Doktorarbeit / Dissertation, 2010
226 Seiten
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Einleitung
1.1 ZUNAHME PSYCHISCHER ERKRANKUNGEN
1.2 ZUNEHMENDE ISOLIERUNG PSYCHISCH KRANKER?
1.3 BERUFLICHE REHABILITATION
1.4 GESETZLICHE GRUNDLANGEN DER BERUFLICHEN REHABILITATION
1.4.1 SGB IX Teilhabe behinderter Menschen
1.4.2 SGB III Arbeitsförderungsrecht
1.4.3 SGB II „Hartz IV-Gesetze“
1.4.4 SGB VI Gesetzliche Rentenversicherung
1.4.5 SGB VII Gesetzliche Unfallversicherung
1.4.6 Rehabilitationsträger der Teilhabe am Arbeitsleben
1.4.7 Zusammenfassung der gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit der REHAaktiv darr GmbH
1.5 „ERST PLATZIEREN - DANN QUALIFIZIEREN“?
1.6 DIE ICF IN DER BERUFLICHEN REHABILITATION
1.7 DIE REHAAKTIV DARR GMBH
1.7.1 Firmengeschichte
1.7.2 Das Integrationsseminar für Rehabilitanden mit psychischen Beeinträchtigungen in Berlin
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 URSACHEN PSYCHISCHER ERKRANKUNGEN IM KONTEXT DER ARBEIT
2.1.1 Arbeit macht krank
2.1.2 Arbeitslosigkeit macht krank
2.1.3 Grafische Darstellung der Ursachen psychischer Erkrankungen der Maßnahmeteilnehmer
2.2 MODELLE ZUR PRÄDIKTION ERFOLGREICHEN HANDELNS IN BERUF UND PRIVATLEBEN
2.3 ABLEITUNG VON SEMINARINHALTEN
2.4 PRÄDIKTOREN DER BERUFLICHEN INTEGRATION AUS DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG
2.4.1 Prädiktoren der Beruflichen Integration psychisch Beeinträchtigter
2.4.2 Ableitung einer Prädiktoren-Übersicht
2.4.3 Interaktionsmodell
2.5 PRÄDIKTOREN DES ABBRUCHES EINER MAßNAHME
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
3.1 FRAGESTELLUNGEN ZUR ERFOLGREICHEN BERUFLICHEN REHABILITATION
3.2 FRAGESTELLUNGEN ZUM ABBRUCH DER MAßNAHME AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN
3.3 FRAGESTELLUNGEN ZUR PROGNOSE DER ANZAHL KRANKHEITSBEDINGTER FEHLZEITEN
4. METHODIK
4.1 ÜBERLEGUNGEN ZUM OPTIMALEN STICHPROBENUMFANG
4.2 STUDIENDESIGN
4.3 OPERATIONALISIERUNG
4.3.1 Teilnehmerprofil
4.3.2 Das psychodiagnostische Screening
4.4 QUALITATIVE INTERVIEWS
4.5 VERFAHREN DER DATENANALYSE
5. ERGEBNISSE
5.1 STICHPROBENBESCHREIBUNG
5.1.1 Vollständigkeit der Datensätze
5.1.2 Deskriptive Statistik der Testvariablen
5.2 FOLLOW UP
5.3 PRÄDIKTOREN BERUFLICHER INTEGRATION PSYCHISCH KRANKER
5.3.1 Nominales Datenniveau – Kreuztabellen und Chi-Quadrattest
5.3.2 Ordinales Datenniveau – U-Test nach Mann & Whitney
5.3.3 Metrisches Datenniveau – T-Test
5.3.4 Binäre logistische Regression
5.3.5 Binäre logistische Regression – Integration nach ½ Jahr
5.3.6 Binäre logistische Regression – Integration nach einem Jahr
5.3.7 Diskriminanzanalyse
5.3.8 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.3.9 Angepasste Prädiktoren-Übersicht
5.4 PRÄDIKTOREN FÜR DEN ABBRUCH DER MAßNAHME AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN
5.4.1 Nominales Datenniveau – Kreuztabellen und Chi-Quadrattest
5.4.2 Metrisches Datenniveau – T-Test
5.4.3 Binäre logistische Regression
5.4.4 Diskriminanzanalyse
5.4.5 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.5 PRÄDIKTOREN DER FLUCHT IN KRANKHEIT PSYCHISCH KRANKER
5.5.1 Metrisches Datenniveau der Einflussfaktoren – Spearman-Korrelationen
5.5.2 Nominales Datenniveau der Einflussfaktoren – U-Test für zwei unabhängige Stichproben
5.5.3 Multiple lineare Regressionsanalyse
