Diplomarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Allgemeine wirtschaftliche Situation und Insolvenzentwicklung in Deutschland
1.2 Der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der deutsche Mittelstand – eine Definitionsbestimmung
2.2 Die Unternehmenskrise
2.2.1 Krisendefinitionen
2.2.2 Krisenursachen
2.2.3 Der typische Krisenverlauf
2.3 Krisenmanagement
2.4 Sanierung – Restrukturierung – Turnaround
2.4.1 Sanierung
2.4.2 Restrukturierung und Turnaround
3 Sanierung und Restrukturierung zur Bewältigung der operativen Krise
3.1 Vorgehensweise zur operativen Krisenbewältigung
3.2 Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapital- und Liquiditätssituation
3.2.1 Innerbetriebliche Maßnahmen
3.2.1.1 Kostensenkende Maßnahmen
3.2.1.2 Einnahmesteigernde Maßnahmen
3.2.1.3 Reduzierung der Mittelbindung im Anlagevermögen
3.2.1.4 Optimierung des Netto-Umlaufvermögens
3.2.2 Maßnahmen der Eigentümer
3.2.2.1 Kapitalsanierung durch Kapitalherabsetzung und -erhöhung
3.2.2.2 Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktrittserklärung
3.2.2.3 Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten
3.2.3 Maßnahmen der Kreditinstitute
3.2.3.1 Stillhaltevereinbarung und Stundungsabrede
3.2.3.2 Forderungsverzicht und Rangrücktrittserklärung
3.2.3.3 Umwandlung bestehender Forderungen
3.2.3.4 Bereitstellung von zusätzlichem Fremdkapital
3.3 Restrukturierungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Ertragssituation
3.3.1 Modifizierung der Produkt-Markt – Strategie
3.3.1.1 Prinzipielle strategische Handlungsmöglichkeiten im Sinne der Produkt-Markt – Matrix
3.3.1.2 Möglichkeiten zur verbesserten Marktdurchdringung
3.3.1.3 Möglichkeiten der Marktentwicklung
3.3.1.4 Aufgabe unattraktiver Märkte
3.3.2 Programm zur Kostensenkung
3.3.2.1 Prämissen zur Kostenreduzierung
3.3.2.2 Bedeutung des Kostenmanagements im Rahmen der Restrukturierung
3.3.2.3 Vorgehensweise und Maßnahmen zur Kostenreduzierung
4 Die Unternehmenskrise als Chance
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, geeignete Instrumente und Maßnahmen zur Sanierung und Restrukturierung aufzuzeigen, um mittelständische Unternehmen aus einer existenzbedrohenden Krisensituation zu führen. Dabei steht die Aufrechterhaltung finanzieller Handlungsspielräume zur Abwendung der Insolvenz im Vordergrund, gefolgt von Maßnahmen zur langfristigen Gesundung.
Die Unternehmenskrise als Chance
Bei allen Gefahren und negativen Auswirkungen, die unweigerlich zum Wesen einer Unternehmenskrise gehören und die im Falle einer nicht mehr beherrschbaren Unternehmenskrise sogar in der Insolvenz enden können, verstellt sich häufig der Blick auf die positiven Aspekte einer krisenbehafteten Situation.
Im Überlebenskampf ist es auch nur natürlich, eine Krise mit negativen Empfindungen zu assoziieren und diese auch entsprechend wahrzunehmen. Oftmals geht eine existenzbedrohende Krise mit tiefen Einschnitten einher, die ganz sicher für viele Unternehmen und auch für die beteiligten Interessengruppen zunächst nicht als positiv zu bewerten sind.
Bei genauerer Betrachtung kann jedoch eine Unternehmenskrise auch als Chance begriffen werden. Es besteht die Möglichkeit alte, verkrustete Strukturen aufzubrechen, lange bestehenden Ballast abzuwerfen, hemmende Verhaltensweisen abzulegen und somit ein neues, nach vorne gerichtetes Unternehmen zu schaffen.
Neben der existierenden Gefahr des Scheiterns und der damit einhergehenden Vernichtung des Krisenunternehmens, eröffnet sich demnach für das betroffene Unternehmen - eben genau durch die Krise - die Chance für einen Neuanfang. Interessanter Weise steht in der chinesischen Schrift das Symbol für „Krise“ gleichzeitig für „Chance“. Ausnahmesituationen eröffnen folglich immer auch Möglichkeiten zu positiven Veränderungen.
1 Einführung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage, die Insolvenzentwicklung in Deutschland und die besondere Bedeutung des Mittelstands.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Definition des Mittelstands, die Ursachen und Verläufe von Unternehmenskrisen sowie grundlegende Begriffe des Krisenmanagements und der Sanierung erörtert.
3 Sanierung und Restrukturierung zur Bewältigung der operativen Krise: Dieser Hauptteil beschreibt konkrete operative und finanzielle Maßnahmen, von der Liquiditätssicherung bis hin zur strategischen Neuausrichtung.
4 Die Unternehmenskrise als Chance: Das abschließende Kapitel beleuchtet die positiven Aspekte einer Krise als Impulsgeber für notwendige Veränderungen und strategische Neuanfänge.
Mittelstand, Unternehmenskrise, Krisenmanagement, Sanierung, Restrukturierung, Turnaround, Liquiditätssicherung, Insolvenz, operative Krise, strategische Krise, Kostenmanagement, Eigenkapital, Fremdkapital, Produkt-Markt-Strategie, Kostensenkung
Die Arbeit befasst sich mit der Bewältigung von Unternehmenskrisen im deutschen Mittelstand durch den gezielten Einsatz von Sanierungs- und Restrukturierungsinstrumenten.
Die zentralen Felder umfassen die Krisenanalyse, die kurzfristige Liquiditätssicherung, die finanzielle Sanierung durch Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen sowie die strategische Restrukturierung der Ertragssituation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmen durch geeignete Maßnahmen kurzfristig insolvenzgefährdende Zustände abwenden und mittelfristig wieder rentabel werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die systematische Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Sanierungskonzepte und Instrumente, ergänzt durch Praxisbeispiele.
Im Hauptteil werden konkrete Maßnahmen wie Kostensenkungsprogramme, Factoring, Kapitalmaßnahmen sowie die Anwendung der Produkt-Markt-Matrix zur strategischen Neuausrichtung detailliert beschrieben.
Wichtige Begriffe sind Mittelstand, Sanierung, Restrukturierung, Liquidität, Krisenmanagement, Kostensenkung und Strategieanpassung.
Sie hilft dabei, zwischen der notwendigen Sofort-Rettung durch Liquidität (operativ) und der langfristigen Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit (strategisch) zu differenzieren.
Sie ist essentiell, um Widerstände abzubauen, wertvolles Know-how zu nutzen und die für den Erfolg notwendige Arbeitsmoral und Akzeptanz für Veränderungsprozesse zu erhalten.
Der Autor argumentiert, dass der Krisendruck festgefahrene Strukturen aufbricht und somit den Weg für notwendige, aber zuvor blockierte Erneuerungen und Innovationen freimacht.
Zu den genannten Instrumenten zählen unter anderem Kostensenkungen, optimiertes Working Capital Management, Factoring sowie die Stundung von Forderungen durch Kreditinstitute.
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