Bachelorarbeit, 2010
107 Seiten, Note: 1,5
1. Drogen und Sucht
1.1 Sucht oder Abhängigkeit
1.2 Was genau sind Drogen?
1.2.1 ICD Klassifikation
1.2.2 Abgrenzung zwischen harten und weichen Drogen
1.3 Abhängigkeit harter Drogen am Beispiel von Heroin, Kokain und Politoxikomanie
1.3.1 Heroin: Geschichte, Konsum und Wirkung
1.3.2 Gefahren und Schädigungen von Heroin
1.3.3 Kokain: Geschichte, Konsum und Wirkung
1.3.4 Gefahren und Schädigung von Kokain
1.3.5 Politoxikomanie
1.4 Substitution in der Schweiz
1.4.1 Methadon / Buprenorphin (Subutex) mit den Vor- und Nachteilen
1.4.2 HeGeBe, Heroin gestützte Behandlung und rechtliche Grundlagen
1.4.3 Therapeutische Zielsetzungen und Ergebnisse
1.4.4 Allgemeine Therapieangebote
2. Alter / alte Menschen
2.1 Wandlungsprozess und demographische Veränderung des Alters
2.2 Dimensionen des Alterungsprozesses
2.2.1 Kalendarisches Altern
2.2.2 Biologisches Altern
2.2.3 Psychologisches Altern
2.2.4 Soziales Altern
2.3 „Erfolgreiches Altern“ – Ansätze zur Beschreibung positiver Altersgestaltung
2.2.5 Disengagement
2.2.6 Aktivitätsansatz
2.2.7 Kognitive Alterstheorie
2.2.8 Selektive Optimierung durch Kompensation – SOK Modell
2.2.9 Kontinuitätsthese
3. Alter und Sucht
3.1 Biologisches Altern mit einer Drogenabhängigkeit
3.2 Psychologisches Altern mit einer Drogenabhängigkeit
3.3 Soziales Altern mit einer Drogenabhängigkeit
3.4 Zusammenfassung der Problematik alternder Abhängiger
3.5 „Erfolgreiches altern mit einer Drogenabhängigkeit
4. Netzwerke und Ressourcen anhand der Salutogenese nutzbar machen
4.1 Soziale Ressource
4.1.1 Vorhandene Netzwerke von alternden Drogenabhängigen
4.1.2 Ressource von „Reactors“
4.2 Personale Ressourcen
4.2.1 Persönliche und Soziale Identität
4.2.2 Bildung und Beruf
4.3 Organisationale Ressource
4.3.1 Gesundheitliche Sicherungssysteme
4.4 Materielle Ressource; Finanzen und Wohnen
5. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit
5.1 Ressourcen nutzbar machen
5.2 Personelle Ressourcen: Wissen und Erfahrungen nutzbar machen
5.3 Verschiedene Wohnformen für alternden Drogenabhängige
5.4 Möglichkeiten auf sozialpolitischer Ebene
6. Illegale Sucht und Alter Entwicklung die Schweiz im Vergleich
6.1 EU-Projekt „Senior Drug Dependents and Care Structures“
6.2 Projekt „Ältere Drogenabhängige in Deutschland“
6.3 Projekt voor de oudere Verslaafde” (Projekt für ältere Drogenabhängige), Niederlanden
6.4 „Betreutes Wohnen City“, Zürich, Schweiz
7. Fazit
7.1 Persönliche Bilanz
Die Arbeit untersucht die komplexen Lebensumstände und Bedürfnisse alternder Drogenabhängiger und analysiert, welche Möglichkeiten und Grenzen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Unterstützung dieser spezifischen Subpopulation zu identifizieren und aufzuzeigen, wie vorhandene Ressourcen und Netzwerke im Sinne der Salutogenese zur Stabilisierung und Lebensgestaltung genutzt werden können.
1.1 Sucht oder Abhängigkeit
Das Wort Sucht ist auf den Begriff „siechen“ (= krank) zurückzuführen und nicht verwandt mit dem Begriff „suchen“ (vgl. Leu, 1984, S. 17). Der Begriff Sucht ist umfassend zu verstehen. Sucht beinhaltet physische, psychische wie auch soziale Abhängigkeit. Sucht ist nicht mit Gewohnheit, der natürlichen Abhängigkeit von Nahrungsmitteln, Kleidung und/oder mit Problemverhaltensweisen, die der willentlichen Kontrolle des Subjekts unterliegen, gleichzusetzen. Von Sucht wird dann gesprochen, wenn sich das zugrunde liegende Problemverhalten eigendynamisch und zwanghaft entwickelt, das sich selbst organisiert hat und sich rückhaltlos beständig zu verwirklichen sucht.