5.5.4 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.5.5 Anpassung an Modell-Übersicht
5.6 FAKTORENANALYSE
5.7 PRÄ-POST-TEST-ANALYSE
5.7.1 Unterschiede bezüglich der Entwicklung von Integrierten und Nicht-Integrierten
5.7.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.8 AUSWERTUNG DER QUALITATIVEN INTERVIEWS
5.8.1 Codierleitfaden
5.8.1.1 Kategorien der einzelnen Fragestellungen
5.8.1.2 Sonstige, nicht direkt erfragte Kategorien
5.8.1.3 Bewertung des Gesamtinterviews:
5.8.2 Codierung des Materials
5.8.2.1 Kategorien der einzelnen Fragestellungen
5.8.2.2 Sonstige, nicht direkt erfragte Kategorien
5.8.2.3 Bewertung des Gesamtinterviews:
5.8.3 Inter-Rater-Reliabilität
5.8.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Qualitativen Interviews
5.8.5 Vertiefende Fallschilderung Herr W.
5.8.6 Diskussion und Schlussfolgerungen der Ergebnisse der Qualitativen Interviews
6. DISKUSSION
6.1 REPRÄSENTATIVITÄT DER STICHPROBE
6.2 DURCHFÜHRUNG UND AUSWERTUNG IN EINER HAND?
6.3 SEMINARINHALTE FOLGEN KEINEM EINHEITLICHEN THEORETISCHEN MODELL
6.4 OPERATIONALISIERUNG
6.5 LANGZEITEFFEKTE DER MAßNAHME - KAUSALITÄT?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die berufliche Integration von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die an einer spezifischen Integrationsmaßnahme der REHAaktiv darr GmbH teilgenommen haben. Das primäre Ziel der prospektiven Kohortenstudie ist es, Prädiktoren für eine erfolgreiche Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie Faktoren für den Maßnahmeabbruch oder krankheitsbedingte Fehlzeiten zu identifizieren.
1.1 Zunahme psychischer Erkrankungen
Bei weitgehend konstant gebliebenem bzw. sogar rückläufigem Krankenstandniveau konnte im Gesundheitsbericht der DAK aus dem Jahre 2005 ein starker Anstieg (Steigerungsrate von 69%) der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen festgestellt werden (DAK Gesundheitsreport 2005). Im Länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg 2009 (Westermayer & Brand 2009) liegt die Häufigkeit von Diagnosen psychischer und Verhaltensstörungen im Jahr 2008 für Berlin und Brandenburg mit 5.6% an siebenter Stelle. Der Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen liegt dagegen bei 12.4% womit die psychischen Erkrankungen hinsichtlich der Krankschreibungsdauer an dritter Stelle liegen.
Nach Watzke (2006) stellen psychische Erkrankungen fünf der zehn weltweit häufigsten Ursachen dauerhafter Behinderungen dar, wobei Depressionen an erster Stelle rangieren. Abgesehen von den Depressionen werden Alkoholabhängigkeit, bipolar affektive Erkrankungen, Schizophrenien und Zwangsstörungen genannt. Psychisch Behinderte machen einen Anteil von etwas 22% an der Gesamtzahl dauerhaft behinderter Menschen aus (Murray 1996).
Es stellt sich ein gesellschaftliches sowie individuelles Problem dar, das in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Wie lässt sich die Zunahme insbesondere der psychischen Leiden bundesweit erklären? Handelt es sich um vermehrte Zahlen allein auf dem Papier aufgrund von Enttabuisierung und Bekenntnis zur psychischen Störung? Hat sich die Arbeitswelt verändert, bei vermehrtem Termin- und Erfolgsdruck, gepaart mit Existenzängsten, die letztlich die Arbeitskraft des Einzelnen negativ beeinträchtigen, den psychischen Druck erhöhen, dem sich immer weniger Arbeitnehmer gewachsen fühlen?
