Fachbuch, 2011
150 Seiten
Widmung / Seite 3
Vorwort / Seite 7
Sofonisba Anguissola. Die erste Malerin der Neuzeit / Seite 9
Frida Kahlo Die „Malerin der Schmerzen“ / Seite 17
Angelika Kauffmann Die Schweizer Porträtmalerin / Seite 31
Paula Modersohn-Becker Die Vorläuferin des Expressionismus / Seite 47
Seraphine Louis Frankreichs große naive Malerin / Seite 71
Marianne von Werefin Der „Russische Rembrandt“ / Seite 85
Weitere Malerinnen / Seite 95
Dieses Buch widmet sich dem Leben und Schaffen von sechs außergewöhnlichen Künstlerinnen, deren Werke die Malerei maßgeblich geprägt haben, obwohl sie oft mit gesellschaftlichen Widerständen zu kämpfen hatten. Ziel der Arbeit ist es, die individuellen Lebenswege, die künstlerische Entwicklung und das historische Vermächtnis dieser Frauen zu beleuchten und ihre Bedeutung für die Kunstgeschichte hervorzuheben.
Paula Modersohn-Becker
Mit dem Ehrentitel „Pionierin des Expressionismus in Deutschland“ ging die Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907), geborene Minna Hermine Paula Becker, in die Geschichte der Malerei ein. Innerhalb von knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen, welche die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen. Ihre beliebtesten Motive waren bäuerliche Frauen und Kinder, Selbstbildnisse und Stilleben. Sie vertrat die Auffassung: „Die Stärke, mit der ein Gegenstand erfasst wird (Stilleben, Porträts oder Phantasiegebilde), das ist die Schönheit in der Kunst“.
Minna Hermine Paula Becker kam am 8. Februar 1876 in Dresden-Friedrichstadt (Sachsen) zur Welt. Sie war das dritte von sieben Kindern des Ingenieurs Carl Woldemar Becker (1841–1901) und dessen aus einer adeligen thüringischen Familie stammenden Frau Mathilde, geborene von Bültzingslöwen. Ihr Vater arbeitete als Bau- und Betriebsinspektor der Berlin-Dresdener-Eisenbahngesellschaft. Carl Woldemar Becker kannte Paris, Sankt Petersburg und London. Neben Russisch sprach er auch Französisch und Englisch. Der Vater von Mathilde von Bültzingsleben war im Ausland Kommandeur eines Truppenkontingents.
Sofonisba Anguissola. Die erste Malerin der Neuzeit: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg der italienischen Künstlerin nach, die trotz der Beschränkungen ihrer Zeit eine erfolgreiche Karriere am spanischen Hof aufbaute und als erste bedeutende Malerin der Neuzeit gilt.
Frida Kahlo Die „Malerin der Schmerzen“: Diese Sektion beleuchtet das von Krankheit und körperlichem Leid geprägte Leben Frida Kahlos sowie ihre Entwicklung zur weltweit anerkannten Ikone der modernen Malerei und feministischen Symbolfigur.
Angelika Kauffmann Die Schweizer Porträtmalerin: Die Biografie beschreibt das Leben der im 18. Jahrhundert gefeierten Porträt- und Historienmalerin, deren Kunst von der Antike beeinflusst war und die in ganz Europa hohes Ansehen genoss.
Paula Modersohn-Becker Die Vorläuferin des Expressionismus: Der Text würdigt das innovative Schaffen von Paula Modersohn-Becker und ihren Beitrag zur Entwicklung des Expressionismus, trotz ihrer kurzen künstlerischen Laufbahn und der schwierigen Anerkennung zu Lebzeiten.
Seraphine Louis Frankreichs große naive Malerin: Das Kapitel widmet sich der autodidaktischen Malerin Séraphine Louis, deren visionäre und farbintensive Naturdarstellungen sie zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen der naiven Malerei machten.
Marianne von Werefin Der „Russische Rembrandt“: Diese Sektion zeichnet das Leben der aus Russland stammenden Künstlerin nach, die als bedeutende Expressionistin in München und der Schweiz wirkte und deren Werk einen tiefgreifenden Einfluss auf ihre Zeitgenossen hatte.
Malerei, Kunstgeschichte, Künstlerinnen, Biografien, Sofonisba Anguissola, Frida Kahlo, Angelika Kauffmann, Paula Modersohn-Becker, Seraphine Louis, Marianne von Werefkin, Expressionismus, Porträtmalerei, Kunst, Frauen in der Kunst, Werk.
Das Buch bietet einen detaillierten Überblick über das Leben und Wirken von sechs einflussreichen Malerinnen verschiedener Epochen, von der Renaissance bis in das 20. Jahrhundert.
Die Arbeit behandelt Themen wie die künstlerische Ausbildung von Frauen in vergangenen Jahrhunderten, den Einfluss persönlicher Schicksale auf das künstlerische Schaffen und die historische Bedeutung dieser Malerinnen.
Ziel ist es, die Leistungen dieser oft unterschätzten Künstlerinnen sichtbar zu machen und ihr künstlerisches Erbe in einem biographischen Kontext zu würdigen.
Ernst Probst nutzt eine biographische und historische Herangehensweise, um basierend auf gesicherten Fakten und überlieferten Zeugnissen die Lebensläufe der Künstlerinnen nachzuzeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Einzelbiografien, die jeweils Kindheit, Ausbildung, künstlerisches Schaffen sowie das spätere Wirken und das Ende der Laufbahn der jeweiligen Künstlerin detailliert beschreiben.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Malerei, Kunstgeschichte, Künstlerinnen, Biografien und Expressionismus.
Der Tod und die ständige physische Bedrohung durch schwere Verletzungen und Operationen bilden einen zentralen Aspekt ihrer Kunst, die sie als Überlebensstrategie zur Verarbeitung ihrer Qualen nutzte.
Sie war eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die international als Porträt- und Historienmalerin reüssierten und sogar Gründungsmitglied der „Royal Academy of Arts“ in London wurde.
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