Masterarbeit, 2008
157 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
Die Arbeit beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden von 1900 bis 1931. Sie untersucht die Wandlungen des Hygienediskurses in diesem Zeitraum und analysiert zentrale Quellen, um Rückschlüsse auf die vom Museum popularisierten Konzepte vom Menschen zu ziehen.
Die Einleitung stellt die Arbeit und ihre Ziele vor. Sie beschreibt die Jahrhundertwende als Zeit des Umbruchs und der revolutionären Entwicklungen in verschiedenen Bereichen, die bis dahin gebräuchliche Vorstellungen vom Menschen in Frage stellten. Die Hygienebewegung wird als Reaktion auf diese Herausforderungen vorgestellt und als Teil des Projektes der Moderne betrachtet.
Der Hauptteil beginnt mit einer Annäherung an die Hygiene und beleuchtet den Einfluss von Karl August Lingner. Anschliessend wird die Entstehung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden im Zeitraum von 1900 bis 1912, geprägt von der Deutschen Städtebauausstellung 1903 und der Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911, detailliert beschrieben. Die Entwicklung des Museums von 1912 bis 1931 folgt mit der Analyse des Museums ohne eigenes Haus und der Eröffnung des eigenen Museumsgebäudes.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Hygiene, Moderne, Wissenskultur, Museum, Anthropologie, Karl August Lingner, Internationale Hygiene-Ausstellungen, Deutsches Hygiene-Museum Dresden.
Karl August Lingner war ein Dresdner Unternehmer (bekannt durch das Mundwasser Odol) und Mäzen, der maßgeblich an der Gründung des Deutschen Hygiene-Museums beteiligt war.
Die Ausstellungen (insbesondere 1911 und 1930) waren Meilensteine der Gesundheitsaufklärung und machten Dresden zu einem Zentrum der Hygienebewegung weltweit.
Der menschliche Körper wurde oft analog zu einer gut konstruierten Maschine betrachtet. Ziel war die Erziehung zu einem rationalen und gesundheitsbewussten Lebensstil.
In der damaligen Lehre wurde die Gesellschaft als Organismus gesehen, zu dessen Gesundheit jedes Individuum durch hygienisches Verhalten beitragen sollte.
Nach einer langen Phase ohne festes Haus (1912–1929) bezog das Museum 1930 sein heutiges Gebäude in Dresden, pünktlich zur II. Internationalen Hygiene-Ausstellung.
Dies war eine frühe Ausstellung in Dresden, die bereits eine Sonderabteilung zu Volkskrankheiten enthielt und den Grundstein für Lingners späteres Engagement legte.
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