Diplomarbeit, 2010
139 Seiten, Note: 1,0
Einführung
a. Themenwahl
b. Problembeschreibung
c. Fragestellung
d. Erkenntnisleitendes Interesse
e. Aufbau
f. Wissenschaftstheoretisches Vorgehen
g. Literaturauswahl
1. Personal Branding
1.1 Begriffswelt
1.1.1 Übersetzung
1.1.2 Definition
1.1.3 Synonyme
1.1.4 Verwandte Begriffe
1.2 Geschichte
1.2.1 Ursachen
1.2.2 Vorläufer
1.2.3 Entstehung
1.2.4 Weiterentwicklung
1.2.5 Gegenwart
1.3 Praktische Anwendung
1.3.1 Nutzen
1.3.2 Vorgehen
1.3.3 Zielgruppe
1.4 Grundannahmen
1.4.1 Mensch als Marke
1.4.2 Selbstunternehmertum
1.4.3 Selbstdarstellung
1.4.4 Menschenbild
1.5 Disziplinäre Einordnung
1.5.1 Wirtschaftswissenschaften
1.5.2 Sozialwissenschaften
2. Postmoderne Identitätsbildung
2.1 Begriffsdefinition
2.1.1 Identität
2.1.2 Postmoderne
2.2 Identitätskonzepte
2.2.1 Traditionelle Konzepte
2.2.2 Aktuelle Konzepte
2.3 Spannungsfeld
3. Schlussfolgerung
3.1 Beantwortung der Fragestellung
3.2 Kritische Stellungnahme
Die Arbeit analysiert das Konzept des Personal Branding vor dem Hintergrund des aktuellen Identitätsdiskurses, um zu untersuchen, wie Individuen in einer von soziokulturellen Prozessen geprägten Postmoderne ihre Identität ausbilden und wie sich das Personal-Branding-Konzept in dieses Spannungsfeld einordnen lässt.
1.4.1 Mensch als Marke
Den Menschen als Marke anzusehen, stellt die wichtigste Grundannahme sowie gleichzeitige Aufforderung dar, die dem Personal-Branding-Ansatz zugrunde liegt. Dabei impliziert das Personal Branding ein wirtschaftswissenschaftliches Markenverständnis, welches über die etymologische Bedeutung des Markenbegriffs hinausgeht. Dieses ist schwer zu ermitteln, da es in der Ratgeberliteratur des Personal Branding nicht ausdrücklich benannt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass eine „schwer überschaubare markenspezifische Begriffsvielfalt und Dynamik im Markenverständnis“ (Ringle, 2006, S. 12) der Wirtschaftswissenschaften anzutreffen ist.
Zur Einschätzung dieses Sachverhalts ist die Übersicht über die wirtschaftswissenschaftliche Klassifizierung von Markendefinitionen von Bendisch et al. (2007) hilfreich. Sie beziehen sich in ihren Ausführungen auf Hankinson und Cowking (1995). „The authors identitfied six different dimensions: visual image, personality, positioning, perceptual and added value“ (S. 6). Eine weitere Dimension haben Bendisch et al. der Auflistung hinzugefügt, die identitätsorientierte Perspektive. In ihren Überlegungen fassen sie die Kategorien Markenaussehen, Markenpersönlichkeit sowie Markenidentität zu einer zusammen, ebenso den Marktwert und die Wahrnehmung der Marke. Ihr Fazit lautet, dass trotz der Unterschiede von Menschen und Marken, die vier Kategorien Identität, Reputation, Positionierung sowie Marktwert auf Personen angewendet werden können. Alle die genannten Aspekte finden beim Personal Branding in unterschiedlicher Weise auch tatsächlich Anwendung.
Einführung: Die Einleitung begründet das Thema durch die Beobachtung des Trends "Mensch als Marke" in der modernen Arbeitswelt und formuliert die Forschungsfrage zur Verortung von Personal Branding im Kontext postmoderner Identitätsbildung.
1. Personal Branding: Dieses Kapitel erläutert die Begriffswelt, Geschichte, praktische Anwendung und die zugrunde liegenden Grundannahmen des Personal Branding.
2. Postmoderne Identitätsbildung: Hier werden zentrale Identitätskonzepte dargestellt und der aktuelle Identitätsdiskurs im Kontext der Postmoderne analysiert.
3. Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel führt die Ergebnisse zusammen, beantwortet die zentrale Fragestellung und enthält eine kritische Stellungnahme sowie Reflexionen zur Angemessenheit des Konzepts.
Personal Branding, Identität, Selbstvermarktung, unternehmerisches Selbst, Markenbildung, Postmoderne, Identitätsarbeit, Impression Management, Selbstmanagement, Wirtschaftspsychologie, Arbeitsmarkt, Selbstinszenierung, Markenidentität, Individualisierung.
Die Arbeit untersucht das Konzept des Personal Branding und dessen Anwendung auf den Menschen vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und soziokultureller Entwicklungen.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Methoden des Brandings mit soziologischen und psychologischen Konzepten der Identitätsbildung in der Postmoderne.
Das Ziel ist es, den Personal-Branding-Ansatz innerhalb des Spannungsfeldes postmoderner Identitätsbildung theoretisch zu verorten und zu prüfen, ob das Konzept ein postmodernes Identitätsverständnis widerspiegelt.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die eine systematische Sichtung, den Vergleich und die Auswertung wissenschaftlicher Literatur sowie relevanter Ratgeberliteratur umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung des Personal-Branding-Konzepts (Begriffe, Geschichte, Anwendung, Grundannahmen) und die Analyse der postmodernen Identitätsbildung (Konzepte, Diskursebenen).
Die Arbeit bewegt sich im Schnittpunkt von Identitätsarbeit, Selbstvermarktung, Markenbildung und modernen Arbeitsweltanforderungen.
Die Autorin äußert Skepsis und hält den Ansatz in seiner aktuellen, oft oberflächlichen Form für nicht adäquat, fordert jedoch die Entwicklung eines reiferen Konzepts.
Das Konzept des "Unternehmers seiner selbst" ist eine zentrale Grundannahme des Personal Branding, die vom Individuum ständige Selbstoptimierung und Eigenverantwortung fordert.
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