Diplomarbeit, 2009
75 Seiten
Sufi – Betrachtung
Einleitung
Zielsetzung und Charakter der Diplomarbeit
Teil 1: Verschiedene Perspektiven zum Dialog in sozialpädagogischen Einrichtungen
Projektplan „Dialog“
1. Kommunikation/Dialog/Beziehungsdienstleistung
1.1. Was ist Kommunikation?
1.2. Was ist ein Dialog?
1.3. Was ist eine Beziehung?
1.4. Was sind die Voraussetzungen für einen gesunden Dialog?
1.5. Was ist eine gelebte Beziehungsdienstleistung?
1.6. Grundlagenarbeit im Team
1.7. Wann wird ein Gespräch zum Verhör?
2. Dialog/ Kooperation/ Ich – Atem
2.1. Die Rolle des Dialogs als Grundlage der Sozialpädagogik
2.2. Die spirituelle Dimension des Dialogs
2.3. Der Ich – Atem
2.4. Die neurobiologische Forschung und der kooperative Mensch
2.5. Ich – Atem und Schulung der Aufmerksamkeit im Dialog
2.6. Die Frage ist: „Wie können wir mit diesem Paradoxon umgehen?“
2.7. Spielregeln um dialogische Kompetenzen entwickeln zu können
3. Reflexion zu Teil 1
Teil 2: Unterschiedliche Qualitäten von Dialog und Dokumentation
Projektplan „Dialog und Dokumentation“
4. Dialog und Dokumentation im Betrieb
4.1. Auswertung von Fragebögen und Interviews
4.2. Inhaltliche Auswertung der Fragebögen und Interviews
4.3. Meine Interpretation der Auswertungen
4.4. Interpretation von Mitgliedern des Leitungsteams
4.5. Gespräch und Dokumentation – Schlussfolgerung
4.6. Der Prozess zwischen Befrager und Befragten
4.7. Persönliche Reflexion und Akzeptanz von Veränderungsprozessen im Betrieb
4.8. Die Grundlagen der Betreutenbetrachtung
4.9. Zusammenfassung der Ergebnisse für SR und LT
4.10. Implementierung der Ergebnisse im Betrieb
5. Die Dynamische Betreutenbetrachtung
6. Reflexion zu Teil 2
7. Anhang
Die Arbeit untersucht, wie ein dialogisch orientierter Ansatz in sozialpädagogischen Einrichtungen dazu beitragen kann, den Fokus zurück auf die direkte Beziehungsgestaltung mit Klienten zu lenken und eine menschenzentrierte Unternehmenskultur zu fördern.
1.1. Was ist Kommunikation?
„Der Begriff „Kommunikation“ stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist mit „gemeinsam machen, „teilnehmen lassen“ eine Sozialhandlung von Lebewesen oder Menschen gemeint.“…
„Kommunikation“ Wikipedia online (letzte Änderung am 12.5. 08) Für diese Arbeit genügt diese Version des Begriffs „Kommunikation“. Der Autor ist sich aber bewusst, dass sich seit den 1940er Jahren dieser Begriff um Signalübertragung von technischen Geräten, um den „Austausch von Informationen“ und um die „Transaktionsanalyse“ erweitert hat.
1. Kommunikation/Dialog/Beziehungsdienstleistung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Kommunikation und Beziehung und leitet daraus die Notwendigkeit für einen gesunden, lebendigen Dialog im sozialpädagogischen Alltag ab.
2. Dialog/ Kooperation/ Ich – Atem: Hier wird die spirituelle und neurobiologische Dimension des Dialogs beleuchtet, wobei der Mensch als kooperatives Wesen und der Dialog als "Ich-Atem" zwischen Selbstbehauptung und Hingabe verstanden wird.
3. Reflexion zu Teil 1: Eine Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse, die das Bewusstsein für die verschiedenen Ebenen des Dialogs in einer Institution schärft.
4. Dialog und Dokumentation im Betrieb: Dieser Praxisteil analysiert mittels Umfragen und Interviews, wie Mitarbeiter in einer konkreten Institution den Spagat zwischen notwendiger schriftlicher Dokumentation und direkter Beziehungsarbeit erleben.
5. Die Dynamische Betreutenbetrachtung: Vorstellung eines neuen methodischen Instruments, das durch den Fokus auf urteilsfreie Beobachtung und gemeinsamen Dialog den Austausch über Klienten in Teams lebendiger und entwicklungsorientierter gestalten soll.
6. Reflexion zu Teil 2: Fazit des Praxisteils, das die positiven Effekte des direkten Gesprächs gegenüber reinen Verwaltungsprozessen hervorhebt und die Bedeutung für die Institution unterstreicht.
Dialog, Beziehungsgestaltung, Kommunikation, Sozialpädagogik, Betreutenbetrachtung, Dokumentation, Mitarbeiterführung, Kooperation, Bindungstheorie, Unternehmenskultur, Menschenbild, Reflexion, Vertrauen, Prozessorientierung, Salutogenese.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des Dialogs zur Qualitätssicherung und Beziehungsgestaltung in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern.
Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen Kommunikation und Dialog, die Bedeutung von Bindung und Kooperation sowie die Balance zwischen Verwaltung (Dokumentation) und zwischenmenschlicher Arbeit.
Das Ziel ist es, den Fokus der sozialpädagogischen Arbeit wieder verstärkt auf die Beziehungsgestaltung zu legen und eine Kultur zu fördern, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Es wird ein ganzheitlicher, "geotheanistischer" Ansatz gewählt, der Literaturanalyse mit einer praxisbezogenen, reflexiven Untersuchung des eigenen Betriebs (Fragebögen, Interviews) verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Perspektiven auf den Dialog) und einen Praxisteil (Evaluation von Dialog und Dokumentation im eigenen Betrieb).
Wichtige Begriffe sind Dialog, Beziehungsdienstleistung, Betreutenbetrachtung, Ich-Atem, Kooperation und eine menschliche Unternehmenskultur.
Sie ermöglicht eine tiefergehende, urteilsfreie Sicht auf Klienten und fördert durch den gemeinsamen Austausch im Team eine einheitliche und tragfähige Grundhaltung der Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter empfinden den direkten Dialog als deutlich bereichernder als schriftliche Fragebögen, zeigen sich aber teils überlastet durch hohen Dokumentationsaufwand.
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