Bachelorarbeit, 2010
70 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit untersucht die Problematik der Aktivierung von Langzeitarbeitslosen im Kontext der Beauftragung Dritter, insbesondere im Hinblick auf die Aktivierung älterer Langzeitarbeitsloser. Dabei wird das Beispiel eines 50+ Projekts analysiert. Die Arbeit soll herausarbeiten, wie die Aktivierung trotz bestehender Steuerungs- und Kontrolldefizite in Prozessen kollektiver Ko-Produktion gelingen kann. Darüber hinaus werden die Konflikte aufgezeigt, die mit dieser Form der Aktivierung verbunden sind, sowie die Strategien, die die Akteure zur Bewältigung dieser Herausforderungen einsetzen.
Die Einleitung beleuchtet die wachsende Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit im Kontext des demografischen Wandels. Hierbei wird insbesondere auf die Situation älterer Arbeitsloser fokussiert, die zunehmend in den Fokus der Politik rückt. Die Kapitel 2 bis 4 untersuchen den aktivierenden Sozialstaat und die Besonderheiten der Aktivierungspolitik für ältere Langzeitarbeitslose, wobei auch die Beauftragung Dritter als Instrument der Arbeitsmarktpolitik betrachtet wird. Kapitel 3 analysiert die Beziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer im Rahmen der Prinzipal-Agent-Theorie und diskutiert die Herausforderungen, die sich aus dem doppelten Prinzipal-Agent-Modell im Prozess kollektiver Ko-Produktion ergeben. Das Kapitel 5 analysiert die Kooperation zwischen den Akteuren (privater Träger, Projektteilnehmer und ARGE) im Kontext eines 50+ Projekts und untersucht die Aktivierungs- und Vermittlungsprozesse sowie die jeweiligen Steuerungsmechanismen. Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und zieht Schlüsse für die Gestaltung zukünftiger Aktivierungsmaßnahmen.
Die Arbeit befasst sich mit den Themenfeldern Langzeitarbeitslosigkeit, Aktivierung, Beauftragung Dritter, Prinzipal-Agent-Theorie, kollektive Ko-Produktion, Steuerungs- und Kontrolldefizite, Konflikte, Strategien, ältere Langzeitarbeitslose, 50+ Projekte, ARGE, private Träger, Aktivierungs- und Vermittlungsprozesse.
Ältere Arbeitslose (über 50) haben oft eine "erfolglose Maßnahmekarriere" hinter sich, was zu Motivationsverlust führt. Zudem erschweren gesundheitliche Einschränkungen und Vorurteile am Arbeitsmarkt die Vermittlung.
Die ARGE (oder das Jobcenter) beauftragt private Träger mit der Durchführung von Projekten (z. B. Perspektive 50plus), um die Vermittlungschancen durch spezialisierte Dienstleister zu erhöhen.
Sie dient zur Analyse der Beziehung zwischen Auftraggeber (ARGE) und Auftragnehmer (privater Träger). Es entstehen Steuerungs- und Kontrolldefizite, da die Interessen der Akteure nicht immer deckungsgleich sind.
Damit ist gemeint, dass der Erfolg einer Maßnahme von der aktiven Mitarbeit aller Beteiligten (Träger, Teilnehmer und Behörde) abhängt. Ohne die Mitwirkung des Arbeitslosen kann die Dienstleistung nicht erfolgreich "produziert" werden.
Da private Träger oft keine direkten Sanktionsmittel haben, setzen sie auf Beziehungsarbeit, Motivationsförderung und enge Kooperation mit der ARGE, um Kooperationshindernisse zu bewältigen.
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