Bachelorarbeit, 2010
38 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsdefinition
2.1 Ältere Arbeitnehmer
2.2 Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft
3 Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
3.1 Altersstereotype
3.2 Erkenntnisse der Altersforschung zur Wandlung der Leistungsfähigkeit
3.2.1 Physische Leistungsfähigkeit
3.2.2 Psychische Leistungsfähigkeit
3.2.2.1 Veränderung der fluiden Intelligenz
3.2.2.2 Veränderung der kristallinen Intelligenz
3.3 Die „neuen Alten“
3.4 Schlussfolgerungen für die Berufspraxis
4 Handlungsansätze
4.1 Bedeutung der Beschäftigungsrisiken
4.2 Erhalt der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft
4.2.1 Erhalt der Gesundheit
4.2.2 Verbesserung der Qualifikation
4.2.2.1 Betriebliche Weiterbildung
4.2.2.2 Communities of Practice – ein fortschrittliches Instrument
4.2.3 Erhöhung der Motivation
4.2.3.1 Stellenwert und Bedeutung
4.2.3.2 Altersgerechte Karrieremodelle
4.2.3.3 Unternehmenskultur
4.3 Überlegungen zur personalpolitischen Umsetzung der Zielgruppenbildung
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, wie ältere Beschäftigte angesichts des demographischen Wandels leistungsfähig und motiviert gehalten werden können, um sie länger wertschöpfend im Unternehmen einzusetzen. Dabei werden physische und psychische Alterungsprozesse sowie betriebliche Handlungsansätze analysiert, um Vorurteile abzubauen und das Potenzial älterer Arbeitnehmer effektiv zu nutzen.
4.2.2.2 Communities of Practice – ein fortschrittliches Instrument
Communities of Practice (CoPs) sind sehr gut vernetzte, sich weitgehend selbst organisierende Gruppen von Menschen. Eine CoP kann sich innerbetrieblich wie außerbetrieblich aus Mitgliedern verschiedener Bereiche und Hierarchieebenen zusammensetzen. Diese treffen sich auf freiwilliger Basis mit dem Ziel, Defizite in geschäftsrelevanten Aufgabengebieten, durch Austausch von Erfahrungen und Wissen zu reduzieren. Dabei kann zwischen informellen und formellen CoPs unterschieden werden. Während die informellen CoPs sich organisch aufgrund von Bedürfnissen der Organisationsmitglieder entwickeln, werden formale CoPs von der Unternehmensführung initiiert.
Communities of Practice gelten als eine der effizientesten Techniken des Wissensmanagements. Was aber genau zeichnet CoPs als vielversprechende Lernwerkstätten aus und warum eignen sie sich gerade für alternde Belegschaften?
CoPs greifen Teile der zuvor beschriebenen lernförderlichen Faktoren auf. Sowohl eine Anknüpfung an vorhandenes Wissen als auch eine Individualisierung und Steuerung der Lernprozesse durch die Lernenden sind gegeben. Durch die Integration in Arbeitsprozesse wird zudem die Sinnhaftigkeit neu zu erlangenden Wissens ersichtlich. CoPs schaffen allein durch ihr Wesen optimale Lernvoraussetzungen für ältere Arbeitnehmer.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel als Herausforderung und definiert das Ziel, ältere Arbeitnehmer durch geeignete personalpolitische Maßnahmen länger leistungsfähig im Unternehmen zu halten.
2 Begriffsdefinition: Dieses Kapitel klärt den heterogenen Altersbegriff in der Fachliteratur und definiert die zentralen Begriffe Leistungsfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft im arbeitswissenschaftlichen Kontext.
3 Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer: Es werden Altersstereotype dem tatsächlichen Forschungsstand gegenübergestellt, wobei die psychische und physische Wandlung der Leistungsfähigkeit sowie das Potenzial der „neuen Alten“ analysiert werden.
4 Handlungsansätze: Hier werden Beschäftigungsrisiken identifiziert und konkrete personalpolitische Strategien wie Gesundheitsprävention, Weiterbildung, neue Karrieremodelle und Unternehmenskultur zur Förderung älterer Arbeitnehmer vorgestellt.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, generationsübergreifenden Ansatzes zur Nutzung der Potenziale älterer Mitarbeiter.
Demographischer Wandel, Ältere Arbeitnehmer, Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Altersstereotype, Personalpolitik, Gesundheitsprävention, Betriebliche Weiterbildung, Communities of Practice, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, Altersgerechte Karrieremodelle, Arbeitsmotivation, Kompetenzentwicklung, Lebensarbeitszeit.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen ältere Arbeitnehmer länger gesund, motiviert und leistungsfähig in den betrieblichen Prozess integrieren können, um auf den demographischen Wandel zu reagieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der tatsächlichen Leistungsfähigkeit Älterer, dem Abbau von Altersstereotypen und der Entwicklung konkreter Handlungsfelder für das Personalmanagement.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Gestaltung der Arbeitsumgebung und Unternehmenskultur das Potenzial älterer Mitarbeiter erhalten und deren Beschäftigungsfähigkeit bis zum Rentenalter gesichert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Erkenntnisse aus der Gerontologie, Arbeitspsychologie und dem Wissensmanagement.
Im Hauptteil werden neben der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit insbesondere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, innovative Weiterbildungskonzepte wie Communities of Practice sowie neue Karrieremodelle diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Demographischer Wandel, Leistungsfähigkeit, Altersstereotype, Personalpolitik, Gesundheitsprävention, Weiterbildung, Unternehmenskultur und Communities of Practice.
Die heutige Generation der Älteren verfügt über ein höheres Bildungsniveau, ist besser mit moderner Technik vertraut und körperlich wie geistig leistungsfähiger als vorangegangene Generationen.
Im Gegensatz zur klassischen starren Karriereleiter erlaubt dieses Modell flexible Laufbahnen, bei denen Arbeitnehmer je nach Lebensphase und Interesse die Verantwortung oder den Tätigkeitsbereich wechseln können, ohne als weniger leistungsfähig zu gelten.
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