Masterarbeit, 2010
103 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Einleitung
2. Open Source Software
2.1 Geschichte
2.2 Open Source Definition
2.2.1 Freie Weitergabe
2.2.2 Source Code
2.2.3 Abgeleitete Software
2.2.4 Unversehrtheit des Source Codes des Autors
2.2.5 Keine Diskriminierung von Personen oder Gruppen
2.2.6 Keine Einschränkung bezüglich des Einsatzfeldes
2.2.7 Weitergabe der Lizenz
2.2.8 Keine Lizenzbeschränkung auf ein bestimmtes Produktpaket
2.2.9 Keine Lizenzbeschränkung für die Weitergabe zusammen mit anderer Software
2.2.10 Die Lizenz muss technologieneutral sein
2.3 Paradigma Open Source
3. Software im Health Care Bereich
3.1 Besonderheiten von Health Care IT
3.1.1 Qualität & Stabilität von Health Care IT
3.1.2 Datenschutz und Datensicherheit in Health Care IT
3.1.3 Ergonomie von Health Care IT
3.1.4 Interoperabilität von Health Care IT
3.2 Open Source Software in der Gesundheits IT
3.2.1 Dimension Qualität und Open Source
3.2.2 Dimension Sicherheit und Open Source
3.2.3 Dimension Ergonomie und Open Source
3.2.4 Dimension Interoperabilität und Open Source
3.2.5 Realisierbarkeit von OSS im Gesundheitsbereich
4. Die Marktanalyse aus theoretischer Sicht
4.1 Analyse der externen Umwelt
4.1.1 Politische und Rechtliche Faktoren
4.1.2 Ökonomische Faktoren
4.1.3 Soziale Faktoren
4.1.4 Technologische Faktoren
4.1.5 PEST-Analyse
4.2 Analyse der internen Umwelt
4.2.1 Identifikation von Stärken und Schwächen
4.2.2 Ressourcenanalyse
4.3 SWOT Analyse
5. Zusammenfassung und Ausblick
6. Marktanalyse anhand von Experteninterviews
6.1 Zielsetzung
6.2 Methodik
6.2.1 Auswahl der Experten
6.2.2 Erstellung des Interviewleitfadens
6.2.3 Interviewablauf
6.2.4 Interviewauswertung
6.3 Ergebnisse
6.3.1 Ergebnisse der Stärken Kategorie
6.3.2 Ergebnisse der Schwächen Kategorie
6.3.3 Ergebnisse der politisch / rechtlichen Kategorie
6.3.4 Ergebnisse der ökonomischen Kategorie
6.3.5 Ergebnisse der sozialen Kategorie
6.3.6 Ergebnisse der technologischen Kategorie
6.3.7 Zusammenführende Ergebnisanalyse
6.3.8 Gütekriterien
7. Diskussion und Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Anhang A: Leitfaden für Experteninterview
Anhang B: Transkribierte Interviews
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Marktfähigkeit von Open Source Software im österreichischen Gesundheitswesen, um zu klären, ob quelloffene Lösungen eine realistische Alternative zu proprietären Systemen in diesem sensiblen Sektor darstellen können.
2.1 Geschichte
Das Konzept der Freien Software ist im ursprünglichen Sinn eigentlich kein neues. Als die Computer die Universitäten erreichten, waren diese reine Forschungsgeräte. Die entstandenen Programme wurden frei getauscht und Entwickler wurden für das Programmieren, und nicht für die eigentliche Software bezahlt (Perens, 1999).
Erst später, als die Computer die Wirtschaftswelt erreichten, begannen sich Programmierer gegenseitig zu unterstützen, in dem sie Gebühren für jede Kopie des Programms abverlangten. Man stellte Anfang der siebziger Jahre fest, dass man mit der Hilfe von Lizenzverträgen die freie Weitergabe von Software einschränken, beziehungsweise ganz verbieten könne. So entstanden neben Systemherstellern, die zunächst nur Programme für die eigenen Systeme lieferten, auch Firmen, die sich auf die Herstellung von Software spezialisierten (Gläßer, 2004). Es entstand jenes Lizenzmodell, welches heute als proprietäre Software bekannt ist. Der Quellcode des Programms wird vom Softwarehersteller als Intellectual Property gesehen und wird als Betriebsgeheimnis betrachtet und entsprechend genützt (Erber, 2008).
