesse ohne nachhaltige Breitenwirkung zu bleiben.
Die Kommune als Ort für nachhaltige Entwicklungen
“But we believe communities are the primary locus of responsibility for creating a sustainable world. The admonition to Think Globally, Act Locally retains its wisdom despite years of bumper-sticker overexposure. Directed sustainability will come about in neighbourhoods or not at all. Humans seem involved for communities of manageable size, and most of the individual behaviours and attitudes that support sustainability are best nurtured at the community level. The political structure and process necessary for a regionally, nationally, and globally sustainable society must be built on a foundation of local communities” (Prugh et al., nach GRABHER et al. 1998, S.21).
Die „Kommunalisierung“ der Aufgabenzuständigkeit für Nachhaltigkeit ist eine quer durch alle politischen und sozialwissenschaftlichen Fraktionen geteilte Überzeugung. Die Tatsache, dass vor allem auf lokaler Ebene Kapazitäten bestehen, jene unverorteten globalen Probleme zu lösen, ist unumstritten. Im Folgenden werden nun Argumente zusammengefasst, die die Bandbreite möglicher Begründungen für eine „Kommunalisierung von Nachhaltigkeit“ aufzeigen.
1. Einleitung: Klärung der Zielsetzung und Vorgehensweise, wobei die institutionelle Absicherung der Lokalen Agenda 21 als zentrale Herausforderung identifiziert wird.
2. Der konzeptionelle Rahmen: Analyse der Nachhaltigkeitsdebatte und Definition des Konzepts der Lokalen Agenda 21 als globaler Aktionsplan mit lokaler Umsetzung.
3. Die Kommune als Ort für nachhaltige Entwicklungen: Diskussion der Schlüsselrolle von Kommunen und der Bedeutung verschiedener Akteure im kommunalen Kontext.
4. Stabilisierung eines leitbildgesteuerten Prozesses im kommunalen Umfeld: Darstellung der Notwendigkeit einer dauerhaften Prozess-Stabilisierung und Identifikation von notwendigen Bedingungen.
5. Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung von Lokalen Agenda-Prozessen: Konkrete Strategien zur Einbindung, Vernetzung, Partizipation und Integration von Nachhaltigkeit in kommunale Strukturen.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung, dass Nachhaltigkeit als sozialer Prozess dauerhaft gestaltet werden muss.
Nachhaltige Entwicklung, Lokale Agenda 21, Kommune, Prozess-Stabilisierung, Bürgerbeteiligung, Governance, Nachhaltigkeitscontrolling, Strukturelle Integration, Bildungsarbeit, Politische Einbindung, Regionalbetreuer, Partizipation, Prozessmanagement, Kommunale Netzwerke, Empowerment.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der langfristigen Stabilisierung und institutionellen Verankerung von Prozessen der Lokalen Agenda 21 in steirischen Kommunen.
Zentrale Themen sind die Rolle der Kommune als Akteur, Strategien zur Einbindung von Politik, Verwaltung und Bürgern sowie Methoden zur Erfolgskontrolle durch Controlling.
Das Ziel ist es, Bedingungen und Strategien zu identifizieren, die den Agenda-Prozess über seine Initialphase hinaus dauerhaft in der Gemeindeetablieren.
Es wurde eine Kombination aus ausführlicher Literaturanalyse und einer empirischen Erhebung in Form von halb-standardisierten Fragebögen durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit der Stabilisierung, die Akteursgruppen im kommunalen Kontext und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Nachhaltige Entwicklung, Lokale Agenda 21, Kommune, Prozess-Stabilisierung und Bürgerbeteiligung.
Häufige Gründe sind mangelnde politische Unterstützung, unklare Verantwortlichkeiten, fehlendes Personal und Finanzmittel sowie eine zu geringe Bekanntheit bei der Bevölkerung.
Dem Bürgermeister kommt eine Schlüsselrolle als Multiplikator zu; seine aktive Akzeptanz und Unterstützung sind für die institutionelle Verankerung in der Gemeinde essenziell.
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