Bachelorarbeit, 2010
213 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Aktuelle Entwicklungen als Anlass
2.1 Ausgangssituation
2.2 Hintergründe
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Einflussfaktoren
2.2.3 Vor- und Nachteile der Neuordnung von Tätigkeitsprofilen
2.3 Rechtliche Voraussetzungen
2.3.1 Gesetzliche Regelungen im Gesundheitswesen
2.3.1.1 Rechtsgebiete
2.3.1.2 Sorgfaltsanforderungen
2.3.1.3 Selbstbestimmungsrecht
2.3.2 Straf- und Haftungsrecht im Gesundheitswesen
2.3.3 Arbeitsrechtliche Grundlagen im Gesundheitswesen
2.3.4 Abgrenzung von ärztlichen und pflegerischen Tätigkeitsfeldern
2.3.4.1 Vorbehaltene Tätigkeiten
2.3.4.2 Ausübung der Heilkunde
2.3.4.3 Zuständigkeitsbereiche der Pflegekräfte
2.3.4.4 Zuständigkeitsbereiche der Ärzte
2.3.5 Neuordnung der Tätigkeitsbereiche mittels Delegation und Allokation
2.3.5.1 Verantwortungszuweisung
2.3.5.2 Delegation und Allokation
2.3.5.3 Übertragungsfähigkeit
2.3.5.4 Mindestbesetzung
2.4 Chancen und Grenzen
2.4.1 Notwendige Tätigkeiten
2.4.2 Mögliche Aufgabenverlagerungen
2.4.3 zentrale Tätigkeitsprofile
2.4.3.1 Grundlagen
2.4.3.2 Pflegekräfte
2.4.3.3 Assistenzkräfte
2.4.4 Erforderliche Qualifikationen
2.4.4.1 Formale Qualifikation
2.4.4.1.1 Assistenzkräfte
2.4.4.1.2 Pflegekräfte
2.4.4.2 Materielle Qualifikation
2.4.4.2.1 Professionelle Kompetenz
2.4.4.2.2 Delegationskompetenz
2.4.4.2.3 Praktische Erfahrungen
2.4.5 Hilfsmittel
2.4.6 Ausblick
3 Kooperatives Prozessmanagement als Ausgangspunkt
3.1 Prozessmanagement
3.1.1 Schlüsselelemente
3.1.2 Grundlagen
3.1.3 Kooperatives Prozessmanagement
3.2 Patientenorientierung
3.2.1 Übergeordnete Bedürfnisse
3.2.2 Interprofessionelles Bezugsversorgungsteam
3.2.3 Individuelle Fallsteuerung
3.3 Aufgabenfelder
3.3.1 Versorgungsprozess
3.3.2 Schnittstellen
3.3.3 Leitlinien und Standards
3.3.4 Kernelemente produktiver Kooperation
4 Mitarbeiterorientiertes Veränderungsmanagement als Chance
4.1 Mitarbeiter als Ressource
4.2 Mitarbeiterzufriedenheit
4.2.1 Grundlagen
4.2.1.1 Zufriedenheit
4.2.1.2 Motivation
4.2.1.3 Organisationskultur
4.2.1.4 Teamarbeit
4.2.1.5 Anreizformen
4.2.2 Schlüsselelemente der Mitarbeiterorientierung
4.2.2.1 Unternehmenskultur
4.2.2.2 Arbeitsbedingungen und Arbeitsinhalt
4.2.2.3 Personalentwicklung
4.2.2.4 Autonomie und Mitgestaltung
4.2.2.5 Information und Kommunikation
4.2.2.6 Kooperation und Beziehungen
4.3 Veränderungsmanagement
4.3.1 Veränderungsbereitschaft
4.3.2 Analyse der aktuellen Situation
4.3.3 Mitarbeiterbeteiligung
4.3.4 Informationsmanagement
4.3.5 Wissensmanagement
4.3.6 Hemmende Faktoren
5 Interprofessionelle Implementierung als Lösungsansatz
5.1 Einführung
5.2 Voraussetzungen
5.3 Aufbauorganisation
5.3.1 Zentrale Kommission
5.3.2 Lokale Arbeitsgruppen
5.3.3 Interne Prozessbegleiter
5.4 Ablauforganisation
5.4.1 Plan – die Planung
5.4.1.1 Projektzyklus
5.4.1.2 Projektziele
5.4.2 Do – das Handeln
5.4.2.1 Projektinitialisierung
5.4.2.2 Analyse
5.4.2.2.1 Organisationsanalyse
5.4.2.2.2 Prozessanalyse
5.4.2.2.3 Aufgaben- und Tätigkeitsanalyse
5.4.2.3 Methodisches Vorgehen
5.4.2.3.1 Erarbeitung der Ebenen
5.4.2.3.2 Konkrete Umsetzung
5.4.2.4 Interventionen
5.4.2.4.1 Maßnahmenentwicklung
5.4.2.4.2 Tätigkeitsprofil
5.4.2.4.3 Schulungsprogramm
5.4.2.4.4 Positivliste
5.4.2.4.5 Maßnahmenbewertung
5.4.2.5 Umsetzung
5.4.2.5.1 Mitarbeiter informieren
5.4.2.5.2 Mitarbeiter qualifizieren
5.4.2.5.3 Mitarbeiter unterstützen und begleiten
5.4.3 Check – die Überprüfung
5.4.3.1 Evaluation der Veränderungsprozesse
5.4.3.2 Auditinstrumente
5.4.3.3 Empfehlung zum Vorgehen
5.4.4 Act – die Anpassung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein Konzept zur Implementierung neuer Tätigkeitsprofile im stationären Bereich von Krankenhäusern, wobei der Schwerpunkt auf der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit liegt. Die Forschungsfrage untersucht, wie durch interprofessionelle Prozessgestaltung und Veränderungsmanagement Aufgaben zwischen ärztlichem und pflegerischem Dienst effizient neu verteilt werden können, um den Herausforderungen durch Fachkräftemangel und Kostendruck zu begegnen.