Die Idee quelloffene Software als politisches Statement zu nutzen ist allerdings noch nicht so alt (Perens, 1999). Richard Stallman – er gilt weithin als Begründer der Freien Software – formulierte das Konzept für quelloffenen Code erst im Jahre 1985 (Erber, 2008). Stallman störte, dass die Anwender durch Geheimhaltung des Codes vom Wissen um die Software abgehalten wurden. Ihm widerstrebte, dass die Softwarehersteller auf diesem Weg über den Umgang mit den Programmen bestimmten. Nach Gläßer (2004) ging es Stallman vor allem um die Idee der Informationsfreiheit beim Umgang mit der Software.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation von Open Source in der Wirtschaft und das Ziel, die Anwendbarkeit auf das österreichische Gesundheitswesen zu prüfen.
2. Open Source Software: Liefert einen geschichtlichen Abriss, definiert den Open Source Begriff anhand der OSI-Kriterien und beleuchtet das zugrundeliegende Paradigma.
3. Software im Health Care Bereich: Analysiert spezifische Anforderungen wie Sicherheit und Interoperabilität im medizinischen Kontext und evaluiert die Eignung von Open Source Modellen.
4. Die Marktanalyse aus theoretischer Sicht: Verwendet PEST- und Ressourcenanalysen, um interne und externe Faktoren für die Markteinführung theoretisch zu bestimmen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet über zur praktischen empirischen Untersuchung.
6. Marktanalyse anhand von Experteninterviews: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Methodik der Datenerhebung und analysiert die Ergebnisse der Expertenbefragung.
7. Diskussion und Ausblick: Diskutiert die Ergebnisse im Gesamtzusammenhang und bietet einen Ausblick auf die Marktdynamik für Open Source im Gesundheitssektor.
Open Source Software, Gesundheitswesen, Health Care IT, Marktanalyse, PEST-Analyse, SWOT-Analyse, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Interoperabilität, Datensicherheit, Medizinproduktgesetz, Lizenzmodelle, IT-Strategie, Krankenhausinformationssysteme, Softwarearchitektur
Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit Open Source Software im österreichischen Gesundheitswesen eingesetzt werden kann, da dieser Sektor bisher stark von proprietären Systemen dominiert wird.
Die Arbeit verknüpft die theoretischen Aspekte der Open Source Philosophie mit den speziellen Anforderungen der Gesundheits-IT, wie Interoperabilität, Datensicherheit und gesetzliche Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, aus einer Marketingsicht zu klären, ob ein realer Marktbedarf für Open Source Lösungen besteht und welche Chancen und Risiken dabei für Anbieter und Gesundheitseinrichtungen entstehen.
Der Autor kombiniert eine fundierte Literaturrecherche mit einem qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Marktanalyse unter Nutzung von PEST- und SWOT-Modellen sowie eine empirische Untersuchung durch Interviews mit Experten aus dem IT- und Gesundheitsbereich.
Die Arbeit dreht sich um Open Source Software, Health Care IT, Marktanalysen, Datenschutz, Interoperabilität und die strategische Positionierung quelloffener Systeme.
Das Medizinproduktgesetz stellt eine zentrale rechtliche Hürde dar, da es für bestimmte Anwendungen hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung und Zertifizierung stellt, die mit dem Open Source Entwicklungsmodell schwer in Einklang zu bringen sind.
Die Community ist essenziell für die Innovationskraft und Fehlerbehebung. Die Experten bestätigen jedoch, dass für spezialisierte medizinische Software eine ausreichende Größe der Community kritisch für den Erfolg ist.
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