Examensarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Allgemeine Hinweise für eine Tierhaltung in der Schule
2.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.2 Artenauswahl
2.3 Technische Voraussetzungen
2.4 Verständigung mit dem Lehrerkollegium und Verfahren für die Auswahl geeigneter Schüler für die Tierpflege
3 Der Kongo-Rosenkäfer und die Indische Stabschrecke als Beispiele für die Haltung von (Terrarien-) Tieren in der Schule
3.1 Begründung für die Zweckmäßigkeit beider Arten in der Schule
3.2 Der Kongo-Rosenkäfer (Pachnoda marginata DRURY, 1773)
3.2.1 Systematische Stellung und Vorkommen
3.2.2 Körpermerkmale
3.2.3 Lebensweise, Verhalten und Ernährung
3.2.4 Fortpflanzung und Entwicklung
3.2.5 Terrarieneinrichtung – Haltung, Zucht und Pflege
3.3 Die Indische Stabschrecke (Carausius morosus SINETY, 1901)
3.3.1 Systematische Stellung und Vorkommen
3.3.2 Körpermerkmale
3.3.3 Lebensweise, Verhalten und Ernährung
3.3.4 Fortpflanzung und Entwicklung
3.3.5 Terrarieneinrichtung – Haltung, Zucht und Pflege
4 Analyse der Rahmenrichtlinien von Sachsen-Anhalt
4.1 Vorkenntnisse der Schüler aus der Grundschule
4.2 Der Einsatz des Kongo-Rosenkäfers und der Indischen Stabschrecke im Gymnasium – Geeignete Klassenstufen und Themenfelder
5 Einrichtung der Terrarien im Rahmen einer Projektwoche oder einer Biologie-Arbeitsgemeinschaft (Bio-AG)
5.1 Zielstellung und Begründung der Schülertätigkeit
5.2 Hinweise und Materialien für die Gestaltung der Projektwoche/ Bio-AG
5.2.1 Theoretische Einführung der Schüler in die Thematik „Terraristik“
5.2.1.1 Begriffsklärung: „Aquarium“, „Terrarium“ und „Insektarium“
5.2.1.2 Einführung in die Materie „Tier- und Artenschutz“
5.2.1.3 Hinweise für die Sicherheit und Hygiene in der Tierhaltung
5.2.1.4 Vorstellung der zu haltenden Tierarten: Der Kongo-Rosenkäfer und die Indische Stabschrecke
5.2.1.5 Erarbeitung der Ansprüche beider Arten an eine artgerechte Haltung (Ausstattung des Terrariums, Pflegemaßnahmen)
5.2.2 Einrichtung der Terrarien durch die Schüler
6 Fachgemäßes Arbeiten mit dem Kongo-Rosenkäfer und der Indischen Stabschrecke – Vorschläge für den Einsatz beider Arten im Unterricht
6.1 Arbeitsaufträge und Arbeitsblätter für die Schüler
6.1.1 Betrachtung der morphologischen Merkmale von Insekten
6.1.2 Beobachtung typischer Verhaltensweisen
6.1.3 Beobachtung der Entwicklung vom Ei bis zur Imago (Hemi- und Holometabolie)
6.1.4 Beobachtung verschiedener Formen der Fortpflanzung
6.1.5 Experimente zum Einfluss von Umweltfaktoren auf Verhalten und Entwicklung
6.1.6 Experiment zur Atmung
6.1.7 Experiment zum Nachweis des Angeborenen Auslösemechanismus „Sträucher ersteigen“ bei Stabschrecken (Attrappenversuch)
6.2 Erwartungsbilder/Lösungen für die Lehrer
6.2.1 Morphologische Merkmale von Insekten
6.2.2 Typische Verhaltensweisen
6.2.3 Entwicklung vom Ei bis zur Imago (Hemi- und Holometabolie)
6.2.4 Formen der Fortpflanzung
6.2.5 Der Einfluss von Umweltfaktoren auf Verhalten und Entwicklung
6.2.6 Ermittlung des Sauerstoffverbrauchs
6.2.7 Schlüsselreiz des Angeborenen Auslösemechanismus „Sträucher ersteigen“
7 Zusammenfassung
Die Arbeit zielt darauf ab, Lehrkräften die Haltung und Pflege von Tieren im schulischen Kontext zu erleichtern und praxisnahe Unterrichtskonzepte bereitzustellen, um Vorbehalte gegenüber dem Mehraufwand abzubauen. Durch die Fokussierung auf zwei Insektenarten werden didaktische Strategien entwickelt, die Theorie und Praxis in der Biologie-Didaktik verknüpfen.
3.2.3 Lebensweise, Verhalten und Ernährung
Auch als „Sonnenanbeter“ bezeichnet, besiedelt der Kongo-Rosenkäfer vor allem sonnige Lichtungen sowie die Randzonen tropischer Wälder. Dort klettert er bevorzugt in der Baum- und Strauchvegetation, wo auch die Paarungen stattfinden und ein reiches Nahrungsangebot zur Verfügung steht.