Was auch immer die Gründe dieser Veränderungen sein mögen, sicher ist, dass die psychische Gesundheit ganz allgemein als auch in Verbindung mit der Arbeit zukünftig als Thema vermehrt aufgegriffen und untersucht werden muss.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Zunahme psychischer Erkrankungen und deren Bedeutung für die berufliche Rehabilitation im Kontext aktueller gesetzlicher Rahmenbedingungen.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden theoretische Erklärungsmodelle für psychische Erkrankungen durch Arbeit und Arbeitslosigkeit sowie Prädiktoren für den Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen dargelegt.
3 FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN: Die zentralen Forschungsfragen zur Vorhersagbarkeit beruflicher Integration, Maßnahmeabbrüchen und Fehlzeiten werden formuliert und operationalisiert.
4 METHODIK: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenbeschreibung der 206 Teilnehmer sowie die verwendeten diagnostischen Testverfahren und statistischen Analyseschritte.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die statistischen Daten zur Stichprobe, die Ergebnisse der Prädiktorenanalysen für Integration und Abbruch sowie die Auswertung der qualitativen Interviews präsentiert.
6 DISKUSSION: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf die Repräsentativität, methodische Limitationen und die Kausalität der identifizierten Faktoren.
Berufliche Rehabilitation, psychische Beeinträchtigungen, Prädiktoren, Integrationsmaßnahme, Arbeitsmarkt, psychische Gesundheit, Arbeitslosigkeit, Stressbewältigung, unterstützte Beschäftigung, Berufsfähigkeit, Längsschnittstudie, qualitative Forschung, quantitative Analyse, Wiedereingliederung, Maßnahmeabbruch.
Die Dissertation untersucht, welche Faktoren die erfolgreiche berufliche Integration von psychisch beeinträchtigten Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt beeinflussen und welche Prädiktoren für einen Abbruch der Integrationsmaßnahme verantwortlich sind.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Arbeit und Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit, gesetzliche Grundlagen der beruflichen Rehabilitation sowie die Analyse individueller, persönlicher und beruflicher Einflussfaktoren auf den Integrationserfolg.
Das primäre Ziel besteht darin, Prognosefaktoren (Prädiktoren) zu identifizieren, die eine Vorhersage über den Erfolg einer beruflichen Rehabilitation ermöglichen, um so die Qualität von Integrationsmaßnahmen zu verbessern.
Es handelt sich um eine prospektive Längsschnitt- bzw. Kohortenstudie, die sowohl quantitative Daten (psychodiagnostische Screenings, statistische Analysen) als auch qualitative Methoden (Leitfadeninterviews) kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten statistischen Auswertung der Teilnehmerdaten (n=206), der Anwendung multivariater Testverfahren zur Identifikation von Einflussfaktoren sowie der Auswertung qualitativer Interviews.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe berufliche Rehabilitation, Prädiktoren, psychisch Beeinträchtigte, Integrationsmaßnahme und Rückkehr zur Arbeit definieren.
Diese Differenzierung ist essentiell, um mittels Gruppenvergleichen herauszuarbeiten, welche persönlichen Ressourcen oder situativen Bedingungen den entscheidenden Unterschied bei der erfolgreichen Wiedereingliederung machen.
Während die quantitative Analyse statistische Zusammenhänge über die gesamte Stichprobe aufdeckt, bieten die Interviews tiefere Einblicke in individuelle Strategien, persönliche Einstellungen und die subjektive Bedeutung der Maßnahme für die Teilnehmenden.
Der Abbruch wird nicht nur als unbefriedigendes Ergebnis für den einzelnen Rehabilitanden gesehen, sondern stellt zudem einen gesellschaftlichen Kostenfaktor dar, der bei hoher Prävalenz die Effektivität von Rehabilitationsprogrammen in Frage stellt.
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