Bachelorarbeit, 2010
44 Seiten, Note: 2,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einführung
2. Medien und Politik
3. Inszenierung in der Politik
3.1 Entwicklung politischer Inszenierung
3.2 Inszenierung von Politikern heute
3.3 Akteure der medialen Inszenierung
3.3.1 Public Relations
3.3.2 Journalismus
3.3.3 Grenzpunkte und Symbiose von PR und Journalismus
3.3.4 Goffmann
4. Public Relations Instrumente und Strategien
4.1 Instrumente der politischen Public Relations
4.2 Phänomen der Personalisierung in den Medien
4.3 Agenda Setting
4.4 Inszenierungen von Ereignissen und symbolische Politik
4.5 Gespräche
5. Analyse
5.1 Methodik und Vorgehensweise
5.2 Analyse der medialen Berichterstattung des Auftritts von zu Guttenberg anhand seines Antrittsbesuchs bei der Luftwaffe am 11.01.2010
5.3 Strategien anhand von Intermediavergleich
5.4 Ergebnis der Analyse
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Wechselspiel zwischen Medien und Politik sowie die Strategien der medialen Inszenierung von Politikern. Ziel ist es, am Beispiel des Antrittsbesuchs von Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Luftwaffe, die angewandten PR-Techniken und deren mediale Rezeption zu analysieren.
3.1 Entwicklung politischer Inszenierung
Das eingangs erwähnte Beispiel einer politischen Inszenierung greift zwar weit zurück in die Antike, ist damit aber keine Ausnahme. Alle Epochen sind, bis heute, von verschiedensten Formen politischer Inszenierung geprägt – immer mit der Absicht, Macht und Herrschaft durch Dramaturgie und Theatralität zu verdeutlichen, Stabilität zu suggerieren und dem geltenden Herrschaftssystem ein Gesicht zu geben. Was sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte verändert hat, sind die Möglichkeiten, die im Rahmen einer politischen Inszenierung zur Verfügung stehen. Arnold, Fuhrmeister und Schiller setzen den Startpunkt für einen spürbaren Wandlungsprozess im 18. Jahrhundert an.
Mit dem Entstehen einer bürgerlichen Öffentlichkeit erwachsen auch neue Wege politischer Inszenierung. Eine weitere wichtige Entwicklungsstufe ist die Mediatisierung Ende des 20. Jahrhunderts – das heißt durch die Verbreitung und Nutzung von Medien werden Meinungen und Handlungen zunehmend durch diese geprägt. Politik kann nun auf noch vielfältigeren Wegen inszeniert und damit vermittelt und zugänglich gemacht werden:
„Symbolische oder symbolisierende Politik, transportiert durch vielfältige Inszenierungen, scheint zusehends zum Politik-Substitut der zwischen Fragmentierung und Globalisierung oszillierenden Gesellschaften zu mutieren.“
1. Einführung: Das Kapitel führt in das Thema der medialen Inszenierung von Politikern ein und stellt die Forschungsziele anhand aktueller Beispiele dar.
2. Medien und Politik: Hier wird das Wechselverhältnis zwischen politischen und medialen Systemen theoretisch beleuchtet, insbesondere durch die Paradigmen von Sarcinelli.
3. Inszenierung in der Politik: Das Kapitel behandelt die historische Entwicklung politischer Inszenierungen und analysiert die Akteure Public Relations und Journalismus.
4. Public Relations Instrumente und Strategien: Es werden zentrale Methoden wie Personalisierung, Agenda-Setting und symbolische Politik als PR-Strategien vorgestellt.
5. Analyse: Dieses Kapitel vergleicht die mediale Berichterstattung über den Antrittsbesuch von zu Guttenberg bei der Luftwaffe in drei unterschiedlichen Medien.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Inszenierungstechniken zwar hochgradig durchschaubar sind, aber dennoch effektiv die mediale Agenda beeinflussen.
Politische Inszenierung, Medien und Politik, Public Relations, Personalisierung, Agenda-Setting, Mediendemokratie, Politainment, Selbstinszenierung, Journalismus, Interdependenz, Symbolische Politik, Karl-Theodor zu Guttenberg, Mediatisierung, Politische Kommunikation, Medienanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie Politiker in modernen Medien inszeniert werden und welche Strategien dabei zur Anwendung kommen.
Zentral sind das Zusammenspiel von Politik und Medien, der Einsatz von PR-Strategien, die Personalisierung von Politikern und die Bedeutung der öffentlichen Wahrnehmung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte Inszenierung ein bestimmtes Image aufgebaut und mediale Aufmerksamkeit gesteuert wird.
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Rahmen zur Medien- und Inszenierungsforschung und führt eine inhalts- und bildanalytische Untersuchung von drei Medienbeispielen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Herleitung der Akteursbeziehungen und eine praktische Fallanalyse des Besuchs von zu Guttenberg bei der Luftwaffe.
Wichtige Begriffe sind Inszenierung, Mediatisierung, Personalisierung, Public Relations, Agenda-Setting und das Wechselspiel zwischen Journalismus und Politik.
Die Autorin stellt fest, dass der Journalismus bei den untersuchten Ereignissen eine oft unkritische Mediatorrolle einnimmt und die PR-Strategien der Politik weitgehend übernimmt.
Der Besuch bot eine ideale Fallstudie, um die nach der Kunduz-Affäre notwendige "Image-Aufpolierung" des Ministers durch inszenierte mediale Ereignisse zu untersuchen.
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