Rosenkäfer sind reine Pflanzenfresser und „gelten als eifrige Blütenbesucher. In der Natur sind sie an den Blüten wild wachsender Kräuter, Sträucher und Bäume zu finden. Besonders die pollenreichen Rosengewächse sind sehr beliebt“ (Löwenberg 1999, S. 26). Neben dem Pollen, dem Nektar, den Blütenblättern und anderen Blütenorganen fressen Rosenkäfer aber auch überreife, zu Boden gefallene Früchte. Man kann sie daher in der Gefangenschaft mit Obst und Gemüse füttern (vgl. Friederich und Volland 1998), wobei sich Bananen als Futter in der Terrarienhaltung bislang bewährt haben. Diese wird der Länge nach halbiert und anschließend mit der flachen Seite auf den Boden gelegt oder zwischen das Geäst gehängt (vgl. Löwenberg 1999). Der Terrarianer kann sich hier allerdings experimentierfreudig zeigen und andere Früchte wie zum Beispiel Äpfel, Apfelsinen, Birnen, Pfirsiche und Weintrauben verfüttern. Unter den Gemüsesorten favorisiert der Kongo-Rosenkäfer vor allem die Gurke. Von großem Vorteil ist in diesem Zusammenhang, dass eine besondere Fütterung der im Boden lebenden Larven nicht berücksichtigt werden muss. Jene fressen neben dem Bodensubstrat (siehe Punkt 3.2.5) ebenso in dem Terrarium befindliches Obst und Gemüse.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Bedeutung von Umweltbewusstsein und Naturbegegnung im Biologieunterricht sowie die Vorteile des Einsatzes lebender Organismen.
2 Allgemeine Hinweise für eine Tierhaltung in der Schule: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, Auswahlkriterien für geeignete Tierarten sowie die technischen Voraussetzungen für ein schulisches Vivarium.
3 Der Kongo-Rosenkäfer und die Indische Stabschrecke als Beispiele für die Haltung von (Terrarien-) Tieren in der Schule: Es werden zwei konkrete Insektenarten als pflegeleichte und didaktisch wertvolle Modellorganismen vorgestellt und deren Biologie sowie Haltungsanforderungen detailliert erläutert.
4 Analyse der Rahmenrichtlinien von Sachsen-Anhalt: Das Kapitel verknüpft die Tierhaltung mit den in den Rahmenrichtlinien geforderten Kompetenzen und Themenfeldern für den Biologieunterricht am Gymnasium.
5 Einrichtung der Terrarien im Rahmen einer Projektwoche oder einer Biologie-Arbeitsgemeinschaft (Bio-AG): Hier werden Konzepte zur praktischen Einbindung der Schülerschaft in die Einrichtung der Tierbehälter im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Projektwochen vermittelt.
6 Fachgemäßes Arbeiten mit dem Kongo-Rosenkäfer und der Indischen Stabschrecke – Vorschläge für den Einsatz beider Arten im Unterricht: Dieser Hauptteil bietet eine Sammlung konkreter Arbeitsaufträge, Experimente und Lösungen für verschiedene Altersstufen.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die erfolgreiche Vermittlung der Informationen zur Tierhaltung und den Appell an die Lehrerschaft, die Gestaltungsmöglichkeiten im Unterricht aktiv zu nutzen.
Tierhaltung, Schule, Biologieunterricht, Kongo-Rosenkäfer, Indische Stabschrecke, Terraristik, Artenschutz, Insekten, Metamorphose, Ethologie, Lehrplan, Gymnasium, Projektwoche, Experimente, Verhaltensbiologie
Die Arbeit dient als Leitfaden für Biologielehrkräfte, um lebende Tiere, speziell Insekten, in den Schulalltag zu integrieren und dabei gesetzliche sowie organisatorische Anforderungen zu erfüllen.
Die Arbeit fokussiert sich auf den Kongo-Rosenkäfer (Pachnoda marginata) und die Indische Stabschrecke (Carausius morosus) als besonders geeignete Terrarientiere.
Das Ziel ist es, Bedenken hinsichtlich der Kosten und des zeitlichen Aufwandes einer schuleigenen Tierhaltung zu widerlegen und motivierende Konzepte für einen handlungsorientierten Unterricht zu bieten.
Es werden klassische biologische Arbeitsweisen wie Betrachten, Beobachten, Untersuchen und Experimentieren empfohlen, um die Schüler aktiv in den Erkenntnisprozess einzubinden.
Der Hauptteil enthält detaillierte Steckbriefe zu den Tieren, Anleitungen zur Einrichtung von Terrarien sowie eine umfangreiche Sammlung von Arbeitsblättern und Experimenten für die Klassenstufen 5 bis 12.
Wesentliche Begriffe sind Tierhaltung in der Schule, Biologieunterricht, Insekten als Lehrmittel, artgerechte Pflege und handlungsorientierter Unterricht.
Während beide Tiere eine relative Luftfeuchtigkeit von 60-70 % bevorzugen, benötigt der Kongo-Rosenkäfer als bodenbewohnendes Tier vor allem ein tiefes Bodensubstrat, während die höhenorientierte Stabschrecke Klettermöglichkeiten und Futterzweige benötigt.
Das Experiment mittels Registriertrommel belegt die Zirkadianrhythmik der Indischen Stabschrecke, die sich als nachtaktives Tier durch den Tag-Nacht-Wechsel in ihrer Aktivität steuern lässt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