2.1 Ausgangssituation
Der Kostendruck zwingt die Krankenhäuser, das Personal gezielter einzusetzen. Durch die Zunahme von chronischen Krankheiten und Multimorbidität verändern sich auch die Anforderungen an die stationäre Krankenhausbehandlung. Unter diesen Rahmenbedingungen, so Gorschlüter, „leiden Krankenhäuser verstärkt an Komplexitätsproblemen, die zu Ineffektivitäten und Ineffizienzen führen. Der Weg zu Effektivität und Effizienz führt für Krankenhäuser nur über einen Abbau der Komplexität und eine bessere Beherrschung der Restkomplexität.“ Daher ist derzeit im Gesundheitswesen ein Wandel der Berufsrollen festzustellen, der massive Auswirkungen auf die Aufgaben der Heilberufe und die Zusammenarbeit mit anderen Heilberufen hat.
Aufgrund der personalintensiven Leistungserstellung im Krankenhaus können durch eine vermehrte Personalorientierung nicht nur Kostensenkungspotenziale erschlossen, sondern durch die Entwicklung immaterieller Wissenspotenziale auch erhebliche Erfolgspotenziale geschaffen werden. Das Bemühen um einen effizienten und effektiven Einsatz der Potenziale unterschiedlicher Berufsgruppen und damit der Veränderung verschiedener Berufsrollen im Gesundheitswesen setzt jedoch voraus, dass der gewachsene institutionelle Rahmen auf seine Sinnhaftigkeit überprüft wird. Die nicht den strukturellen, demografischen und innovationsbedingten Anforderungen entsprechende Verteilung der Tätigkeiten zwischen den Berufsgruppen kann im Prozess der Entwicklung einer neu gestalteten Arbeitsteilung angepasst werden. Besonders zukunftsweisend wirken, wie Görres vorschlägt, innovative Steuerungsinstrumente, die geeignet sind, „den veränderten Anforderungen im Gesundheitssektor im Rahmen einer Optimierung des Pflegeprozesses gerecht zu werden“. Dabei setzt der Weg zu einer optimalen Ressourcenallokation im Gesundheitswesen bei allen Gesundheitsberufen die Bereitschaft zu einer Neuzuordnung der Tätigkeitsfelder mit entsprechender Verantwortung im Rahmen der jeweiligen Qualifikation voraus.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und wirtschaftlichen Druck als Auslöser für notwendige Neustrukturierungen der Aufgabenbereiche im Krankenhaus.
2 Aktuelle Entwicklungen als Anlass: Dieses Kapitel analysiert die Ausgangssituation, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Chancen und Grenzen bei der Neuordnung von Tätigkeitsprofilen.
3 Kooperatives Prozessmanagement als Ausgangspunkt: Hier wird die Bedeutung von Prozesssteuerung, Patientenorientierung und interprofessioneller Zusammenarbeit für effiziente Krankenhausabläufe dargelegt.
4 Mitarbeiterorientiertes Veränderungsmanagement als Chance: Der Fokus liegt auf der Mitarbeiterzufriedenheit als Ressource und den Erfolgsfaktoren für geplante Veränderungsprozesse.
5 Interprofessionelle Implementierung als Lösungsansatz: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Implementierungsprozess, inklusive Aufbau- und Ablauforganisation sowie Evaluationsmethoden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer partizipativen und gut strukturierten Neustrukturierung zur Steigerung der Versorgungsqualität und Mitarbeiterbindung zusammen.
Tätigkeitsprofile, Krankenhaus, Mitarbeiterzufriedenheit, Delegation, Allokation, Prozessmanagement, Veränderungsmanagement, Interprofessionelle Zusammenarbeit, Patientenorientierung, Personalmanagement, Qualifikation, Haftungsrecht, Arbeitsteilung, Implementierung, Gesundheitswesen.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur Neuverteilung von Tätigkeiten zwischen ärztlichem, pflegerischem und assistierendem Personal, um die Effizienz zu steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit in Krankenhäusern zu fördern.
Zentrale Themen sind die arbeits- und haftungsrechtlichen Grundlagen, das Prozessmanagement, die Mitarbeiterorientierung sowie konkrete Methoden des Change Managements bei der Implementierung neuer Tätigkeitsprofile.
Ziel ist es, ein Konzept zu erarbeiten, das eine qualifikationsgerechte Neuordnung der Tätigkeiten ermöglicht, um den aktuellen Herausforderungen im Krankenhaussektor zu begegnen, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung und rechtliche Rahmenbedingungen zu beleuchten, und verbindet diese mit managementorientierten Ansätzen wie dem PDCA-Zyklus für die Konzeption und Implementierung.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Voraussetzungen, die theoretische Fundierung des kooperativen Prozessmanagements, Aspekte der Mitarbeiterorientierung sowie einen detaillierten Leitfaden zur Implementierung von Projekten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tätigkeitsprofile, Delegation, interprofessionelle Zusammenarbeit, Prozessmanagement und Mitarbeiterzufriedenheit charakterisiert.
Schnittstellen sind kritische Übergangspunkte zwischen Berufsgruppen. Das Dokument zeigt, dass diese häufig Fehlerquellen sind und durch gezieltes Schnittstellenmanagement zu Verbindungsstellen transformiert werden müssen.
Delegation bezeichnet die Übertragung von Aufgaben oder Befugnissen an eine unterstellte Instanz. Allokation beschreibt die zielgerichtete Zuweisung von (beschränkten) Ressourcen zu bestimmten Aufgabenfeldern.
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