Süchtiges Verhalten ist immer eine Interaktion zwischen Persönlichkeit, Umwelt und Suchtmittel. Suchtverhalten ist mit dem Zwang verbunden, ein Verhalten zu wiederholen, eine Menge zu steigern sowie die Angst, das süchtige Verhalten aufzugeben. Als Suchtmittel gelten all jene legalen und illegalen, natürlichen oder synthetischen Stoffe, deren Missbrauch oder dauerhafter Gebrauch zu psychischer und/oder körperlicher Abhängigkeit führen. Neben substanzgebundenen Suchtformen existieren auch substanzungebundene Suchtformen wie Magersucht oder Spielsucht etc. (vgl. Konrad, 2010).
Sucht ist nicht nur eine Folge individuellen Verhaltens, sondern auch eine Folge äusserer Einflüsse. Prägend wirken die familiären, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Verhältnisse, die geltenden Werte und Normen, beispielsweise die Rollenbilder, die ausgeprägte Tendenz zur Vereinzelung, die schwindende Solidarität, aber auch die unterschiedliche gesellschaftliche Akzeptanz von Suchtmitteln. Sucht ist somit auch ein gesellschaftliches Thema. Von Sucht wird nur dann gesprochen, wenn sich der gesamte Lebensinhalt und Lebenssinn um den Konsum von Suchtmitteln geht. Obschon in der Fachliteratur Sucht und Abhängigkeit oft synonym gebraucht wird, stellen sie nicht zwangsläufig dasselbe dar. Menschen sind von vornherein von vielen Dingen abhängig: von Nahrung, Atemluft, Liebe, Freunden etc. Abhängigkeit muss nicht etwas Krankhaftes oder Negatives sein. Nicht jede oder jeder Abhängige ist süchtig. Abhängig sein heisst: nicht ohne das Mittel oder das Verhalten leben zu können.
1. Drogen und Sucht: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sucht und Abhängigkeit, erläutert die verschiedenen Drogenformen und stellt die aktuelle Substitutionspraxis in der Schweiz dar.
2. Alter / alte Menschen: Hier werden der Wandlungsprozess des Alterns sowie verschiedene biologische, psychologische und soziale Dimensionen des Älterwerdens theoretisch beleuchtet.
3. Alter und Sucht: Die Zusammenführung der beiden Themenbereiche zeigt die spezifischen Belastungen und Lebenssituationen alternder Drogenabhängiger auf.
4. Netzwerke und Ressourcen anhand der Salutogenese nutzbar machen: Das Kapitel überträgt das Konzept der Salutogenese auf die Zielgruppe und kategorisiert verschiedene soziale, personale und organisationale Ressourcen.
5. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit: Hier werden konkrete Handlungsfelder für Fachpersonen diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Beratung, Unterstützung und soziale Rahmenbedingungen.
6. Illegale Sucht und Alter Entwicklung die Schweiz im Vergleich: Ein Überblick über laufende Projekte und Ansätze im In- und Ausland dient als Transfer in die Praxis.
7. Fazit: Die Autorin zieht eine Bilanz aus den theoretischen Erkenntnissen und den durchgeführten Interviews zur Arbeit mit dieser wachsenden Personengruppe.
Soziale Arbeit, Sozialpolitik, Drogen, Alter, alternde Drogenabhängige, Sucht im Alter, Substitution, Heroin, Salutogenese, Ressourcen, soziale Netzwerke, Lebensgestaltung, Suchthilfe, Altersstruktur, Lebensqualität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der wachsenden Problematik alternder Drogenabhängiger und den Herausforderungen, die diese Personengruppe an die Soziale Arbeit stellt.
Die Themen umfassen die Definition von Sucht im Alter, die biologischen und sozialen Auswirkungen des Alterns bei Drogenkonsum, die Ressourcennutzung sowie aktuelle drogenpolitische Strukturen in der Schweiz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit alternde Drogenabhängige unterstützen kann, welche Rolle Ressourcen spielen und wo die Grenzen der bestehenden professionellen Angebote liegen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie qualitativen Interviews mit alternden Drogenabhängigen und Fachleuten aus der Medizin und der Suchthilfe.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Alterungsprozesse, Suchtkonzepte), die Anwendung der Salutogenese auf diese Gruppe sowie eine Diskussion über sozialpolitische Rahmenbedingungen und Projekte.
Zentrale Begriffe sind Soziale Arbeit, Sucht im Alter, Drogenabhängigkeit, Salutogenese, Ressourcen, Substitution und Lebensbiografie.
Ältere Abhängige haben oft eine längere Geschichte in der Drogenszene und leiden unter einer hohen körperlichen Multimorbidität, während ihr soziales Umfeld oft von Einsamkeit, aber auch von teils stabilen, familiären Bindungen geprägt ist.
Das Modell wird genutzt, um nicht nur pathologische Aspekte (Krankheit/Sucht) zu sehen, sondern gezielt nach Ressourcen und Schutzfaktoren zu suchen, die den Klienten trotz ihrer Sucht ein gelingendes Leben ermöglichen können.
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