Bachelorarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Hintergrund
2.1 Wohnen im Wandel
2.2 Wohnsituation im Alter
2.3 Wohnbedürfnisse im Alter
3 Wohnformen im Alter
3.1 Im eigenen Zuhause bleiben
3.1.1 Die Wohnraumanpassung
3.1.2 Mobile soziale Dienste
3.1.3 Betreutes Wohnen zu Hause
3.1.4 Ambulante Pflegedienste
3.1.5 Teilstationäre Betreuung - Tagespflege
3.2 Vorausschauende Wohnungswechsel im Alter
3.2.1 Betreutes Wohnen
3.2.2 Selbstorganisierte Wohn- und Hausgemeinschaften
3.2.3 Wohnstifte
3.3 „Rundum-Versorgung“ im neuen zu Hause
3.3.1 Betreute Wohn- und Hausgemeinschaften
3.3.2 Alten- und Pflegeheime
4 Kritische Darstellung der Wohnformen
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern bestehende und neue Wohnformen im Alter den wandelnden Wohnbedürfnissen von Senioren hinsichtlich Selbstständigkeit, sozialer Einbindung und Sicherheit gerecht werden. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Bedürfnisse bei der Entwicklung neuer Wohnmodelle ausreichend berücksichtigt wurden, um eine Alternative zur klassischen stationären Heimunterbringung zu bieten.
3.1.1 Die Wohnraumanpassung
Die Angst vor einem Umzug in ein Heim ist bei vielen Älteren der vorrangige Grund schlechte Wohnverhältnisse zu akzeptieren [vgl. Wüstenrot-Stiftung (1999): 15]. Doch scheinen sie zu vergessen, dass altersungerechte Wohnungen ihren Wunsch nach eigenständigem Leben oftmals behindern. Die unvermeidbaren altersbedingten Einschränkungen in der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit im Alter lassen Barrieren entstehen, die mit zunehmendem Alter zu unüberwindbaren Hindernissen werden können [vgl. Rühm (2003): 90].
Eine barrierereiche Wohnung in Kombination mit auftretender Multimorbidität im Alter kann langfristig zu einer Doppelbelastung führen und einen Umzug in eine institutionelle Einrichtung beschleunigen [vgl. BMFSFJ (2001): 247]. Häufig fällt es älteren Menschen schwer sich einzugestehen, dass ihre Wohnung ihren Bedürfnissen nicht mehr genügt [vgl. Wüstenrot-Stiftung (1999): 15]. Überwiegend werden die Gewohnheiten und Bedürfnisse der eingeschränkten Beweglichkeit angepasst, anstatt dass die Wohnung den wandelnden Bedürfnissen angepasst wird [ebd.]. Laut der Wüstenrot-Stiftung passieren 80% der tödlichen Unfälle im Haushalt, in Haushalten von Menschen über 65 Jahre [ebd.]. Diese Tatsache fundiert noch einmal die Dringlichkeit, dass Wohnungen den körperlichen Bedürfnissen im Alter angepasst werden müssen. Zunächst muss den Älteren die Angst genommen werden einzugestehen, dass der langjährige Wohnsitz den sich verändernden Umständen nicht mehr gerecht wird. Das Verständnis, dass kleine räumliche oder bauliche Veränderungen eine Kompensierung von Mobilitätseinschränkungen bewirken können, muss geschärft werden [vgl. Rühm (2003): 90]. Ziel dieser baulich-technischen Veränderungen ist es doch den bestehenden Wunsch eines lebenslangen Wohnens im eigenen Zuhause zu realisieren [vgl. BMFSFJ (1998): 16]. Nur in einem Drittel der Fälle sind große bauliche Maßnahmen notwendig [vgl. Narten (2005), In: Wüstenrot-Stiftung (2005): 74]. Vielfach reichen bereits Ausstattungsveränderungen oder der Einsatz von Hilfsmitteln, um eine signifikante Verbesserung zu erzielen [vgl. Wüstenrot-Stiftung (1999): 15].
1 Einleitung: Beleuchtet den demographischen Wandel in Deutschland und die damit einhergehende Verschiebung der Generationenverhältnisse, die einen erhöhten Bedarf an betreuten Wohnmodellen prognostiziert.
2 Hintergrund: Schafft ein theoretisches Fundament durch die Betrachtung des Wohnwandels, der aktuellen Wohnsituation und der psychologischen sowie physischen Wohnbedürfnisse älterer Menschen.
3 Wohnformen im Alter: Analysiert verschiedene Wohnmodelle, unterteilt in den Verbleib im eigenen Zuhause, vorausschauende Wohnungswechsel und „Rundum-Versorgung“ in neuen Wohnformen.
4 Kritische Darstellung der Wohnformen: Bietet eine tabellarische Gegenüberstellung der behandelten Wohnformen anhand von Zielgruppen, Angeboten sowie positiven und negativen Kritikpunkten.
5 Fazit: Führt die Analyse zusammen, betont die Notwendigkeit einer individuellen Bestimmung der Wohnform und plädiert für verstärkte Aufklärungsarbeit über die vorhandene Angebotsvielfalt.
Wohnformen im Alter, Demographischer Wandel, Wohnraumanpassung, Betreutes Wohnen, Pflegebedürftigkeit, Lebensqualität, Wohnbedürfnisse, Ambulante Pflege, Tagespflege, Wohngemeinschaften, Wohnstift, Autonomie, Wohnumfeld, Altenpflege, Senioren.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit verschiedenen Wohnmodellen für ältere Menschen auseinander und untersucht, wie diese den Bedürfnissen nach Selbstständigkeit und Sicherheit gerecht werden.
Die Arbeit behandelt Themen wie Wohnraumanpassung, Betreutes Wohnen, teilstationäre Tagespflege, selbstorganisierte Wohngemeinschaften sowie die klassische stationäre Pflege im Alten- und Pflegeheim.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Angebot an Wohnformen zu schaffen und zu prüfen, ob diese Konzepte tatsächlich die Wohnbedürfnisse des Alters berücksichtigen.
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Datenanalyse, um den Wohnwandel, Statistiken zur Wohnsituation und die konzeptionellen Ansätze der verschiedenen Wohnformen theoretisch fundiert zu vergleichen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Wohnmodelle, kategorisiert nach der Entscheidungssituation: „Wohnen bleiben“, „vorausschauender Umzug“ und „Rundum-Versorgung“ bei hohem Pflegebedarf.
Wohnformen im Alter, Demographischer Wandel, Wohnraumanpassung, Autonomie, Lebensqualität, Pflegebedürftigkeit und Versorgungsicherheit.
Weil sie den Erhalt der vertrauten Umgebung ermöglicht und oft als kosteneffiziente, präventive Maßnahme dazu beitragen kann, einen stationären Umzug in ein Heim hinauszuzögern oder zu verhindern.
Sie dient als notwendiges Bindeglied zwischen häuslicher Versorgung und stationärer Unterbringung, indem sie pflegende Angehörige entlastet und dem Pflegebedürftigen soziale Teilhabe bietet.
Obwohl es Versorgungssicherheit bietet, ist es durch den hohen Kostenfaktor auf eine wohlhabende Klientel begrenzt und birgt die Gefahr einer nach innen orientierten Abgrenzung zum sozialen Wohnumfeld.
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